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ARCHIV - 31.10.2018, Bayern, M

Bitte recht freundlich – Kollegah wurde verurteilt. Bild: dpa

Kollegah verliert vor Gericht gegen die Geissens – und muss 100.000 Euro zahlen

Kollegah steht derzeit fast öfter vor Gericht als auf der Bühne. Jetzt muss er mal wieder tief in die Tasche greifen. Das Landgericht Mannheim verurteilte ihn zu einer Zahlung von 100.000 Euro.

Carmen und Robert Geissen hatten den millionenschweren Rapstar wegen eines Songs verklagt. Der stammt von seinem ehemaligen Schützling Jigzaw, Kollegah ist auf dem Song mit einem Gastpart dabei. Das Album erschien über sein Plattenlabel.

Die Klage bezog sich auf acht Zeilen des Liedes, die in den Streamingdiensten inzwischen entfernt wurden. Sie stammen allerdings nicht von Kollegah selbst.

Sexualisierte Drohungen

Darunter war auch eine, in der Jigzaw den noch minderjährigen Geissen-Töchtern Shania und Davina androhte, sie an ihrem 18. Geburtstag zu besuchen und sexuelle Handlungen an ihnen vorzunehmen.

12.04.2018, Berlin: Die Rapper Kollegah (l) und Farid Bang kommen zu der 27. Verleihung des Deutschen Musikpreises Echo. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Nix mit Siegerlächeln: Kollegah verliert vor Gericht Bild: dpa-Zentralbild

Der Anwalt der Geissens erhob schwere Vorwürfe: Androhung von Vergewaltigung, Ermordung und Leichenschändung.

Die teuerste Zeile der Rapgeschichte

Das Landgericht gab den Geissens nun recht. Das bestätigte es gegenüber watson. Kollegah muss an jede der beiden Töchter 50.000 Euro Schmerzensgeld zahlen – das macht schon mal 100.000 Euro. Jigzaw war bereits im Oktober zur selben Strafe verurteilt worden. Insgesamt kosten die Zeilen also 200.000 Euro.

Weiterer Ärger für Kollegah

Und möglicherweise muss Kollegah den Geissens noch mehr Geld überweisen. Wegen einer Zeile auf seinem eigenen Song "Mitternacht 2" hat Carmen Geissen ihn ebenfalls verklagt.

"Guck dir Carmen an, uns zu dissen war ein Riesenfehler, ab jetzt geht es mit der Geiss bergab wie der Ziegen-Peter", heißt es da – vergleichsweise harmlos.

Das Landgericht Saarbrücken wiederum hat laut "Saarbrücker Zeitung" entschieden, dass Kollegah bei seinem Konzert in Saarbrücken am 11. Dezember eine bestimmte Zeile aus dem Song "08/15" nicht performen darf. Es ist die berühmt-berüchtigte "Mein Körper definierter als Auschwitzinsassen"-Zeile, die beim Echo 2018 für einen Skandal gesorgt hatte. Allerdings: Sie stammt gar nicht von Kollegah, sondern von seinem Partner Farid Bang.

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