LONDON, ENGLAND - DECEMBER 14:  Camilla, Duchess of Cornwall, Prince Charles, Prince of Wales, Prince William, Duke of Cambridge and Prince Harry leave the Grenfell Tower National Memorial Service held at St Paul's Cathedral on December 14, 2017 in London, England. The Royal Family and Prime Minister will join survivors of the Grenfell Tower at the memorial at St Paul's Cathedral for the six-month anniversary which killed 71 people. About 1,500 people are expected to attend the multi-faith service.  (Photo by Chris Jackson/Getty Images)

Charles, William und Harry sollen nach dem Gespräch mit Oprah Winfrey miteinander gesprochen haben. Bild: Getty Images/ Chris Jackson

Nach Enthüllungsinterview: So verlief das erste Gespräch zwischen Harry und seiner Familie

Das zweistündige Gespräch zwischen Harry, Meghan und Talkskow-Legende Oprah Winfrey sorgte weltweit für ein Beben. In dem brisanten Interview erhob das Paar schwere Vorwürfe gegen die Königsfamilie und beklagte mangelnde Unterstützung von den Royals. Harry zeigte sich enttäuscht über seinen Vater Prinz Charles. Er fühle sich von ihm "wirklich im Stich gelassen". Sein älterer Bruder William und Charles seien im königlichen System "gefangen".

Die einstige "Suits"-Darstellerin sei zudem durch die negative Dauerberichterstattung in eine schwere psychische Krise gestürzt worden. "Ich wollte einfach nicht mehr leben. Und das war ein sehr klarer, realer und beängstigender ständiger Gedanke", so die 39-Jährige. Darüber hinaus gab es Rassismusvorwürfe gegen die Royals. Meghan berichtete, dass es während ihrer Schwangerschaft mit Archie Gespräche darüber gegeben habe, wie "dunkel" die Haut ihres Kindes wohl sein würde.

Die Queen sagte in einem Statement, sie sei "traurig" über Meghans und Harrys Kummer und die aufgeworfenen Fragen, "insbesondere die, die sich auf Rassismus beziehen", seien "besorgniserregend". Britische Medien werteten dies als Versöhnungsgeste trotz teils verschiedener Sichtweisen. Prinz William meinte vor rund einer Woche bei einem Besuch in einer Londoner Schule: "Wir sind keine rassistische Familie." Mit seinem Bruder habe er bisher noch nicht gesprochen. Nun wurde allerdings bekannt, dass dies mittlerweile nachgeholt wurde.

ARCHIV - 16.02.2021, USA, ---: HANDOUT - US-Moderatorin Oprah Winfrey (r) spricht bei einem Interview mit Prinz Harry von Großbritannien und seiner Ehefrau Herzogin Meghan. (Wiederholung mit verändertem Bildausschnitt) Foto: Joe Pugliese/Harpo Productions/PA Media/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++

Harry, Meghan und Oprah sind hier bei dem Interview zu sehen. Bild: Joe Pugliese/Harpo Productions/PA Media/dpa

Das denkt Harry nach dem Gespräch mit William und Charles

US-Moderatorin Gayle King, die auch mit Harry und Meghan befreundet ist, sagte dem Sender CBS jetzt, dass der Prinz nach dem Interview mit seinem Vater Charles und seinem Bruder William telefoniert habe. Laut ihres Statements seien die Gespräche allerdings "nicht produktiv" gewesen. Die Beteiligten seien aber froh, dass überhaupt wieder ein Gespräch in Gang gekommen sei.

King erklärte weiter, dass Meghan und Harry frustriert darüber seien, dass das Thema Rassismus in der Königsfamilie seit dem Interview die Schlagzeilen bestimmt. Den beiden sei es nämlich eigentlich darum gegangen, "dass die Royals eingreifen und den Medien sagen, dass sie mit diesen unfairen, ungenauen, falschen Geschichten aufhören sollen, denen definitiv eine rassistische Betrachtungsweise zugrunde liegt". Sie betonte auch, Meghan habe Dokumente, um alle ihre Aussagen bei Oprah zu beweisen.

Von welchem Royal die Aussagen bezüglich der Hautfarbe von Baby Archie stammten, wurde im Talk mit Oprah nicht enthüllt. "Das wäre sehr schädlich für die betreffende Person", sagte lediglich Meghan. Auch Harry wollte dazu nichts sagen und meinte: "Dieses Gespräch werde ich niemals öffentlich machen. Es war ein sehr unangenehmes Gespräch und ich war geschockt." Nur Queen Elizabeth II. und ihr Mann Prinz Philip wurden später ausdrücklich ausgenommen.

(iger)

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