Herzogin Meghan hat vor Gericht einen Sieg gegen einen britischen Verlag errungen.
Herzogin Meghan hat vor Gericht einen Sieg gegen einen britischen Verlag errungen.Bild: IMAGO / i Images

Streit mit Boulevard-Zeitung: Jetzt hat Meghan Recht bekommen

12.02.2021, 12:3012.02.2021, 12:29

Im Rechtsstreit mit einem britischen Verlagshaus hat Herzogin Meghan einen Sieg errungen. Am High Court in London sprach am Donnerstag ein Gericht die Boulevardzeitung "Mail on Sunday" schuldig, das Persönlichkeitsrecht der Herzogin missachtet zu haben. Ein Hauptverfahren mit Zeugenaussagen ist damit abgewendet worden.

Auslöser des Rechtsstreits war ein Brief, den Meghan an ihren Vater Thomas Markle schickte. "Mail on Sunday" veröffentlichte Teile des Briefes, sodass die 39-Jährige gegen den Verlag klagte. Seit Meghan in die britische Königsfamilie hineingeheiratet hat, versucht sie ihr Privatleben vor der Öffentlichkeit zu schützen. Intentionen wie diese spielten auch eine Rolle, als Meghan zusammen mit Prinz Harry beschloss, die Insel zu verlassen. Heute leben die Royals mit ihrem Sohn Archie in Kalifornien.

Verlag schuldig – Urteilsverkündung steht noch aus

Das Urteil für den Verlag der Zeitung "Mail on Sunday" steht noch aus. In der Begründung für den Schuldspruch steht unter anderem: "Die Klägerin hatte die nachvollziehbare Erwartung, dass die Inhalte des Briefes privat bleiben würden". Die Frage, die das Gericht noch klären muss, ist, ob Meghan das alleinige Urheberrecht an dem Brief besitzt. Die Presseabteilung des Palasts habe diesen nämlich zuvor redigiert. Die Frage beeinflusst in erster Linie die Höhe des Schadensersatzes, der Meghan nach der Urteilsverkündung zusteht.

Das Gerichtsverfahren war für Meghan das genaue Gegenteil von dem, was sie erreichen wollte. Der Grund: Öffentlich wurde der Streit der Herzogin mit ihrem Vater dargelegt. Nach eigenen Angaben habe Meghan in dem Brief mit ihrem Vater sich aussprechen wollen. Vor Gericht hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme von Thomas Markle jedoch: "In dem Brief stand nicht, dass sie mich liebt. Nicht einmal wie es mir geht, wurde darin gefragt. Keine Sorge über die Tatsache, dass ich einen Herzinfarkt erlitten hatte, kam darin zum Ausdruck und keine Fragen zu meiner Gesundheit".

Er ist sich sicher, dass die ehemalige Schauspielerin mit dem Brief keine neue Beziehung aufbauen wollte, sondern eher das bestehende Verhältnis zu ihrem Vater aufkündigen wollte. Er war derjenige, der der "Mail on Sunday" den Brief hat zukommen lassen.

Meghan seit Hochzeit im Streit mit ihrem Vater

Meghan und ihr Vater haben seit der Hochzeit von Prinz Harry Streit. Zu der prunkvollen Zeremonie im Frühjahr 2018 war Thomas Markle gar nicht erschienen, offiziell aus gesundheitlichen Gründen. Die Beziehung war in der Folge von mehreren Rückschlägen geprägt. Den Brief habe er der Presse gegeben, um sein öffentliches Image wieder aufzubessern.

Harry und Meghan machen Thomas Markle aber keine großen Vorwürfe. Aus der Sicht der Royals ist es vielmehr die Schuld der Medien, dass der Streit zwischen Meghan und ihrem Vater erst entfachen konnte. In einer Stellungnahme von Meghans Anwalt hieß es zu diesem Thema, Thomas Markle sei belästigt, ausgenutzt, manipuliert und erniedrigt worden. Meghans Vater sorgte in den letzten Jahren mehrfach für Ärger im Königshaus.

(vdv)

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