Pietro Lombardi ist nach einer Social-Media-Auszeit unter anderem mit seinem eigenen Podcast zurück in der Öffentlichkeit.
Pietro Lombardi ist nach einer Social-Media-Auszeit unter anderem mit seinem eigenen Podcast zurück in der Öffentlichkeit.
Bild: imago images / Christoph Hardt

"Ich wusste, Karriere ist jetzt zu Ende": Pietro Lombardi erinnert sich an schlimmen Zwischenfall zurück

08.10.2021, 13:16

Pietro Lombardi feierte seinen Durchbruch 2011 durch die RTL-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" – die damals achte Staffel verließ er als Sieger. Einige Jahre später nahm er sogar neben seinem ehemaligen Mentor Dieter Bohlen hinter dem Jurypult Platz.

Auch auf Social Media hat es der gebürtige Karlsruher zu einiger Berühmtheit gebracht, auf Instagram folgen ihm mittlerweile zwei Millionen Abonnenten, Singles wie "Señorita" oder "Phänomenal" landeten auf Platz eins der Charts.

Seine Kindheit und Jugend war allerdings nicht immer nur von Highlights geprägt. An Verletzungen und sogar Polizeieinsätze nach Schlägereien erinnerte sich der Sänger jetzt mit seinem älteren Bruder Marco in seinem Podcast "Pietro & Friends".

Pietro Lombardi wäre beinahe Profifußballer geworden

"Ich war ein ganz schlimmes Kind, ich war wirklich schwer erziehbar", gab Pietro darin zu und erzählte, dass er früher sehr oft Hausarrest bekam. Einmal, so gibt der 29-Jährige preis, sei er sogar von zu Hause abgehauen, um an einem Fußballturnier in den Sommerferien teilzunehmen: "Und dann hat mein Vater die Tür nicht mehr aufgemacht. Der hat gesagt: 'Egal was du heute machst, du kommst nicht nach Hause'", erklärte er zur strengen Erziehung seiner Eltern.

Gerade das Fußballspielen sei aber vor Pietros Musikkarriere ein vielversprechendes Hobby gewesen: "Wir waren jeden Tag am Fußballspielen, gefühlt. Man hat es gemerkt, dass wir immer besser geworden sind, der Fußball ist immer mehr in den Fokus geraten. Du bist wirklich ein guter Fußballspieler gewesen", lobte Marco ihn im Podcast schließlich und verriet, dass er sogar einen Profivertrag als Torwart so gut wie sicher in der Tasche hatte.

Bei einem Turnier sprang Pietro für einen verletzten Torwart ein und stellte sich als begabter Spieler heraus: "Ich hab gehalten wie ein Weltmeister. Ich hab nur gesehen, wie Trainer nach Trainer zu mir gekommen ist, von AC Mailand, von Hoffenheim, alles." Sogar für das Jugendteam von Liverpool sei ein Angebot gekommen, ergänzte sein Bruder stolz.

Dass Pietro letztlich aber doch kein Kicker geworden ist, begründete er mit einer schlimmen Verletzung, die er sich bei einem Spiel zugezogen hat: "Und ich kann mich noch erinnern, wir haben gegen Weingarten gespielt. Ich laufe in den Strafraum und weiß, ich treffe das Ding. Ich spüre nur noch, wie jemand von hinten kommt und da war es vorbei." Und weiter gab Pietro zum Vorfall preis:

"Ich merke nur diesen Schmerz, ich gucke auf mein Bein und ich sehe, mein Bein ist nicht mehr da, wo es sein sollte. Schien- und Wadenbein gebrochen. Und ich wusste: Okay, die Karriere ist jetzt zu Ende."

Zurückzukommen habe sich nach dem folgenden Krankenhausaufenthalt und einer knapp einjährigen Genesungszeit als unmöglich herausgestellt.

Schlägerei führte zu einem Polizeieinsatz

Anschließend kamen die beiden Brüder auf einen Vorfall auf einer Kirmes zu sprechen, als Pietro 15 oder 16 Jahre alt war: "Ich hatte eine miese Schlägerei. Da kam eine Gruppe, die kam uns dumm und ich wollte immer derjenige sein, der auffällig ist. Dann haben wir uns ein bisschen geschlagen und alle meine Jungs sind abgehauen."

Letztlich mussten Pietro seine Eltern vom Polizeipräsidium abholen, er sei der einzige gewesen, der von den Beamten seinerzeit festgenommen worden ist. Auch Bemühungen seines damals schon 18-jährigen Bruders seien gescheitert, ihn statt seiner Eltern abzuholen.

"Wir wussten genau, unsere Mutter wird so streng sein", sagte Marco dazu noch – und so sollte es schließlich auch kommen, die Strafe für Pietro fiel hart aus, so der Bühnenstar: "Dann kamen meine Eltern. Mein Vater kommt und sagt nur, komm rein. Ich gehe komme rein ins Auto und dann ging's los. Wieder ein Router weg, einen Monat. Hausarrest, ich wollte ausziehen. Ich wusste, ich bin am Arsch jetzt."

Pietros Bruder will an beliebtem RTL-Format teilnehmen

All die Probleme gerieten allerdings dann in Vergessenheit, als es Pietro bei "DSDS" von einer Casting-Runde in die nächste schaffte und am Ende gewann. Seine Familie und seine Freunde seien jede Woche ins Studio angereist, um ihn zu unterstützten. Nicht ganz uneigennützig war das immerhin auch für Marco. Pietro erinnerte sich weiter: "Und dann hast du dir jemanden geschnappt von 'DSDS', für einen Monat." Um welche der Kandidatinnen es sich handelte, verriet er jedoch nicht. Sein Angehöriger erwiderte lediglich: "Wenn man schon mal die Möglichkeit hat, greift man halt zu."

Nun wolle Marco allerdings auch demnächst am liebsten ins TV. 23.400 Follower hat er bereits zusammen, auf Instagram schreibt er vorfreudig: "Nächstes Ziel: TV-Show". Bisherige Angebote, die es durchaus gegeben hätte, habe er stets abgelehnt. Nun sei aber auch klar, wo es Fernseh-technisch hingehen soll: "Ab in den Dschungel mit dir!", forderte ihn Pietro auf und der stimmte zu: "Das wäre das perfekte Format für mich. Ich habe schon mal Maden gegessen."

Das Fazit von Pietro zur Fernsehkarriere seines Bruders fiel schließlich sehr wohlwollend in seinem Podcast aus: "Mein Bruder wird in fünf, sechs Jahren ein absoluter Fernsehstar. Der hat das Potenzial." Bleibt abzuwarten, ob er seinen großen Auftritt im Dschungelcamp 2022 schon bekommt, zumindest ließ RTL durchblicken, dass es im kommenden Jahr in Südafrika statt in Australien stattfinden soll.

(cfl)

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