Mit großer Spannung wurden die diesjährigen Emmy-Nominierungen erwartet, die gerade bekanntgegeben wurden. "Severance" (Apple TV+) und "The White Lotus" (Sky Atlantic) gelten als die großen Abräumer und zählen zu den absoluten Favoriten im Bereich Drama.
"Severance" ist mit insgesamt 27 Nominierungen die meist beachtete Produktion. "The White Lotus" folgt mit 23 Nominierungen dicht dahinter. Auch "Andor", "The Last of Us" oder "Paradise" könnten Emmys gewinnen.
Für "Squid Game" hat es dieses Mal hingegen nicht gereicht, um überhaupt auf der Liste zu landen. Dafür findet Netflix mit Blick auf die 77. Emmy Awards drastische Worte.
Am 14. September findet die Preisverleihung der Emmy Awards statt, die von Comedian Nate Bargatze moderiert wird. Dass "Squid Game" in keiner Kategorie auf einen Preis hoffen kann, enttäuscht vor allem Netflix selbst.
In der Vergangenheit gewann die bildgewaltige Serie bereits sechs Emmys, unter anderem wurde Lee Jung-jae als Bester Hauptdarsteller in einer Drama-Serie ausgezeichnet.
Nachdem Ende Dezember 2024 die zweite Staffel erschienen war, wurde vor wenigen Wochen die letzte Staffel veröffentlicht, die sich nach wie vor ganz oben in den hauseigenen Charts platziert.
Bela Bajaria, Chief Content Officer von Netflix, bezieht jetzt Stellung zur Niederlage. Im Gespräch mit "Variety" sagt sie: "'Squid Game' hatte einen unglaublichen kulturellen Einfluss. Die größte Show der Welt. Die erste Staffel hat wirklich Emmy-Geschichte geschrieben und die Leute waren auch von der letzten Staffel begeistert." Und weiter:
Sie glaube allerdings nicht, dass die fehlende Emmy-Nominierung den Status der Serie als Netflix-Kronjuwel schmälert. Mit Blick darauf stellt Bela Bajaria fest: "Wenn man wirklich Exzellenz im Fernsehen und im Geschichtenerzählen betrachtet, ist sie in jeder Hinsicht herausragend. Wenn man das also liefert, ist es überraschend, wenn es keine Anerkennung findet."
Dafür wurde die Serie "Adolescence" mit insgesamt 13 Nominierungen bedacht. Für keine andere Netflix-Produktion gibt es in diesem Jahr mehr Anerkennung. Dazu meint die Netflix-Chefin, dass die Mini-Serie mit 142 Millionen Abrufen auch ihre zweitgrößte englischsprachige Serie aller Zeiten sei.
Zudem gibt sie an: "Sie hat einen unglaublichen kulturellen Einfluss, der dazu beiträgt, die britische Gesetzgebung zu verändern. Für ihre großartige Erzählkunst mit Emmy-Nominierungen und diesem kulturellen Einfluss ausgezeichnet zu werden, ist wirklich großartig."
Neben "Adolescence" können sich auch "Black Mirror" oder "Monsters" über Nominierungen freuen. Auch "Bridgerton", "Liebe im Spektrum" und "Sirens" dürfen auf einen Preis hoffen. Insgesamt könnte Netflix mit seinen Produktionen 120 Mal abräumen. Nur HBO Max erhält mit 142 Nominierungen mehr Chancen.
Bela Bajaria meint abschließend: "Unser Ziel ist es, stets Exzellenz und großartige Unterhaltung in allen TV-Kategorien anzustreben."
Dies spiegele sich deutlich in allen 14 Programmkategorien wider: "Von Drama und Komödie über Stand-up-Comedy und Kurzfilme bis hin zu Dokumentationen, Animationen, Live-Shows und ungeschriebenen Sendungen."