Die Golden Globes wurden von Amy Poehler (aus Los Angeles) und Tina Fey (aus New York) moderiert.

Die Golden Globes wurden von Amy Poehler (aus Los Angeles) und Tina Fey (aus New York) moderiert. Bild: NBC

Die Golden Globes als Pannenshow – Zuschauer lachen über virtuelle Preisverleihung

Wegen der Corona-Pandemie konnten die Golden Globes dieses Jahr nicht mit zahlreichen prominenten Gästen im Beverly Hilton Hotel in Beverly Hills stattfinden, also musste nach einer sicheren Alternative gesucht werden. So gab es in der Nacht zum Sonntag gleich zwei Moderatorinnen: Amy Poehler führte aus Los Angeles und Tina Fey aus New York durch die Show. Die nominierten Stars saßen derweil zu Hause vor ihren Kameras und Mikros und schauten einfach, was passierte.

Poehler und Fey wurden immer wieder nebeneinandergeschaltet, doch aufgrund von Zeitverzögerung stimmte das Timing ihrer gemeinsamen Ansagen oft nicht. Und das war nicht das einzige Problem: Auch viele der zugeschalteten Stars kämpften mit technischen Hürden, von denen einige sicherlich vermeidbar gewesen wären.

Die Golden Globes beginnen schon mit einer Panne

Einer der peinlichsten Aussetzer der Nacht trug sich schon zu einem recht frühen Zeitpunkt der Show zu: Daniel Kaluuya wurde als Bester Nebendarsteller in "Judas and the Black Messiah" geehrt, doch als er zu seiner Rede ansetzte, war sein Mikrofon noch stummgeschaltet.

Wer bereits seit Monaten im Homeoffice arbeitet, hat so etwas sicherlich schon einmal (wenn nicht sogar mehrmals) erlebt, zumindest bei einer so prestigeträchtigen Verleihung sollte das allerdings nicht passieren. Dementsprechend ließen Sticheleien der Zuschauer in sozialen Netzwerken auch nicht lange auf sich warten.

Eine Userin schrieb zum Beispiel auf Twitter: "Stars sitzen aufgebrezelt daheim und gehen nirgendwo hin. Daniel Kaluyya gewinnt für 'Judas and the Black Messiah' und ist während seiner Rede stummgeschaltet. Ich fühle so viel Fremdscham und es sind erst 11 Minuten vorbei."

Viele Fans konnten sich aber auch mit dem Darsteller identifizieren, weil ihnen in einem Zoom-Meeting anscheinend schon Ähnliches widerfahren ist. So ist beispielsweise ebenfalls zu lesen: "Daniel Kaluuya ist großartig, er war großartig in 'Judas and the Black Messiah', und ich bin glücklich, dass er auch Schwierigkeiten mit dem Mute-Button bei Zoom hat."

Die Globes leiden unter der Technik

Unmittelbar vor den einzelnen Segmenten waren die Nominierten stets alle gleichzeitig zugeschaltet und sollten untereinander Konversation betreiben. Oft entstand der Eindruck, niemand traue sich zu reden, aus Angst, jemand anderem, der bereits zu einer Aussage angesetzt hatte, versehentlich ins Wort zu fallen. Viele schienen sich überhaupt nicht sicher zu sein, wann genau sie sprechen sollten und für wie lange.

Mehrere Darsteller begannen auch bereits zu reden, bevor ihr Mikrofon überhaupt live geschaltet war, andere wiederum waren weitgehend nur abgehackt zu hören. In den Gesichtern stand beinahe durchweg Unsicherheit geschrieben, immerhin das hatten sie gemeinsam. Während Mark Ruffalos ("I know this much is true") Auftritt kam es sogar gleich zu mehreren technischen Patzern.

Bedenkt man, wie viele Personen im Verlauf der Zeremonie insgesamt vor einem Millionenpublikum online gingen, war mit dem einen oder anderen Übertragungsfehler sicherlich zu rechnen gewesen. Nicht wenige Pannen erschienen allerdings regelrecht amateurhaft und im Nachhinein stellt sich die Frage, ob die Veranstalter die Zeremonie nicht noch weitaus besser hätten organisieren können.

(ju)

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