Bushido und Anna-Maria Ferchichi haben wieder zueinandergefunden.
Bushido und Anna-Maria Ferchichi haben wieder zueinandergefunden.
Bild: Screenshot / Instagram / anna_maria_ferchichi

"Gehe dreimal die Woche zur Therapie": Bushido und Anna-Maria geben ausführliches Interview zu bald erscheinender Doku

08.10.2021, 17:45

Seit Kurzem steht es fest: Am 26. November wird die mit Spannung erwartete Dokumentation "Unzensiert – Bushidos Wahrheit" über Bushido und seine Frau Anna-Maria Ferchichi auf Amazon Prime veröffentlicht. Es handelt sich dabei um eine sechsteilige Serie, in der die Zuschauer einen intimen Einblick in Bushidos Leben bekommen werden, zwei Jahre hat sich das Ehepaar Ferchichi mit Kameras begleiten lassen.

Ein Thema wird darin vermutlich auch das Leben des Rappers und seiner Familie unter Polizeischutz sein. Er, seine Frau und die fünf Kinder seien von seinem ehemaligen Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker bedroht worden. Das ist auch Gegenstand eines aktuell laufenden Verfahrens, in dem Bushido als Zeuge und Nebenkläger gegen Abou-Chaker und drei seiner Brüder aussagt.

Vorab gaben Bushido und seine Ehefrau nun in einem knapp 50-minütigen Interview bei "Bild TV" bereits private Details über ihre Beziehung, ihre Liebesgeschichte und ihre Erziehung der Kinder preis. Anna-Maria ist zudem hochschwanger, sie erwartet eineiige Zwillinge mit dem "Ronin"-Interpreten. Zunächst sollte es aber um die Gesundheit der drei noch ungeborenen Mädchen gehen.

Anna-Maria gibt Entwarnung bezüglich der Drillinge

Ein Blasensprung in der 17. Schwangerschaftswoche sorgte dafür, dass eines der Drillinge in Lebensgefahr schwebte. Doch nun konnte die werdende Dreifach-Mutter Entwarnung geben: "Den Kindern geht es gut, das Blatt hat sich komplett gewendet. Stand jetzt sind alle Babys stabil, versorgt und kommen hoffentlich gesund zur Welt."

Bei der Gelegenheit gestand Bushido ihr ein, wie viel Respekt er vor Anna-Maria habe: "Ich würde um nichts in der Welt mit dir tauschen wollen, aber im Kinder bekommen bist du ja gut."

So harmonisch wie momentan, sei es aber zwischen dem Bühnenstar und Anna-Maria nicht immer in ihrer Beziehung gelaufen. Ehe und Alltag hätte nicht funktioniert, Bushidos Eltern seien in der Zeit gestorben, gleichzeitig wuchs ihre Familie an, nachdem ihre älteste Tochter Aaliyah 2012 zur Welt gekommen ist. "Es ging alles so schnell, wir hatten keine Chance ein Paar zu sein. Wir mochten uns in diesen Jahren nicht", gab die 39-Jährige zu verstehen.

Der Rapper ergänzte dazu: "Ich hatte meine Musikkarriere auch als Ausrede benutzt, war viel unterwegs und ich hatte ständig Stress mit den Behörden." Und auch die Verbindung zu Abou-Chaker sorgte immer wieder für Streitigkeiten und Auseinandersetzungen. Gerade wegen der Gefahr, in die er seine Familie damit gebracht hat, plagen ihn Schuldgefühle:

"Ich habe diese Leute, die Entourage, diese Kultur, die ein Stückweit Hinterwäldlern entspricht, in das Leben meiner Frau und meiner Kinder gebracht. Ich mache mir deswegen selber Vorwürfe."

Bushido und seine Frau näherten sich während Polizeischutz wieder an

Mittlerweile stehen die Ferchichis seit knapp drei Jahren unter Polizeischutz, bei Bushido habe insbesondere kurz zuvor ein Umdenken eingesetzt, nachdem LKA-Beamte bei ihm zu Hause im Kinderzimmer standen. Jetzt würde er nicht einmal mehr falschparken, halte sich penibel an alle Vorschriften und Gesetze.

Der Personenschutz tue der Familie und ihrem Zusammenleben zudem gut: "Durch Polizeischutz und Isolation wurden Anis und ich gezwungen uns miteinander auseinanderzusetzen. Durch die drohende Gefahr haben wir zusammengearbeitet", erinnerte sich Anna-Maria. Sie habe sich nicht von ihm abgewandt, weil er beschlossen habe, sein Leben zugunsten seiner Angehörigen umzukrempeln: "Ich wollte sehen, dass er das schafft, ich wollte ihn nicht alleine lassen – und ich liebe ihn", verdeutlichte sie schließlich.

Rapper nimmt psychologische Hilfe in Anspruch

Wenn es um die Erziehung der Kleinen geht, sei Bushido seitdem immer da und sorge für Ordnung, wenn die Kinder Anna-Maria "auf der Nase herumtanzen". Was beiden ganz wichtig ist: Die Kinder werden nicht angeschrien, schon gar nicht geschlagen.

Anna-Maria betonte schließlich im Gespräch, wie wichtig Mama und Papa für die Kinder seien. Bushido wuchs in seiner Kindheit ohne seinen Vater auf, was ihm noch immer zu schaffen mache: "Ich möchte nicht, dass meine Kinder ohne Vater aufwachsen. Aus mir ist auch was geworden, aber ich bin auch dreimal die Woche in Therapie, dort reden wir viel über meine Jugend. Es ist einfach klar, da hat etwas gefehlt."

Dass er psychologische Hilfe in Anspruch nehmen würde, sei vor einigen Jahren noch undenkbar gewesen, mittlerweile lasse sich Bushido helfen und das wissen auch seine Kinder: "Man geht ganz offen damit um, wofür soll man sich schämen? Vor meinen Kindern, wenn die mich auslachen, weil ich ja doch nicht so cool bin, dann sage ich: 'Passt mal auf, ihr kleinen Hosenscheißer, ich hab euch allen den Arsch abgewischt.' Wir sind eine offene Familie", stellte der 43-Jährige mit einem Grinsen fest.

(cfl)

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