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Till, du hast da noch Lippenstift an der Stirn! Bild: www.imago-images.de

Rammstein in Russland: Zwei Bandmitglieder setzen Zeichen – indem sie sich küssen

Keine großen Worte, dafür erneut eine große Geste! Nachdem Rammstein bereits bei ihrem Konzert in Polen ein Zeichen für die LGBTQI-Bewegung gesetzt hatten, indem sie die Regenbogenflagge an prominenter Stelle in ihrer Show schwenkten, legten sie nun beim Konzert in Moskau nach. Vor 81.000 Menschen gab es einen etwas anderen Bruderkuss auf der Bühne im Moskauer Luschniki-Stadion.

Auf Instagram hat Rammstein ein Bild gepostet, auf dem zu sehen ist, dass sich die beiden Gitarristen der Band, Paul Landers und Richard Kruspe, auf den Mund küssen.

Was war beim Rammstein-Konzert in Polen?

Bei einem Konzert in der polnischen Stadt Chorzów hatte die Band ebenfalls ein Zeichen gegen Homophobie gesetzt. Dort schwenkte der Drummer der Band Christoph Schneider eine Regenbogen-Flagge, ein internationales Symbol für die LGBTQI-Bewegung.
Die Fahne steht in zahlreichen Kulturen weltweit für Aufbruch, Veränderung und Frieden, und sie gilt als Zeichen der Toleranz und Akzeptanz, der Vielfalt von Lebensformen, der Hoffnung und der Sehnsucht.

Ähnlich wie schon bei der Aktion in Polen kann man auch hier der Band wieder eine Motivation unterstellen. Denn auch dort werden Menschen der LGBTQI-Bewegung diskriminiert. Immer wieder kommt es auf physische und psychische Übergriffe auf Homosexuelle – das hat sich seit der Perestroika kaum gebessert. Die Vorbehalte gegenüber Schwulen und Lesben sind in der russischen Gesellschaft sehr groß.

Hier das Kuss-Bild:

Ein Kuss zwischen zwei Männern auf der Bühne hat bei Rammstein eine gewisse Tradition – und doch hat er in diesem Land auf dieser Bühne eine besondere Bedeutung. Er ist eine klare Positionierung der Band. Schließlich steht unter dem Post:

"Russland, wir lieben dich!"

(hd)

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