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Günther Jauch saß schon vielen "Wer wird Millionär?"-Kandidaten gegenüber. Bild: TVNOW / Stefan Gregorowius

Wissen nicht entscheidend – was Jauch bei "Wer wird Millionär?" wirklich beeindruckt

Unzähligen Kandidaten saß Günther Jauch in seiner Karriere als "Wer wird Millionär?"-Moderator bereits gegenüber. Kandidaten, die mit 500 Euro nach Hause gegangen sind, neuen Millionären, den Klugscheißern, den Schüchternen, den Selbstüberschätzenden – die Liste der verschiedenen Typen ist lang. Bei einigen Ratestuhl-Erklimmern hat man sofort das Gefühl, hier passt die Chemie, bei anderen wiederum gar nicht.

Auch "Wer wird Millionär?"-Gewinner Leon Windscheid weiß, wie wichtig die richtige Chemie mit dem Moderator für den Erfolg ist. Im Gespräch mit dem Magazin des Instituts Staufenbiel riet er, "immer authentisch zu bleiben. Auch, wenn man mal daneben liegt oder sich blamiert".

Nun hat die "WWM"-Legende Jauch selbst verraten, welche Kandidaten ihm besonders sympathisch sind und bei welchen Typen er hingegen die Lust verliert.

So punkten Kandidaten bei Günther Jauch

"Die spannendsten Kandidaten sind die, die reinkommen und man denkt, 'ach herrje, was ist denn das für einer oder für eine?' Die vielleicht auch am Anfang mit zusammengekniffenen Lippen dasitzen und man denkt, 'naja, was soll da noch kommen?'", sagt Günther Jauch im Gespräch mit "rtl.de". Doch wenn dann genau solch ein Kandidat eine positive Wendung vollzieht beeindruckt das den Moderator nachhaltig, wie er weiter erklärt:

"Die dann einen Witz entwickeln, die hintergründig sind, die mir auch Kontra geben, die auf einmal richtig aus sich herausgehen. Und die sich praktisch aus der Schublade, in die ich sie in den ersten Minuten reingesteckt habe, ganz schnell befreit haben. Das finde ich dann immer ziemlich großartig."

"Wer wird Millionär?"-Moderator mag kein überzogenes Selbstbewusstsein

Es gibt allerdings auch die Spezies von Kandidat, die dem 64-Jährigen auf dem Ratestuhl nicht besonders beeindruckt: die Selbstsicheren. Da greift der Moderator auch gerne mal in die fiese Trickkiste. "Dann denke ich, ach, ich glaub, das können wir mal ein bisschen erschüttern, dieses Selbstbewusstsein." Er gesteht: "Daran habe ich natürlich dann auch Freude, so ein bisschen den Laden aufzumischen – in welcher Hinsicht auch immer."

Bei manch einem lässt der Moderator auch Nachsicht walten. Wenn jemand wahnsinnig nervös sei, sehe er es als seinen Job an, "die nicht noch nervöser zu machen". Grundsätzlich würde sich in den ersten zehn Sekunden durchaus abzeichnen, ob er einen Kandidaten sympathisch fände, aber ein abschließendes Urteil würde er in dieser kurzen Zeit noch nicht fällen. Heißt: Wer einen schlechten Start hinlegt, kann Jauch auch im Laufe der Show noch von sich überzeugen.

(jei)

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