FILE - In this March 9, 2020, file photo, Britain's Harry and Meghan the Duke and Duchess of Sussex arrive to attend the annual Commonwealth Day service at Westminster Abbey in London. Almost as soon as Meghan and Prince Harry's interview with Oprah Winfrey aired, many were quick to deny Meghan’s allegations of racism on social media. Many say it was painful to watch Meghan’s experiences with racism invalidated by the royal family, members of the media and the public, offering up yet another example of a Black woman’s experience being disregarded and denied.  (AP Photo/Kirsty Wigglesworth, File)

Die Heiratsurkunde von Meghan und Harry belegt nun, wann die beiden wirklich geheiratet haben. Bild: ap / Kirsty Wigglesworth

Royal-Dokument widerlegt Meghan-Aussage: Jetzt rudert sie öffentlich selbst zurück

Das große Interview mit Harry und Meghan bei Oprah Winfrey beschäftigt nach wie vor die Öffentlichkeit. Vor allem die Herzogin sorgte mit mehreren Aussagen für Aufruhr – unter anderem enthüllte sie, dass Harry und sie in Wahrheit bereits drei Tage vor ihrer öffentlichen Trauung in ihrem "Garten" geheiratet hätten. Lediglich die beiden sowie der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, hätten an der privaten Zeremonie teilgenommen.

Bei vielen Experten sowie auch der Church of England sorgte diese Einlassung erst einmal für Unglauben, erhebliche Zweifel an der Rechtskraft dieser Trauung wurden geäußert. So bekundete etwa der Pfarrer von Newcastle gegenüber der "Daily Mail", dass ein solches Prozedere nicht den Statuten der englischen Kirche entspreche.

Nun hat "The Sun" die offizielle Heiratsurkunde des Paares veröffentlicht. Daraus geht hervor: Meghan hat im Oprah-Interview tatsächlich nicht die Wahrheit gesagt.

Meghan-Aussage durch Urkunde widerlegt

Wie das Dokument belegt, sind Harry und Meghan seit dem 19. Mai 2018 Mann und Frau, also dem Tag der öffentlichen Zeremonie. Stephen Borton, der ehemalige Leiter des Fakultätsbüros, klärt zudem in dem Bericht auf:

"Es tut mir leid, aber Meghan ist offenbar verwirrt und in jedem Fall falsch informiert. Sie haben nicht drei Tage zuvor beim Erzbischof von Canterbury geheiratet."

FILE - This image provided by Harpo Productions shows Prince Harry, from left, and Meghan, Duchess of Sussex, in conversation with Oprah Winfrey. Almost as soon as the interview aired, many were quick to deny Meghan’s allegations of racism on social media. Many say it was painful to watch Meghan's experiences with racism invalidated by the royal family, members of the media and the public, offering up yet another example of a Black woman's experience being disregarded and denied. (Joe Pugliese/Harpo Productions via AP, File)

Harry und Meghan beim Interview mit Oprah Winfrey. Bild: ap / Joe Pugliese

Borton führt weiter aus, dass die formalen Voraussetzungen für eine Trauung bei der vorausgehenden privaten Zusammenkunft nicht erfüllt waren und meint: "Sie hätten auf dem Gelände des Nottingham Cottage nicht heiraten können, da es kein autorisierter Veranstaltungsort ist und nicht genügend Zeugen dabei waren." Drei anwesende Personen seien definitiv zu wenig.

Angebliche Hochzeit nur eine Probe?

Doch was genau hat sich drei Tage vor dem großen Event abgespielt? Hierzu spekuliert er: Ich vermute, dass sie einfach Gelübde ausgetauscht haben, die sie vielleicht selbst geschrieben hatten, und die vor dem Erzbischof gesagt wurden. Wahrscheinlicher ist aber, dass es schlicht eine Probe war."

Welchen Nachweis Meghan auch immer über das Gelübde besitze, sei demnach jedenfalls kein authentisches Zertifikat, stellt Borton klar.

Mark Edwards, der Pfarrer von Newcastle, hatte schon vor der jetzigen Veröffentlichung der Urkunde versucht, die Situation zu klären und verkündete der "Daily Mail": "Der Erzbischof hatte ein privates Gespräch mit den beiden in ihrem Garten über ihre Hochzeit, aber ich kann Ihnen versichern, dass es keine Hochzeit vor der im Fernsehen übertragenen gegeben hat."

Überhaupt führe Erzbischof Welby "keine privaten Trauungen durch", doch Meghan als Amerikanerin "versteht das nicht", stichelte Edwards. Welby persönlich nahm zu der ganzen Angelegenheit übrigens nicht Stellung.

Meghan nimmt Interview-Aussage zurück

Jetzt nehmen auch Meghan und Harry Stellung zu ihrer Behauptung und gestehen ihre Lüge bezüglich der privaten Hochzeit ein. Offenbar ist der Druck der Öffentlichkeit und auch die Beweislast erdrückend geworden, sodass sich die beiden Ex-Royals nun doch zu Wort melden. Über einen Sprecher ließ das Paar ein Statement gegenüber dem Magazin "Today" verlauten. In diesem Statement nehmen sie ihre Aussage aus dem Oprah-Interview zurück.

Es habe eine private Zeremonie gegeben, eine richtige Hochzeit sei dies jedoch nicht gewesen, heißt es in dem Statement des Paares. Sie hätten "privat ein paar Tage vor ihrer offiziellen Hochzeit am 19. Mai persönliche Gelübde ausgeschaut", erklären Meghan und Harry in dem Magazin.

Da Meghans Aussage bezüglich der Trauung im Oprah-Interview nun widerlegt ist, könnte sich das öffentliche Bild von Harry und ihr weiter verschieben. Das Marktforschungsunternehmen "You Gov" enthüllte erst neulich, dass nur 31 Prozent der Briten Meghan gegenüber jetzt positiv gestimmt sind. Zu Harry hat immerhin noch 45 Prozent der Bevölkerung eine positive Meinung.

(ju)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Analyse

"Vielleicht drückt Harry mehr auf die Tränendrüse": Adelsexperte zum Prinzenstreit vor Diana-Gedenktag

Am 1. Juli wäre Prinzessin Diana 60 Jahre alt geworden. 1997 starb die Mutter von Prinz William und Prinz Harry jedoch bei einem Autounfall in Paris, nachdem ihr Wagen von Paparazzi verfolgt worden war. Diana zu Ehren wurde an ihrem 60. Geburtstag im Sunken Garden im Kensington-Palast eine Statue enthüllt. Im Beisein der Prinzen Harry und William – was in der derzeitigen Situation der Royal Family für besondere Anspannung sorgte.

Corona-bedingt musste die Gästeliste für die feierliche Zeremonie …

Artikel lesen
Link zum Artikel