2024 ist Kafka-Jahr, denn vor 100 Jahren starb der Schriftsteller, der Werke wie "Die Verwandlung" und "Der Prozeß" erschuf. Es ist also kein Zufall, dass innerhalb weniger Tage sowohl ein Kinofilm ("Die Herrlichkeit des Lebens") als auch eine Serie über das Leben des literarischen Genies erscheinen.
Die ARD-Serie mit dem simplen Titel "Kafka" startet am Dienstag bei dem öffentlich-rechtlichen Sender. Bestsellerautor Daniel Kehlmann und Regisseur David Schalko stellten das Projekt gemeinsam auf die Beine.
Insgesamt gibt es sechs Folgen, die alle in der ARD laufen. Aber wann geht es weiter mit "Kafka"? Erfahrt hier alle Sendetermine und wie ihr "Kafka" schon vor der TV-Ausstrahlung weiterschauen könnt.
Die ARD strahlt die sechs Folgen "Kafka" in zwei Etappen aus.
Wer nicht bis Mittwoch warten will, kann "Kafka" schon jetzt in der ARD-Mediathek weiterschauen. Dort sind sämtliche Folgen bereits länger abrufbar.
Die Serie erzählt das Leben des Schriftstellers (gespielt von Joel Basman) aus verschiedenen Perspektiven nach. Eine davon: Kafkas bester Freund, der Autor Max Brod (gespielt von David Kross). Max glaubt mehr an Kafkas Durchbruch und dessen Genie als der Schriftsteller selbst. Er will ihn unbedingt bekannt machen.
Die Serie beleuchtet zudem Kafkas Kindheit, die von einem tyrannischen Vater geprägt ist, sowie seine Beziehungen zu verschiedenen Frauen. Der Kinofilm "Die Herrlichkeit des Lebens" konzentriert sich hingegen auf eine einzige Liebesgeschichte.
Die Reaktionen auf "Kafka" fallen zu großen Teilen sehr positiv aus. So meint die "Taz" in einer Kritik: "Schalkos und Kehlmanns 'Kafka' setzt hierbei Maßstäbe für künftige Biopic-Serien." Die "Faz" zeigt sich ebenfalls begeistert. "Kafka" erzähle "kein Dichterleben, sondern nähert sich Werk und Vita einfallsreich und multiperspektivisch. Das ist erfrischend kühn, literaturhistorisch genau und bestechend in der Form."
Bei dem starken Echo verwundert es ein bisschen, dass sämtliche großen Streamingdienste kein Interesse an der Serie hatten, wie Regisseur David Schalko in einem Interview mit "DWDL" angab.