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BERLIN, GERMANY - NOVEMBER 16:  Helene Fischer performs on stage during the Bambi Awards 2017 show at Stage Theater on November 16, 2017 in Berlin, Germany.  (Photo by Alexander Koerner/Getty Images)

Helene Fischer: An ihr kommt so schnell kein Künstler vorbei. Bild: Getty Images/ Alexander Koerner

Womit Helene Fischer am meisten verdient

Helene Fischer ist mittlerweile nicht nur im Schlagerolymp die erfolgreichste Sängerin, sogar weltweit schaffte sie es 2018 in die "Forbes"-Liste als eine der zehn bestverdienenden Musikerinnen. In den vergangenen Monaten hat sie sich allerdings rar gemacht. Umso schöner war für ihre Fans nun ihr TV-Comeback bei "Ein Herz für Kinder" und auch in Jauchs Show "Menschen. Bilder- Emotionen" performte sie gleich zwei Songs.

Jetzt erscheint ihr Best-of-Album "Die Helene Fischer Show – Meine schönsten Momente" mit insgesamt 40 Tracks, die bereits in ihrer Weihnachtsshow gesungen wurden. Zeit, um Bilanz zu ziehen und klarzustellen, was wirklich hinter ihrem großen Erfolg steckt.

Helene Fischers Erfolgsrezept

Helenes Album "Farbenspiel" aus dem Jahr 2013 ist das erfolgreichste der letzten zehn Jahre. Es gibt kein anderes, das in Deutschland zwischen 2010 und 2019 öfter verkauft wurde. Insgesamt hielt es sich nicht nur 15 Wochen auf Platz eins, sondern ganze 247 Wochen in den Top 100, holte zwölffach Platin und verkaufte sich über 2,7 Millionen Mal. Rekord!

Bildnummer: 60582178  Datum: 09.10.2013  Copyright: imago/Future Image
Helene Fischer bei einer Autogrammstunde zu ihrer CD Farbenspiel im Real-Markt. Altwarmbüchen, 09.10.2013 Foto:xS.xvanxKampenx/xFuturexImage Entertainment People Musik xsp x0x 2013 quer Sängerin Schlager Musik Autogramm Unterschrfit Unterhaltung Entertainment Prominenz Kultur 

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Helene Fischer hatte hier im Jahr 2013 eine Autogrammstunde anlässlich ihrer damaligen neuen CD "Farbenspiel". Bild: imago images/ Future Image

"Atemlos durch die Nacht" stammt übrigens auch aus dem Jahr 2013. Mit dem Song schaffte sie ein für allemal den Sprung aus der Schlagerecke in den Mainstream. Das Lied erhielt übrigens 2015 eine Diamant-Schallplatte, also die absolute Steigerung der Platin-Schallplatte. Über eine Million Platten hat sie somit mit ihrer Hit-Single verkauft. Zudem schaffte es die Sängerin 2015 mit dem Song den Single-Download-Rekord in Deutschland mit mehr als 852.000 Downloads zu knacken.

Musikgutachter Heiko Maus erklärt watson zur Relevanz von Plattenverkäufen, vor allem im Schlagerbereich, übrigens:

"Deutschland ist neben Japan das einzige Land, in dem Datenträger noch eine Rolle spielen. In anderen Ländern sind Streaming-Dienste und digitale Käufe längst zum Standard geworden. Sogar Vinyl schlägt inzwischen CDs im Verkauf. Schlager-Liebhaber sind eher konservativ und älter, daher ist der Marktanteil bei CDs größer als beispielweise bei elektronischer Musik oder Hip Hop. Aber auch in Deutschland sind die Zahlen rückläufig, 2019 wurden insgesamt nur noch 50 Millionen CDs verkauft. Das entspricht 29 Prozent des Marktanteils. Vom ganzen Musikumsatz sind nur vier Prozent dem Schlager zuzuordnen. Man kann also sagen, dass Plattenverkäufe zunehmend an Bedeutung verlieren.

