Tom und Bill Kaulitz haben gerade erst die zweite Staffel ihres Podcastes "Kaulitz Hills" gestartet.
Tom und Bill Kaulitz haben gerade erst die zweite Staffel ihres Podcastes "Kaulitz Hills" gestartet.Bild: dpa / Gerald Matzka

Tom Kaulitz erinnert sich: Für mehr Freizeit sei er unhöflich an Flughäfen gewesen – "Bin auch handgreiflich geworden"

07.11.2021, 16:34

Bill und Tom Kaulitz sind seit nunmehr über 15 Jahren in der Band Tokio Hotel aktiv – und reisen seit ihrer Jugend regelmäßig für Konzerte und andere Verpflichtungen um den Erdball. Spätestens, seit die Zwillinge in Los Angeles wohnen, müssen sie mehrmals im Jahr Langstreckenflüge und anschließende Zollkontrollen hinnehmen.

Kürzlich ging es für die beiden und Toms Ehefrau Heidi Klum wieder für einige Termine nach Deutschland, unter anderem für Promo-Events nach Berlin. Nun sind die drei wieder zurück in ihrer Wahlheimat L.A. und wurden ein weiteres Mal von Zollbeamten genauer unter die Lupe genommen.

Während die Kaulitz-Brüder heute einfach genervt sind von den Kontrollen, habe Tom die Situation in der Vergangenheit oft ausgereizt und habe die Beamten provoziert – und das alles nicht ohne eigennützige Hintergedanken, wie er sich jetzt zusammen mit seinem Bruder Bill in ihrem gemeinsamen Podcast erinnerte.

Tom Kaulitz erzählt, mit welchen Mitteln er an mehr Freizeit gekommen ist

In "Kaulitz Hills – Senf aus Hollywood" besprechen die beiden 32-Jährigen immer Erlebnisse aus der vergangenen Woche. Ein Gesprächsthema war dabei natürlich die Flugreise zurück in die USA, bei der es wieder Turbulenzen gegeben habe, unter denen Heidi stets leide. Dieses Mal habe Tom sie auch schlecht trösten können, so wie er es sonst immer macht, denn er sei von den Terminen in Berlin vollkommen erschöpft und übernächtigt gewesen.

Umso nerviger sei es schließlich auch gewesen, als Bill, Tom und Heidi nach elf Stunden Flug vom Zoll herausgezogen und gescannt wurden. "Da wirst du natürlich total diskriminiert, von den Beamten in L.A., das hasse ich wie die Pest", beschwerte sich Bill sogleich im Podcast. Der Grund für die genauen Kontrollen sei das Aussehen der Kaulitz-Zwillinge: "Gitarre, lange Haare, Tattoos, Nasenring und die denken dann, sofort erstmal rausziehen."

Tom fügte hinzu: "Wir wurden rausgezogen und da warst du nicht so nett. Ich war relativ nett, weil ich bin immer im Zwiespalt: Bist du unfreundlich, dann dauert es noch länger." Und weiter: "Ich denke mir immer, komm, die sind zwar immer nervig, aber dann beantwortest du ein, zwei Fragen und dann geht es schneller, als wenn du jetzt noch angepisst bist. Habe ich in meiner Jugendzeit gelernt." Und zu dieser Zeit sei es immer besonders rund gegangen, wie Bill sich sofort wieder über seinen Bruder erinnerte:

"Du wurdest ja früher auf ein extra Revier mitgenommen, von Listen gebannt und dann hattest du Flugverbot bei vielen Airlines."

Der Gitarrist deutete dazu an: "Ich bin auch handgreiflich geworden damals." Er habe es aber auch darauf angelegt, dass die Einreise nicht klappt. Denn das bedeutete mehr Freizeit. "Ich wollte auch teilweise nicht in die Länder rein. Wenn ihr mich nicht reinlasst, dann kann ich nicht arbeiten, dann fahre ich wieder nach Hause. Ist auch okay", sagte Tom über seine fragwürdig erkämpfte Konzert-Auszeit. Was genau er mit den angesprochenen Handgreiflichkeiten meinte, führte der Musiker jedoch nicht weiter aus.

Bill erinnert sich an unangenehme Fan-Situation in Berlin

Auch Bill machte eine unschöne Erfahrung, allerdings noch vor ihrem Abflug in die USA. Bei einem Abend in der Bar Paris, wo er den Designer Wolfgang Joop getroffen hatte, sei es auch zu einer unangenehmen Begegnung mit einem weiblichen Fan gekommen: "Die war so übergriffig, diese Frau. Es hat nur noch gefehlt, dass sie mich küsst. Die hat mich so mit ihrer Geschichte überfallen", klagte Bill.

Während Tom daraufhin meinte, dass er "schon wieder ausfällig" geworden wäre, erklärte Bill, dass er zunächst sehr geduldig gewesen sei: "Als ich schon gesessen habe und mein Essen hatte, kam die Frau immer wieder zu mir und versuchte mich wegzuziehen. Die laberte mich schon seit zehn Minuten voll, während ich mit meinen Freunden beim Essen saß."

Das Ganze sei damit geendet, dass "der halbe Laden Fotos und Autogramme haben wollte" – und er kurzzeitig nach draußen geflohen sei. Auch dorthin sei der Fan ihm gefolgt. Letztlich habe er der Frau sagen müssen, dass er Zeit mit seinen Freunden genießen wolle, die er nicht so oft sieht. Das habe schließlich gefruchtet.

Wohl umso besser für das Nervenkostüm von Bill und Tom, dass sie in Los Angeles sehr viel weniger oft erkannt werden – das war vor einigen Jahren auch der Grund für ihren Umzug.

(cfl)

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