17.04.2021, Gro

Prinz Harry bei der Trauerzeremonie für seinen verstorbenen Großvater Prinz Philip. Bild: dpa / Victoria Jones

Vor Trauerfeier von Prinz Philip: Harry "geschockt" davon, wie er in England empfangen wurde

Über ein Jahr ist es bereits her, dass Meghan und Prinz Harry Großbritannien den Rücken gekehrt haben und in die USA gezogen sind. Unter anderem wegen der Corona-Pandemie und persönlichen Differenzen seien die beiden über ein Jahr nicht zurückgekehrt. Als Prinz Philip im April mit 99 Jahren verstorben ist, erschien Harry jedoch zur Trauerfeier. Herzlich empfangen sei er von seiner Familie allerdings ganz und gar nicht.

Ein wichtiger Grund dafür: Harry und seine Frau gaben der Talk-Legende Oprah Winfrey ein im März erstmals ausgestrahltes Interview, in dem die beiden die Royals stark kritisierten. So sprach Meghan unter anderem davon, keine Unterstützung erfahren zu haben, als sie mit psychischen Problemen und sogar Selbstmordgedanken zu kämpfen hatte.

Noch dazu kam durch das Gespräch ein Rassismus-Eklat ins Rollen, indem die ehemalige Schauspielerin erzählte, dass vor der Geburt ihres ersten Kindes ein Königshausmitglied über seine Hautfarbe spekuliert hatte. Den Namen der betreffenden Person nannten weder Meghan noch Harry, zu schädigend wäre das für sie. Feststand vor Harrys Ankunft jedenfalls schon mal, dass das Oprah-Interview nicht die beste Ausgangslage für ein Familienwiedersehen sein würde.

Nichtsdestotrotz schienen Harry, William und Kate nach der Trauerzeremonie für Philip wieder wortwörtlich aufeinander zuzugehen, TV-Kameras fingen ein, wie alle drei miteinander sprachen. Angeblich fungierte Kate bei als Friedensstifterin. Hinter den Palastmauern sei es allerdings sehr viel frostiger zugegangen, wie der Royal-Experte Russell Myers im Interview mit "talkRADIO" schilderte.

Harry soll eisiger Empfang schockiert haben

Im Nachhinein soll Harry nun nicht gefallen haben, wie er in London von seinen Angehörigen empfangen worden sei. Myers erklärte dazu: "Ich habe gelesen, dass einige Mitglieder der königlichen Familie ihn buchstäblich ignoriert und nicht einmal mit ihm gesprochen haben sollen."

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Prinz Harry reiste noch vor dem Geburtstag seiner Großmutter wieder ab. Bild: dpa / Yui Mok

Unter anderem sei kein Gespräch mit seiner Tante Prinzessin Anne zustande gekommen, angeblich, weil sie diejenige gewesen sein soll, die sich rassistisch über seinen damals noch ungeborenen Sohn geäußert haben soll.

Spurlos sei das Wiedersehen zumindest nicht an ihm vorbeigegangen, sodass der nächste Termin, zu dem er in seine Heimat reisen wollte, mittlerweile auf der Kippe stehen soll. Am 1. Juli wird eine Statue seiner verstorbenen Mutter Prinzessin Diana im Sunken Garden im Kensington-Palast enthüllt und eingeweiht werden. An diesem Tag wäre Diana 60 Jahre alt geworden. Der Adelsexperte äußerte dazu nun:

"Ich denke, er war vielleicht ein wenig schockiert über den kalten Empfang seiner Angehörigen, was nun auch die Frage aufwirft, ob er im Juli zur Enthüllung des Diana-Denkmals zurückkehren wird. Möglich ist es auch, dass er einen Rückzieher macht."

Steht nächster London-Termin für Harry auf der Kippe?

Noch sei er jedoch bereit, die Reise auf sich zu nehmen, viel werde allerdings davon abhängen, "was in der Zwischenzeit passiert". Denn schon die erste London-Reise musste Harry ohne seine Ehefrau antreten. Meghan ist momentan schwanger und auf ärztlichen Rat hin in Kalifornien geblieben.

Sollte der Geburtstermin ihres zweiten Kindes mit dem 1. Juli kollidieren, so könne sich Myers vorstellen, dass Harry die Geburt als "bequeme Ausrede" nutzen könnte, um sich nicht noch einmal innerhalb so kurzer Zeit "seiner Familie stellen zu müssen."

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Meghan und Harry erwarten derzeit ihr zweites Kind – eine Tochter. Bild: dpa / Chris Jackson

In erster Linie sollen es aber Harrys Bruder William und dessen Frau Kate begrüßen, wenn der Wahl-Amerikaner am 1. Juli zur Statue-Enthüllung anwesend sein wird. Nicht nur, weil es sich um ein Denkmal für seine eigene Mutter handelt, sondern auch, weil Harry und William die Statue anlässlich Dianas 20. Todestag in Auftrag gegeben hatten.

Damit handelt es sich bei dem Denkmal um eine der letzten verbliebenen gemeinsamen Initiativen der Brüder nach Harrys Umzug in die USA. Immer wieder heißt es zudem in Medienberichten, dass das Andenken an Diana die Geschwister irgendwann wieder einen könnte.

(cfl)

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