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Tiktok: Brielle Asero bricht nach Arbeitstag in Tränen aus – harte Konsequenzen

Brielle Asero hat mit ihren Aussagen zur Arbeitswelt in den USA für eine hitzige Debatte gesorgt.
Brielle Asero hat mit ihren Aussagen zur Arbeitswelt in den USA für eine hitzige Debatte gesorgt. Bild: tiktok / brielleybelly123
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Gen Z: 21-Jährige sorgt mit Tränen-Clip für heftige Tiktok-Debatte

30.10.2023, 19:4131.10.2023, 10:12
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Während die Boomer-Generation ihre Nachrichten wohl am liebsten aus der traditionellen Zeitung, mitunter auch schon aus der News-App des Vertrauens bezieht, ist für die meisten Unter-30-Jährigen Social Media die größte Nachrichtenquelle.

In den vergangenen zwei Jahren hat sich bei der Generation Z vor allem ein Netzwerk einen besonderen Status erarbeitet. Mehr als 60 Prozent aller Tiktok-User:innen weltweit sind einer Erhebung von start.io zufolge zwischen 18 und 34 Jahre alt. Eine aktuelle Debatte auf Tiktok selbst bezieht sich auf genau jene Generation, schlägt allerdings Wellen über diese hinaus – und die Netzwerke hinweg.

Influencerin klagt über "9 to 5"-Job – mit harten Konsequenzen

Auslöser für die Debatte war ein Video auf dem Account von Brielle Asero. Im Normalfall geht es hier um "outfits of the day", Make-up-Routinen und persönliche Erfahrung mit einer toxischen Ex-Beziehung. Anfang Oktober spricht die 21-Jährige jedoch das Thema Arbeit an und sorgt weltweit für Aufsehen.

"Ich hab einfach Zeit für gar nichts und das stresst mich so sehr", erklärt Asero Mitte Oktober in einem Video. Seit einigen Wochen arbeitet sie in einem New Yorker Unternehmen in Manhattan, wohnt allerdings knapp zwei Stunden Zugfahrt entfernt in New Jersey. "Es ist so monoton und deprimierend, ich verstehe dich so gut", kommentiert eine Nutzerin unter dem Video.

"Wenn ich zur Arbeit laufen könnte, wäre ja alles gut", meint Asero in dem Video mit Tränen in den Augen. Knapp eineinhalb Minuten klagt Asero über die ersten Erfahrungen mit einer 40-Stunden-Woche und das Gefühl, kaum noch Dinge für sich tun zu können. Was viele ihrer knapp 130.000 Follower:innen zunächst als legitime Argumentation unterstützen, endet in einer Diskussion über die Arbeitsmoral der Generation Z.

"Willkommen im realen Leben", kommentiert etwa ein Nutzer bissig auf Tiktok. "Ich habe immer so gearbeitet und da gab es noch kein Handy, Facebook, TikTok. Dafür habe ich mich mit Freunden getroffen", erklärt eine andere Userin. Insgesamt hat das Video von Asero mittlerweile mehr als 2 Millionen Ansichten.

Virales Tiktok löst Debatte über Arbeitsmoral der Gen Z aus

Die 21-Jährige selbst zeigt sich gegenüber dem "Rolling Stone" überrascht von der Debatte, die sie angestoßen hat. Mit dem Video wollte sie lediglich mit ihren Follower:innen in Kontakt treten, die ebenfalls einen Alltag mit langen Arbeitszeiten durchleben. In einem zweiten Video zur US-amerikanischen Arbeitswelt spricht sie die Schwierigkeiten eines "9 to 5"-Jobs angesichts eines zuvor flexiblen Alltags während des Studiums sowie die Schwierigkeiten am Arbeitsmarkt in den USA an.

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"Ich habe wirklich Glück, dass ich einen Job in meinem Bereich gefunden habe, während so viele Absolventen jahrelang suchen müssen", unterstreicht sie im Interview mit dem "Rolling Stone". Für die 21-Jährige ist es der erste Job nach ihrem Marketing-Abschluss im Sommer.

Auf X und Tiktok bekommt die Influencerin nun zahlreiche Hasskommentare, in denen ihr ein privilegiertes Leben und einer ganzen Generation schlechte Arbeitsmoral vorgeworfen wird. "Die meisten Leute, die wütend auf mich sind, lassen nur ihre Wut an mir aus über die Zeit, die sie durch die langen Arbeitszeiten verloren haben", meint Asero.

Tatsächlich erhoffe sie sich durch die Debatte jetzt eine Veränderung der Arbeitswelt. Als Argument nennt die 21-Jährige auch, dass der normale Arbeitsalltag vor allem nach den langen Jahren im Homeoffice für viele junge Menschen besonders ungewohnt sei.

In den USA gelangten Aseros Tiktoks bis in diverse Nachrichtensendungen, etwa des Senders CNN. In Reaktionsvideos auf die Berichterstattung unterstreicht die Influencerin erneut, dass sie sich ihrer Privilegien durchaus bewusst sei. Eine weitere Debatte zu dem Thema empfände sie nichtsdestotrotz als wichtig.

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