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Shindy: Nun hat das Gericht entschieden, ob der Rapper die hohe Geldstrafe zahlen muss. Bild: youtube/ Friends with Money

Kehrtwende bei Shindys Protz-Karren-Prozess: So überraschend fällt das Urteil aus

Rapper Shindy hatte wegen des Musikvideodrehs zu "Affalterbach" mächtig Ärger am Hals. Auch, wenn sich der Song aus dem Jahr 2019 18 Wochen auf Platz drei hielt und Gold-Status erreichte, musste er wegen seiner Spritztour, die im Video zu sehen ist, vor Gericht. Der Grund: Shindy war mit einem Mercedes-Maybach S650 Cabrio, den er in dem Video fuhr, in Stuttgart geblitzt worden. Doch die überhöhte Geschwindigkeit von 22 km/h war nicht das Hauptproblem. Er fuhr mit dem Kennzeichen "DAD DY 1", das so nicht zulässig ist.

Das Gericht setzte für die Spritztour eine hohe Strafe von 175.000 Euro an. Das wären 35 Tagessätze á 5.000 Euro gewesen. Das Amtsgericht ging also davon aus, dass Shindy monatlich 150.000 Euro verdienen würde. Sein Anwalt forderte schon zum Prozessauftakt einen Freispruch. Er sei zu dem Dreh erschienen, weil er davon ausgegangen sei, dass alle Vorkehrungen durch die Produktionsfirma getroffen worden waren. Zudem sei Shindy nur in einigen Aufnahmen wirklich selbst gefahren, überwiegend soll der Maybach auf einem Anhänger transportiert worden sein.

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Shindys Musikvideo: Um dieses Kennzeichen ging es. Bild: youtube/ Friends with Money

Shindy legte Einspruch gegen die Höhe seiner Geldstrafe ein. Trotz Protz-Auftritt vor Gericht – Shindy fuhr mit einem babyblauen Bentley-Cabrio im Wert von rund 300.000 Euro vor und trug einen Louis-Vuitton-Mundschutz – soll sein Einkommen deutlich niedriger als von der Staatsanwaltschaft geschätzt sein. Laut "Bild" habe der Anwalt von Michael Schindler, wie er gebürtig heißt, zudem einen Befangenheitsantrag gegen den Amtsrichter gestellt. Nun hat das Gericht entschieden.

Das zahlt Shindy anstatt der geforderten 175.000 Euro

Shindy legte laut seines Anwalts als Beweislage Verdienstnachweise für 2018 und 2019 vor, die klar machen sollten, dass das vermutete Einkommen zu hoch angesetzt wurde. Zudem sagte sein Anwalt der Zeitung:

"Der Richter erweckt den Eindruck, er habe sich schon vor Abschluss der Beweisaufnahme endgültig auf eine Verurteilung des Angeklagten festgelegt."

Am dritten Verhandlungstag gab es laut der Zeitung nun die Kehrtwende im Prozess. Nachdem Mitarbeiter der Produktionsfirma ausgesagt hatten und mehrere Anträge gestellt wurden, stand fest: Das Verfahren wird gegen eine Geldauflage eingestellt. Sein Verteidiger sagte dazu: "Die Beweisaufnahme hat gezeigt, dass mein Mandant unschuldig ist!" Damit das Verfahren schneller abgewickelt werden könne, habe sich Shindy dazu bereit erklärt, 10.000 Euro an eine Stiftung zu spenden, die Künstler während der Corona-Krise unterstützt.

(iger)

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