Rapperin Loredana entschied sich, ihre Karriere als Frau im Rap-Business ohne männliche Hilfe zu starten.
Rapperin Loredana entschied sich, ihre Karriere als Frau im Rap-Business ohne männliche Hilfe zu starten.Bild: imago images/ Future Image

"Bin nicht berühmt, weil ich heiß aussehe": Rapperin Loredana spricht über ihre Karriere

10.11.2021, 19:32

Mittlerweile über drei Jahre ist es her, dass die Rapperin Loredana mit ihrer Single "Sonnenbrille" berühmt wurde – 14 Wochen lang hielt sich ihr Debüt-Hit in den deutschen Charts. Seitdem ist sie eine der erfolgreichsten deutschsprachigen Künstlerinnen. Ihre "King Lori-Tour" sollte sie im vergangenen Jahr durch Deutschland und die Schweiz führen, die Nachfrage für die Gigs war aber so groß, dass die Karten in Windeseile ausverkauft waren oder die Konzerte in größere Hallen verlegt wurden – bis sie schließlich doch wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden mussten.

Das hinderte die 26-Jährige aber nicht, neue Musik nachzuschieben – am 24. September erschien ihr Feature-Album "No Rich Parents", das sie mit ihrem Ex-Mann Mozzik aufgenommen hatte. Nach einem kurzen Liebescomeback trennten sich die Eltern einer Tochter Ende August wieder. An der gemeinsamen Platte halten sie aber nach wie vor fest.

Fakt bleibt jedoch, dass Loredana ihre Karriere mit einem Solo-Song begann – also nicht auf ein Feature mit einem damals bekannterem Rapper setzte. Wieso sie sich für diesen Weg entschieden hat, verriet sie nun im Interview im Rahmen ihres baldigen Auftritts beim "Red Bull Symphonic".

Loredana wollte es allein im hartumkämpften Rap-Business schaffen

Zur Entscheidung, "Sonnenbrille" ihre erste Erfolgssingle werden zu lassen – und das ohne einen männlichen Rapper an ihrer Seite, sagte Loredana: "Ich wollte mir beweisen, dass ich es allein kann. Und dass die Leute das Stück wegen mir hören, nicht wegen jemand anders." Und weiter:

"Ich wollte, dass klar ist: Keiner hat mich groß gemacht."

Dass sie mit diesem Vorgehen goldrichtig lag, beweisen allein über 65 Millionen Aufrufe des Musikvideos auf Youtube.

Und auch äußerlich wollte sich die gebürtige Schweizerin nicht unbedingt dem Standard-Bild von Frauen im Rap-Business beugen, die in den vergangenen Jahren in erster Linie als hübsches Beiwerk in Musikvideos von Rappern dienten. Loredana trat selbst ins Rampenlicht und entschied sich gegen einen allzu aufreizenden Look. Stattdessen trug sie meist in Clips und bei Auftritten Oversized-Klamotten, lange Hosen und Hoodies. "Ich bin nicht berühmt geworden, weil ich heiß aussehe", stellte Lori schließlich klar.

Das habe auch etwas damit zu tun, dass sie 2018 noch am Beginn ihrer Karriere stand – sie trage durchaus auch gern knappe Kleider, mittlerweile auch ganz bewusst in der Öffentlichkeit: "Langsam, langsam zeige ich auch meine frauliche Seite", erklärte die Rapperin.

Rapperin erklärt besondere Bedeutung ihres Rücken-Tattoos

Betonen möchte Loredana zudem, dass sie es auch finanziell allein geschafft hat. Das Thema nimmt sie gemeinsam mit Mozzik auf ihrem Album auf und schildert, dass sie nicht aus einem reichen Elternhaus stamme: "Wir haben unsere Eltern reich gemacht", stellte sie klar.

Im Zuge dessen verriet die Künstlerin dann auch, welches ihrer Tattoos die größte Bedeutung für sie habe. Auf ihren Rücken hat sie sich die Worte "Selfmade Millionaire" tätowieren lassen – mit einem speziellen Hintergedanken: "Wenn ich mich umdrehe und weggehe, muss der andere das lesen. Der hat vielleicht schon gedacht: 'Wer glaubt die, dass sie ist?' Ich bin es einfach selber geworden", erläuterte sie zu dem Schriftzug.

(cfl)

Dschungelcamp 2022: Diese zehn Promis sind als Kandidaten mit dabei – auch eine Bohlen-Ex soll einziehen

Pandemiebedingt musste das Dschungelcamp im vergangenen Jahr ausfallen – stattdessen wurde eine Ersatzshow ausgestrahlt, die die Fans nicht wirklich befriedigen konnte. Umso größer ist nun die Vorfreude auf die kommende Staffel, die im Januar 2022 auf RTL ausgestrahlt wird. Eine Änderung wurde bereits bekannt gegeben: Die Show wird diesmal nicht wie gewohnt in Down Under gefilmt, sondern in Südafrika.

Zur Story