Oh happy day? "Love is blind"-Kandidatin Giannina an ihrem Hochzeitstag.
Oh happy day? "Love is blind"-Kandidatin Giannina an ihrem Hochzeitstag. Bild: Netflix

Irre Heiratsshow "Love is blind": Ex-Kandidat enthüllt, was Netflix nicht zeigte

08.03.2020, 11:17

Diese Netflix-Show stellt selbst die hartgesottensten Reality-Fans vor Herausforderungen: In der zehnteiligen Sendung "Love is blind" (deutscher Titel: "Liebe macht blind") nehmen heiratswütige Singles an einem Experiment teil, das ihnen binnen 30 Tagen zu einem Ehepartner verhelfen soll.

Die Grundidee: Ohne Ablenkung durch die Außenwelt sprechen die Singles in voneinander abgetrennten Kabinen und ohne sich gegenseitig zu sehen mit einer Reihe potenzieller Partner. Kommt eine Verbindung zustande, verloben sie sich und sehen ihren Partner erst danach zum ersten Mal in persona. Als verlobtes Paar kehren sie dann nach vorgezogenen Flitterwochen in die reale Welt zurück und planen ihre Hochzeit.

Dabei stellen sie relativ schnell fest, ob ihre innere emotionale Verbindung vor dem in Kürze anstehenden Hochzeitstag auch physisch funktioniert – und ob sie wirklich den Rest des Lebens mit einem Menschen verbringen wollen, den sie gerade einmal vier Wochen lang kennen. Klingt bekloppt? Ist es auch.

"Love is blind"-Kandidaten heiraten 30 Tage nach dem Kennenlernen

Doch das aberwitzige Experiment geht tatsächlich auf: Nach weniger als 35 Minuten fällt in der ersten Folge das erste "Ich liebe dich", kurz darauf folgt Verlobung Nummer eins durch die Trennwand. Ganze sechs Mal zeigt Netflix, wie bei "Love is blind" quasi Fremde voreinander auf die Knie fallen, sich blitzverloben und in die Flitterwochen in ein All-Inclusive-Ressort nach Mexiko düsen.

Verliebt, verlobt – aber am Ende auch verheiratet? "Love is blind"-Kandidaten Jessica und Mark.
Verliebt, verlobt – aber am Ende auch verheiratet? "Love is blind"-Kandidaten Jessica und Mark.Bild: Netflix

Doch selbst die Produzenten des fragwürdigen Formats haben nicht daran geglaubt, dass die Grundidee funktioniert, wie Ex-Kandidat Rory Newbrough im Gespräch mit "Women's Health" jetzt offenbarte. Und selbst Hardcore-Fans der Show dürften sich jetzt fragen: Rory...wer?

Netflix zeigte mehrere "Love is blind"-Verlobungen nicht

Der 28-Jährige tauchte für gefühlt fünf Sekunden in der Netflix-Sendung auf. Was die Streamingplattform aber nicht zeigte: Auch Rory verlobte sich!

Rory Newbrough war einer der 15 männlichen Kandidaten.
Rory Newbrough war einer der 15 männlichen Kandidaten.Bild: Netflix

Mit ihm und seiner Auserwählten Danielle hätten sich insgesamt acht Paare das Eheversprechen gegeben. Rory erklärte dem US-Portal: "Die Produzenten sagten, 'Wir hätten mit einer oder zwei Verlobungen gerechnet, aber nicht mit acht! Wir waren darauf vorbereitet, maximal fünf zu filmen.'" Der Ex-Kandidat weiter:

"Sie haben uns also nur unsere Telefone zurückgegeben und meinten: 'Viel Glück, danke, dass ihr dabei wart, aber wir können eure Geschichte einfach nicht weiter verfolgen.'"

Nach dem Ausscheiden aus dem Netflix-Format hätten Rory und Danielle noch einen gemeinsamen Urlaub verbracht, dann aber recht schnell gemerkt, dass sie in der Realität doch nicht sonderlich kompatibel sind. Immerhin lieferte er in dem Gespräch eine Erklärung dafür, warum sich die Kandidaten scheinbar so schnell in eine Person verlieben, die sie noch nie in echt gesehen haben.

Happily ever after? Die Kandidaten Amber und Barnett am Tag ihrer Hochzeit.
Happily ever after? Die Kandidaten Amber und Barnett am Tag ihrer Hochzeit.Bild: Netflix

Denn während der Netflix-Zuschauer nur gezeigt bekommt, wie sich die Kandidaten jeweils für wenige Minuten in ihren Kammern miteinander unterhalten, wären es tatsächlich "bis zu 20 Stunden" gewesen.

Aber auch mit diesem Insiderwissen: Skurril bleibt "Love is blind" so oder so.

Alle zehn Folgen "Love is blind" sind bei Netflix abrufbar. Am 5. März zeigt der Netflix-Youtube-Channel die große Reunion-Show.

(ab)

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