Bushido und Anna-Maria Ferchichi leben mittlerweile in Dubai.
Bushido und Anna-Maria Ferchichi leben mittlerweile in Dubai.Bild: Instagram/ Bushido
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Anna-Maria Ferchichi äußert sich zur brisanten Tonaufnahme: "Bin empört über so eine Dreistigkeit"

10.11.2022, 19:02

Der Prozess gegen Arafat Abou-Chaker und drei seiner Brüder geht in jedem Fall bis zum 23. Januar 2023. Zuletzt sagte Rapper Bushido aus und stellte sich den Fragen der Verteidiger. Dabei ging es auch um die brisante Tonaufnahme, über die zuerst der "Stern" berichtete. Die Audiodatei soll einen anderen Verlauf von dem Treffen im Januar 2018 zeichnen, bei dem der Rapper eingesperrt, geschlagen und mit einer Wasserflasche beworfen worden sein soll.

Vor Gericht betonte Bushido, dass das, was zu hören sei, durcheinander gehen würde. Vieles fehle komplett. Sein Anwalt Steffen Tzschoppe sagte darüber hinaus, die Tonaufnahme sei "nicht das, was am 18. Januar 2018 tatsächlich passiert ist". Demnach sei die Datei möglicherweise eine Mischung aus Aufnahmen von zwei verschiedenen Treffen. In der vierten Folge der RTL-Plus-Doku "Bushido – Reset" spricht der 44-Jährige über den Moment, als er von der Tonaufnahme erfuhr.

Bushido spricht über den Moment, als er die Aufnahme hört

In der Doku kommt zu dem Fall Gerichtssprecherin Lisa Jani zu Wort. Sie erklärt: "Es soll dieses Geschehen wiedergeben. Es geht da um einen Gesprächsmitschnitt zwischen dem Nebenkläger Bushido und dem Hauptangeklagten Arafat A. Diese Datei ist in dem Verfahren umstritten, weil der Nebenkläger zum Beispiel sagt, dieses Gespräch habe so nicht stattgefunden, diese Datei sei nachträglich bearbeitet worden." Und weiter:

"Das Gericht hat sich jetzt schon sehr ausgiebig mit dieser Datei beschäftigt und beabsichtigt demnächst einen Sachverständigen daran zu setzen, der diese Datei auf ihre Echtheit hin überprüft."
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Bushido sagte an 28 Verhandlungstagen aus.Bild: imago images/Olaf Wagner

Bisher gibt es dazu noch keine Antwort. Steffen Tzschoppe meint in der Doku über die Aufnahme Folgendes: "Ich habe mir gedacht, den Scheiß hörst du dir erstmal an. Ich glaube, nach 30 Sekunden habe ich die Kopfhörer runtergenommen und gelacht." Als der Rapper mit seinem Anwalt über die Aufnahme spricht, sagt er: "Bullshit, nein, das war nicht der 18." Tzschoppe betont: "Ich weiß, dass ich mit dem Mandanten lange reden musste, bis er sich überhaupt bereit erklärt hat, sich diesen Scheiß anzuhören. Dann haben wir viele Stunden zusammengesessen und uns das angehört."

Schließlich wird ein Gespräch zwischen Bushido und Arafat abgespielt. Auch Veysel K. ist dort später zu hören. Er gilt als wichtiger Zeuge in dem Prozess, da er zumindest teilweise an besagtem Tag dabei gewesen sei. Bushido meint jetzt dazu:

"Es gab dann einen Moment, da habe ich wirklich gemerkt, dass ich sehr unruhig geworden bin und mir beim Sitzen die Augen zuhalten musste. Das war, als Veysel kam. Ich hatte immer noch das Gefühl, das hätte auch der 21. Dezember sein können, hätte auch der 7. Dezember sein können. Ich war mir nicht sicher, ob das alles vom 18. ist. Das hat jetzt für mich einen Wiedererkennungswert, dass das auf jeden Fall der 18. war."

Bushido gibt somit an, diese Frequenz erkannt zu haben. Andere Passagen, wie beispielsweise ein Gespräch mit der Sekretärin, soll es an diesem Tag nicht gegeben haben.

Anna-Maria zweifelt nicht an Bushidos Glaubwürdigkeit

Bushido selbst gibt an, dass er mal "ein, zwei Sekunden wirklich kurz überlegt habe" über seine Version der Geschichte. Laut ihm war er viereinhalb bei Arafat Abou-Chaker. Die Tonbandaufnahme ist aber nur knapp zwei Stunden lang. Deshalb habe sich Bushido gefragt: "Kann es wirklich sein, dass du um halb acht nach Hause gegangen bist? Kann es wirklich sein?" Mit Blick auf seine Zweifel erklärt Bushido: "Ich meinte: 'Anna-Maria, kann es vielleicht wirklich sein, dass ich mich geirrt habe?'" Seine Frau habe ihm allerdings gleich versichert, dass es nicht so sein könne. "Ich habe nicht gezweifelt", stellt die 40-Jährige klar.

Auf Abou-Chaker bezogen erklärt sie, dass sie empört sei über die Dreistigkeit. Gehe es nach ihr, mache es keinen Sinn, dass die Gegenseite diese Tonaufnahme im mittlerweile zwei Jahre andauernden Prozess so lange zurückhalten würde:

"Ich bin empört über so eine Dreistigkeit, so eine plumpe, dumme Dreistigkeit.

Anna-Maria fügt hinzu: "Die sind so genervt, wenn sie da auftreten. Wenn sich nur einer einen Gerichtstag sparen kann, dann hätte er es in Kauf genommen. All diese Dinge gingen mir sofort durch den Kopf." Darüber hinaus sagt sie: "Es fühlt sich an, als ob sich das Blatt ganz kurz gewendet hat, aber ich wusste, dass wir recht haben. Wenn du weißt, du hast etwas nicht gemacht, du hast auch nicht gelogen, dann kriegt man keine richtige Panik."

In jedem Fall könne man nicht mehr machen, als die Wahrheit zu sagen. Sie habe mittlerweile komplett losgelassen, "was diese Arafat-Sache betrifft". "Mich interessiert es nicht mehr, ich verfolge das nicht. Er ist mir egal, ich will nichts mehr damit zu tun haben. Ich will das einfach hinter mir lassen", betont Anna-Maria.

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