Am vergangenen Wochenende wurde Berlin wieder einmal zum Mekka für viele Musikbegeisterte. Das Lollapalooza Festival, das 2024 zehnjähriges Jubiläum feierte, lockte tausende von Menschen in die Hauptstadt. Auch mit dabei: zahlreiche Topstars. So heizten am Samstag unter anderem Justin Timberlake, Gracie Abrams und DJ Armin van Buuren der Menge ein.
Am Sonntag stand vor allem einer im Mittelpunkt: J-Hope. Das Mitglied der beliebten K-Pop-Gruppe BTS versetzte seine Fans schon Stunden vor seinem Auftritt in Ekstase, was an anderer Stelle für Ärger sorgte.
Festivals begeistern besonders durch ihre Vielfältigkeit. Sie ermöglichen es Fans, gleich mehrere ihrer liebsten Acts an einem Ort live zu erleben. Viele von ihnen sind daher nicht nur gewillt, von weit her anzureisen, sondern auch tief in die Tasche zu greifen.
Auf dem Lollapalooza lockte vor allem J-Hope zahlreiche Menschen an. Mehrere Videos auf Social Media zeigen, wie seine Fans bereits Stunden vor dem Einlass ihre Lager aufschlugen, um sich die besten Plätze zu sichern.
Und genau hier beginnt die Kritik, die nun auf die Verantwortlichen des Events einprasselt. So war der Auftritt des 31-Jährigen nämlich erst als letzter Programmpunkt eingeplant. Vorab gehörte die Bühne noch anderen Stars im Line-up: unter anderem Benson Boone.
Einige beklagen im Nachgang, sie hätten den vorderen Bereich der Bühne schier nicht erreichen können, da dieser bereits lange zuvor von wartenden K-Pop-Fan besetzt wurde.
"Die J-Hope-Fans haben einfach den halben Tag lang bis zu seinem Auftritt die Bereiche vor der Bühne blockiert. [...] Ich finde, das verfehlt leider den Sinn des Festivals", kommentiert eine Userin auf dem Instagram-Account von Lollapalooza. Auch viele andere merken die "schlechte Organisation" an.
Wobei zwischen all der Kritik auch J-Hope-Fans selbst zu Wort kommen und sich begeistert von anderen Performances wie eben der von Benson Boone zeigten.
Schon 2024 musste man aus dem gleichen Grund viel Kritik einstecken. Auch damals standen campende K-Pop-Fans im Zentrum des Orga-Problems. So feierte die 13-köpfige südkoreanische Boyband Seventeen ihre Deutschland-Premiere auf dem Festival.
Für viele Anwesende, wie unter anderem die Fans von Rapper Cro, hatte das zwangsläufig ein Konzert aus der Ferne zur Folge, wie unter anderem "rbb24" berichtete.
Ob die Verantwortlichen künftig Veränderungen an der Organisation vornehmen werden und inwieweit dies überhaupt möglich ist, bleibt ungewiss. Ideen aus der Community gibt es zumindest: "Das nächste Mal den Bereich vor der Bühne nach jedem Auftritt komplett leeren – wäre vielleicht ein wenig fairer."