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Für "GNTM"-Siegerin Alex Mariah ist Psychotherapie kein Tabu-Thema. Bild: VIPstagram

Alex Mariah offenbart nach "GNTM"-Sieg: Sie ist seit Jahren in Therapie

Am 27. Mai wurde Alex Mariah Peter von Heidi Klum zu "Germany's Next Topmodel" 2021 gekürt – damit ist sie das erste Transgender-Model, das die Show gewonnen hat. Nach ihrem Triumph meldetet sich die 23-Jährige erst einmal nicht ausführlich zu Wort, dann aber ließ sie ihre Follower bei Instagram wissen: "Mir haben bis jetzt einfach die Worte gefehlt. Es war nicht, weil ich mich nicht gefreut habe oder weil ich es nicht wertgeschätzt habe, sondern ich war einfach maßlos überfordert."

Nun ließ Alex bei "VIPstagram" erneut von sich hören und offenbarte dabei etwas, womit viele Fans wohl nicht gerechnet hätten: Seit mehreren Jahren ist sie freiwillig in Therapie, um sich selbst besser kennenzulernen.

"GNTM"-Siegerin spricht offen über ihre Therapie

Im Fernsehen wirkt Alex Mariah enorm ausgeglichen und im Reinen mit sich selbst. Das kommt keineswegs von ungefähr, denn tatsächlich arbeitet das Model seit Längerem aktiv am eigenen inneren Wohlbefinden. So erklärt sie im Interview:

"Ich habe eine jahrelange Therapie hinter mir. Keine erzwungene Therapie, sondern eine, die ich freiwillig gemacht habe – und auch immer noch mache."

Durch die Therapie wollte Alex "nicht nach Antworten" suchen oder einen "Leitfaden" finden. Es ging ihr auch nicht darum, beispielsweise ein bestimmtes Trauma aufzuarbeiten. Vielmehr führt die "GNTM"-Gewinnerin weiter aus: "Für mich war das ein Ort, an dem ich gelernt habe, zu reflektieren, Dinge etwas nüchterner zu betrachten, ein bisschen Emotion rauszunehmen. Und ich glaube, das habe ich da ganz gut gemeistert."

Mittlerweile habe sie "viele, viele Sitzungen" hinter sich. Dennoch möchte Alex die psychologische Therapie fortführen, um die erlangten "Fähigkeiten zu behalten". Jeder Mensch habe Probleme, die sich mit der Zeit verschieben und die teilweise irgendwann auch wieder wegfallen. Dementsprechend habe sich ihre Therapie dann stets den Gegebenheiten angepasst, beschreibt das Model den Prozess näher.

Alex Mariah bricht mit Tabu

Alex Mariah weiß aber auch, dass es hierzulande nicht selbstverständlich ist, offen mit diesem Thema umgehen, was häufig dann negativ auf die Betroffenen zurückfällt. Im Gespräch äußert sie dazu: "Ich glaube, das ist ein Thema das in Deutschland super schwierig ist, weil ganz viele Menschen etwas Negatives mit Therapie konnotieren und da eine Scheu haben, sich Hilfe zu suchen. Und wenn man sich für etwas schämt, gerade wenn es um psychische Gesundheit geht, kann man nicht gut daran arbeiten."

Spätestens mit dem Gewinn von "GNTM" ist der Hype um Alex durch die Decke gegangen, nun wird sie praktisch überall erkannt. "Ich bin gestern nach Ibiza geflogen und mich haben vom Bundespolizisten bis Flugbegleiterin – bis zu anderen Fluggästen alle angesprochen. Das ist schon eine andere Hausnummer und echt überwältigend", meint sie bei "VIPstagram". Womöglich hilft ihr die Therapie jetzt nicht zuletzt auch dabei, den plötzlichen Ruhm richtig einzuordnen und auf dem Boden zu bleiben.

Schließlich gilt das Model-Business ohnehin als besonders hart. Ein starker, ausgeglichener Charakter ist in dieser Branche sicherlich Gold wert. Insoweit kann Alex mit ihrer Entscheidung für die Langzeit-Therapie eigentlich nichts falsch machen, zumal der Erfolg ja offensichtlich ist.

(ju)

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