Rapper Sinan-G macht Influencern, die den Ukraine-Krieg ausnutzen, eine Ansage.
Rapper Sinan-G macht Influencern, die den Ukraine-Krieg ausnutzen, eine Ansage.Bild: Screenshot / Instagram / sinang45

"Sehe auf Tiktok eine Menge Leute, die das auf die leichte Schulter nehmen": Rapper mit deutlicher Ansage an Influencer

01.03.2022, 17:36

In der Ukraine herrscht Krieg – das ist mittlerweile auch bei deutschen Influencern angekommen. Teils posteten Netz-Stars nebenbei eine ukrainische nebst einer russischen Flagge mit einer Friedenstaube garniert, oder setzten einfach mit ihren Werbepostings fort, bis die Empörung der Communities einfach zu groß war. Auch dann folgten oftmals bedeutungsschwere Zitate oder wieder animierte Friedenstauben. Mittlerweile teilen viele Social-Media-Stars aber auch Links für Spendenaufrufe oder Sammelstellen für Hilfsgüter.

Der Rapper Sinan-G nutzte nun allerdings unter anderem die Plattform Tiktok, um sich über einen zweifelhaften Trend zu echauffieren: Etliche Tiktoker reuploaden Videos aus der Ukraine und sind so auf Klickfang – zumindest machte der "Bist du wach?"-Interpret offenbar diese Entdeckung. In seinem Video griff er dies auf und verpasste Influencern eine deutliche Ansage.

Sinan-G erträgt Tiktok-Ukraine-Clickbait nicht mehr

Zunächst ist in Sinans Clip ein halb abgerissenes Gebäude zu sehen – es erweckt beinahe den Anschein, als ob sich der Rapper im Kriegsgebiet befände. Schnell löst der Essener die Situation aber auf und erklärt, dass er sich lediglich an einer Baustelle befinde:

"Warum ich dieses Video mache: Ich sehe auf Tiktok eine Menge Leute, die das auf die leichte Schulter nehmen. Und solche Videos machen und irgendwie nach Geld geiern und sich Klicks abholen wollen auf dieses Thema."

Dabei wollte es der Bruder von Rap-Journalist Rooz aber nicht belassen und fügte eindrücklich hinzu: "Da sterben Menschen. Dieses Thema ist sehr ernst." Dass einige Tiktoker aus der derzeitigen Situation Profit und Reichweite zu schlagen scheinen, könne Sinan nicht akzeptieren: "Und einige von euch nutzen das aus, für Likes und fürs Livegehen – schämt euch. Hört auf, das auszunutzen!"

Auch habe er das Gefühl, dass sich Angehörige verschiedener Nationalitäten auf Social Media uneins über die Situation seien und heftig darüber diskutieren. Er poche stattdessen aber vor allem auf Zusammenhalt: "Haltet zusammen. Wir leben zusammen, egal welche Religion, egal welche Hautfarbe – ihr müsst zusammenhalten."

Deutschrapper versuchen Ukraine zu supporten

Mittlerweile gibt es aus der Deutschrap-Szene aber auch viele qualifizierte Beiträge auf Instagram. So teilte unter anderem Massiv mit, dass er mit insgesamt acht Reisebussen voller Hilfsgüter in die ukrainische Grenzregion fahren wird. Zusätzlich wolle er Geflüchtete aufnehmen und weiter nach Deutschland bringen.

Auch Kool Savas tat sich helfend hervor, indem er die internationale Hilfsorganisation STELP öffentlich unterstützte und zum Spenden aufrief. Loredana tat es ihm gleich und schrieb dazu: "Lasst uns helfen." Prinz Pi griff die aktuelle Lage in der Ukraine in einem achtminütigen Video auf und erklärte seinen Followern ebenfalls, wie sie Ukrainern in der derzeitigen Situation helfen können – auch wenn sie nicht in der finanziellen Lage sein sollten, um zu spenden.

"Postet Sachen dazu, es gibt viele negative Leute, die sagen, das bringt überhaupt nichts. Jeder, der irgendwen erreichen kann, umso besser, der schafft damit Bewusstsein", machte er deutlich.

(cfl)

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