Ines Anioli meldete sich erneut bei Instagram zu Wort.
Ines Anioli meldete sich erneut bei Instagram zu Wort.
Bild: inesanioli/instagram

Ex-Freundin von Luke Mockridge den Tränen nahe: "Sachen stehen im Raum, teilweise Lügen"

01.09.2021, 10:3201.09.2021, 10:43

Vor einigen Tagen äußerte sich Luke Mockridge erstmals zu den Vorwürfen der versuchten Vergewaltigung, die seitens einer Ex-Freundin gegen ihn erhoben werden. Dabei beteuerte er seine Unschuld und erkläre, dass die Staatsanwaltschaft nach einer Anzeige zwar gegen ihn ermittelt hatte, jedoch den Verdacht nicht erhärtet befand und das Verfahren juristisch abgeschlossen sei.

Bei der Ex-Freundin handelt es sich mutmaßlich um die Journalistin Ines Anioli, gleichwohl ihr Name im Video nicht fällt. Sie hatte Monate zuvor in einem Podcast von einer toxischen Beziehung berichtet und in sozialen Netzwerken und TV-Kreisen festigte sich schnell die Vermutung, dass sie damit ihr zurückliegendes Verhältnis mit Mockridge meint. Zudem reagierte sie schnell auf den Clip des Comedian und schrieb: "Dieses Statement. Ich bin überrascht und gleichzeitig auch nicht. Ich bin ungläubig und fassungslos, aber was ich bestimmt nicht mehr bin, ist still."

Kurze später berichtete sie bei Social Media von Hasskommentaren, die sie auf ihre Reaktion hin erreichten: Manche User werfen ihr vor, sich als Opfer zu inszenieren und bezichtigen sie der Lüge. Am Montag teilte sie schließlich eine konkrete Nachricht mit heftigen Beschimpfungen, die sie erhielt, in ihrer Instagram-Story. Per Video äußerte sie sich im Anschluss dann auch noch einmal ausführlicher.

Ines Anioli wendet sich an ihre Follower

"Für alle, die jetzt denken, das ist vielleicht ein Statement auf ein bestimmtes Statement, kleiner Spoiler: nein. Trotzdem liegt mir was auf dem Herzen", erklärt Ines eingangs. Dann erläutert sie auch schon, warum genau sie am Vortag die Hassnachricht geteilt hatte:

"Ich mache das nicht öffentlich, damit ich dafür Mitleid bekomme, sondern weil ich zeigen möchte, was gerade Phase ist und was man sich teilweise anhören muss, wenn man in der Situation steckt, in der ich gerade stecke."
Ines Anioli teilt eine emotionale Botschaft.
Ines Anioli teilt eine emotionale Botschaft.
Bild: inesanioli/instagram

Im Verlauf der Aufnahme stellt die Podcasterin klar, dass es sehr viele User gibt, die sich mit ihr solidarisieren, doch auch aggressive Kommentare gegen sie reißen offenbar nicht ab. Dass die Situation für Unbeteiligte sehr kompliziert ist, ist ihr durchaus bewusst. Ines weiter: "Ich möchte natürlich in keiner Weise sagen, dass das, was ich alles gemacht habe, perfekt war oder dass das der ultimative Weg ist. Den gibt es glaube ich auch nicht und ich weiß, dass es für Außenstehende sehr komplex ist, mit diesem Thema umzugehen."

Dennoch wünscht sich die 34-Jährige generell einen respektvolleren Umgang miteinander. "Viele Sachen stehen im Raum, es sind Bruchteile, es sind teilweise Lügen und damit muss man irgendwie umgehen. Man kann sich auch öffentlich dazu äußern und positionieren, aber wie man das macht, da würde ich mir etwas wünschen, was definitiv zu einer besseren Kommunikation für alle führen könnte", gibt sie zu verstehen.

Ex-Freundin von Mockridge teilt private Einblicke

Schließlich kommt Ines Anioli auf die Zeit zu sprechen, in der "das alles" (vermutlich die von ihr angezeigte mutmaßlich versuchte Vergewaltigung, Anm. d. Red.) passiert ist. "Ich habe mir, als mir das bewusst geworden ist, 24/7 darüber Gedanken gemacht, wie ich das perfekte Opfer bin. Und nicht in dem Sinne, dass jeder mitbekommt, was mir passiert ist, sondern in erster Linie auch, damit es nicht jeder mitbekommt", sagt sie in die Kamera. Das Leben sollte weitergehen, damit sich die Menschen um sie herum "nicht die ganze Zeit Gedanken machen müssen".

In dieser Lebensphase absolvierte Ines gerade ihre erste Comedy-Tour – "in der Phase, in der es mir am beschissensten ging", präzisiert sie. Damals jedoch musste sie sich bereits anhören: "Ines, du kannst nicht die ganze Zeit heulen und dir kann es nicht die ganze Zeit schlecht gehen, weil wenn du das mit der Comedy machen willst, kannst du nicht so sein, wie du jetzt gerade bist." Für ihren Beruf habe sie versucht, sich "zusammenreißen", nahm Therapien in Angriff und ließ sich juristisch beraten.

Nun könne Ines "endlich wieder lachen", doch genau das werde ihr vorgeworfen. Als sie sich am Ende an ihre Follower wendet, ist sie den Tränen nahe und bedankt sich eindringlich mit den Worten: "Ich bin so stolz darauf, dass ich so eine tolle Community habe, die so konstruktiv und mutig kommentiert, auch wenn irgendwie alles scheiße ist."

Kurz nach ihrer jüngsten Stellungnahme am Dienstag wurde übrigens bekannt, dass Luke Mockridge 2022 eine neue Sat.1 Show mit dem Titel "All Together Now" erhält. Dazu äußerte sich Ines bislang noch nicht.

(ju)

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