Bushido und Anna-Maria
Bushido und Anna-Maria Ferchichi bangten um einen ihrer Drillinge.Bild: screenshot tvnow
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Anna-Maria Ferchichi bricht in Doku in Tränen aus: "Ich möchte einfach, dass sie lebt"

10.11.2022, 19:01

Die vergangenen Jahre waren für Bushido und seine Familie kräftezehrend. Seit 2020 läuft der Prozess gegen Arafat Abou-Chaker und drei seiner Brüder. Zudem gab es im vergangenen Jahr Komplikationen in Anna-Marias Schwangerschaft. Das Paar musste sogar unter anderem wegen eines Blasensprungs um das Leben von Tochter Amaya bangen. Glücklicherweise kamen alle drei Mädchen gesund zur Welt.

In der dritten Folge der RTL-Plus Doku "Bushido – Reset" spricht das Paar über diese schwere Zeit.

Anna-Maria und Bushido offenbaren, wie sie die Zeit erlebten

Während Anna-Marias Schwangerschaft sagte die heute 40-Jähre etwa im Prozess gegen die Angeklagten aus. Im Juni 2021 stand die erste Zeugenaussage auf dem Plan. In der Doku spricht sie über diesen Moment: "Ich habe da eine sehr emotionale Sache sagen müssen. Wir waren bei meinem Auszug und dabei, wie er (Arafat) mich behandelt hat. Ich habe immer 'er' gesagt, auch vor Gericht. Ich sollte 'Arafat' sagen und da habe ich ihn bewusst angeguckt, habe geredet und ihm dabei in die Augen geschaut."

Achtung Personen muessen eigenständig unkenntlich gemacht werden Berlin den 17.08.2020 Bild-Motiv: Nebenklaeger Bushido 10.30 Strafkammer 38, Saal 500 Delikt: versuchte schwere raeuberische Erpressung ...
An 28 Verhandlungstagen sagte Bushido im Prozess aus.Bild: imago images/ Olaf Wagner

Und weiter: "Ich habe ihn ziemlich fixiert. Das wollte und musste ich in dem Moment. Ich weiß nicht, warum. Mich muss keiner überschätzen, unterschätzen, das ist mir egal, wie mich jemand einschätzt. Ich glaube, die wissen schon ganz genau, wie meine Position ist. Niemand würde da sitzen, wenn ich nicht wäre, wie ich wäre. Das weiß ich ganz genau und das wissen die auch alle."

Bushidos Sorge darüber, dass seine Frau trotz ihrer Schwangerschaft aussagte, war groß. Er spricht in der Doku über seine damaligen Bedenken: "Es geht um die Belastung, um den Stress. Ich möchte nicht, dass du und die Kinder so unnötig lange dieser scheiß Situation ausgeliefert seid." Im weiteren Verlauf spricht Anna-Maria dann über den Moment, als sie in der 18. Schwangerschaftswoche ihrer Drillinge eine Routineuntersuchung durchführte. Eine Riesen-Belastung. Die 40-Jährige erzählt:

"Wir haben uns darauf gefreut. Wenn man so viele Schwangerschaften hatte, ist man verwöhnt. Alles lief immer glatt. Es gab nie einen kritischen Moment. Leider geht man davon aus, es sei immer so. Dann macht der den Ultraschall und wurde sehr ruhig. Er hat klipp und klar gesagt: 'Ihre Tochter hat Triploidie aufgrund des Kopfumfangs, des Ansatzes der Plazenta und des Verhältnisses Kopf-Bauchumfang."

Unter Tränen erklärt sie, was das bedeutet: "Es ist die häufigste Behinderung, durch die es zu Fehlgeburten kommt. Ich war so geschockt. Ich guckte auf diesen Bildschirm, sah, wie sie sich bewegt, nach der Nabelschnur greift, mit ihren Füßen spielt. Während er gesagt hat, sie hat eine Behinderung, habe ich mir die ganze Zeit überlegt: Hoffentlich sagt er, dass sie überlebensfähig ist." In diesem Moment sei ihr klar geworden: "Wir haben Hilfe, wir haben Geld, wir können uns einen Pfleger nach Hause holen. Mir ist das egal, aber ich möchte einfach, dass sie lebt – auch mit Behinderung."

Anna-Maria und Bushido kämpften für ihr Kind

Schließlich holten sie sich von mehreren Ärzten eine Meinung ein. Anna-Maria erläutert: "Einer hat uns angeboten, sie im Mutterleib abtöten zu lassen. Dabei wird eine Nadel direkt in ihr Herz eingeführt. Sie kriegt ein Medikament, man läuft ein bisschen rum, macht nach einer Stunde noch einen Ultraschall und guckt, ob dieses Kind tot ist. Dann nimmt sie ihren Geschwistern keinen Platz weg und auch keine Nährstoffe, die die anderen brauchen." Anna-Maria habe aber nur gedacht: "Nein, das schaffe ich nicht."

Für sie und ihren Mann stand fest: "Wir nehmen sie, egal wie sie kommt." Bushido betonte: "Für uns war die Tatsache klar, dass wir nicht das Leben, die Entwicklung dieses Kindes beenden werden." Mit einer Fruchtwasseruntersuchung wollte Anna-Maria sich dennoch Klarheit verschaffen.

Die Fruchtwasseruntersuchung sei zunächst gut verlaufen. Doch dann der Schock: Anna-Marias Fruchtblase platzte. Sie kam ins Krankenhaus. "Ich weiß nicht, ob jemand schon mal ein Kind im Mutterleib gesehen hat, was ohne Wasser ist", sagt sie über den Zustand des damals ungeborenen Kindes. Und weiter: "Das Schlimmste war, dass mich am nächsten Morgen das Labor angerufen hat und sie mir gesagt haben, dass unsere Tochter komplett gesund ist. Ich habe mich so schlecht gefühlt."

Vorwürfe machte sie sich deshalb, weil sie ihr "gesundes Kind, ihre Geschwister gefährdet" habe, weil sie Klarheit brauchte. Dann die Wende: Das Loch schloss sich. Weiter erzählt Anna-Maria: "Nach drei Wochen ohne Fruchtwasser gehen wir wieder in die Charité und auf einmal war das komplette Fruchtwasser wieder da. Ich dachte mir: Krass, es ist ein Wunder", so Anna-Maria.

Wolfgang Henrich, Klinikdirektor Geburtsmedizin an der Charité Berlin, übernahm den Fall nach der Fruchtwasseruntersuchung. Er schilderte den Zustand letztlich so:

"Es bestand der Verdacht, dass ein Kind kleiner ist, die Extremitäten kürzer und dass eine Chromosomenstörung vorliegt. Wenn bei diesem auffälligen Kind herausgekommen wäre, dass es mit dem Leben nicht vereinbar ist, dann hätte man sich vielleicht von diesem Kind in Anführungsstrichen 'getrennt', was die Chance erhöht hätte, dass die Zwillinge, die dann übrig bleiben, weniger frühgeburtsbelastet sind."

Trotz der positiven Wende sei der Zustand der kleinen Amaya weiterhin besorgniserregend geblieben. Am 11. November 2021 konnte die Familie dann endlich aufatmen: Alle Kinder kamen per Kaiserschnitt gesund zur Welt. Amaya wurde allerdings noch länger im Krankenhaus als die anderen versorgt, sie war mit 44 Zentimetern und 1600 Gramm auch deutlich zierlicher als ihre Geschwister.

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