Das Geschäft mit den Streams

Somit wird auch das Streaming-Geschäft für die Künstler immer wichtiger. Mittlerweile verdienen dort auch die Plattenfirmen kräftig mit. Anfang des Jahres schlossen sich zahlreiche Anwälte und Manager von Musikern wie Helene Fischer gegen die Labels zusammen. Immer wieder sei nämlich der Dienst anfällig für Missbrauch. Zudem sollten die Abrechnungs- und Verteilungsmethoden überprüft werden.

Die "Initiative Fair Share" setzt sich für eine gerechtere Beteiligung von Künstlern an den Streaming-Einnahmen der Musiklabels ein. Es gebe "sogar Hinweise darauf, dass Streamings illegal en bloc gekauft oder mittels sogenannter 'Klick-Maschinen' automatisch generiert werden", so die Initiative. Dies verzerre den Wettbewerb und ziele darauf ab, "ein falsches Bild von der hiesigen Musikkultur zu zeichnen".

Mittlerweile können die Künstler nämlich durch Streams gigantische Summen einstreichen. Wie "Bild" aufzeigte, kam Helene Fischer allein bei Spotify auf eine Gesamtzahl von 168 Millionen Streams. Das Label von Helene Fischer soll dafür schlappe 588.000 Euro kassieren. Doch nicht alles davon geht an die Sängerin selbst. Wenn die 36-Jährige 25 Prozent der Einnahmen bekommt, was dem Bericht zufolge marktüblich sei, würden immerhin noch 147.000 Euro direkt für sie übrig bleiben. Der Musikgutachter erklärt zudem hinsichtlich des Streaminggeschäfts weiter:

"Viel Geld lässt sich mit Plattenverkäufen generell kaum noch verdienen. Streams lohnen sich nur für Künstler, die sehr häufig aufgerufen werden. Bei mehreren Millionen Klicks wird es lukrativ. Die werden bei vielen Musikern in der Schlagerbranche eher nicht erreicht. An Konzerten und weiteren Verträgen, etwa mit Merchandising, Werbung und Lizenzen für die Songplatzierung in Filmen verdienen Interpreten heute am meisten. Deshalb treffen die coronabedingten Auftrittsverbote die ausübenden Musiker besonders hart."

Warum Konzerte immer noch zur Haupteinnahmequelle zählen

Nach wie vor sind demnach allerdings die Konzerte die Haupteinnahmequelle für die Stars. Die Verkäufe von Alben gehen nämlich immer mehr zurück. "Deutschlandfunk Nova" berichtete dazu, dass ein Drittel der Einnahmen für die Eintrittskarten an die Künstler gehen. Aus diesem Grund ist es auch kein Wunder, dass Helene Fischer vor zwei Jahren auf der "Forbes"-Liste der bestverdienenden Musikerinnen der Welt auftauchte. Die "Atemlos"-Interpretin sicherte sich den achten Platz und konnte sogar Britney Spears oder Céline Dion locker überholen.

Das Wirtschaftsmagazin gab übrigens an, dass der Großteil von Helenes Einnahmen aus ihrer Tour stammen. Demnach wurde ihr Verdienst zwischen 2017 und 2018 auf schlappe 28,1 Millionen Euro geschätzt. Bei einem durchschnittlichen Ticketpreis von rund 71 Euro soll der Megastar circa 3,2 Millionen Euro pro Show eingespielt haben.

Übrigens, wer das nötige Kleingeld übrig hat, kann Helene Fischer auch privat buchen. So trat sie 2019 bei der Firma "Trigema" in Baden-Württemberg auf. Der Chef freute sich über den hohen Besuch und sagte dazu der "Bild": "Eine tolle Show! Ich würde Helene Fischer sofort wieder buchen. Sie war jeden Cent wert!" Wie die Zeitung weiter angibt, schätzen Insider Helene Fischers Gage für ein Privat-Konzert auf rund 250.000 Euro.

(iger)

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