Ein Influencer-Paar veranstaltete eine Party zum Motto von "Squid Game".
Ein Influencer-Paar veranstaltete eine Party zum Motto von "Squid Game".Bild: Instagram/ Anna Maria Damm

"Wird für alles an den Pranger gestellt": Influencer-Aktion zu "Squid Game" macht Fans wütend

02.11.2021, 18:21

Der Hype um "Squid Game" ist nach wie vor ungebrochen. Seitdem die Netflix-Serie am 17. September beim Streamingportal an den Start gegangen ist, stürmte sie schnell die dortigen Charts und löste "Bridgerton" als erfolgreichste Serie ab. Zu dem Zeitpunkt des Rekordbruchs haben über 140 Millionen Accounts das südkoreanische Drama gesehen. Dies sind sogar mehr als die Hälfte aller Netflix-Kontos.

Bei "Squid Game" ist zu sehen, wie über 400 hochverschuldete Menschen in zunächst scheinbar harmlosen Kinderspielen gegeneinander antreten. Scheitern sie allerdings an der Aufgabe, werden sie gnadenlos getötet. Seit der großen Beliebtheit des Formats haben besonders Kinder und Jugendliche diese Spiele nachgeahmt. Als Bestrafung sei auf den Schulhöfen sogar Gewalt angewendet worden.

Einige Schulen im Bundesstaat New York haben zu Halloween verboten, dass die Schüler Kostüme aus der beliebten Serie tragen. Die Darsteller in dem Drama sind in dunkelgrünen Trainingsanzügen mit Nummern drauf zu sehen, zudem gibt es Wächter in roten Overalls mit schwarzen Masken. Auch in Deutschland war das Tragen der Anzüge zu Halloween besonders beliebt. Das Influencerpaar Ana und Tim Johnson veranstaltete am Wochenende einen Spieleabend, der ganz im Zeichen von "Squid Game" stand. Im Nachhinein sorgte das für Kritik.

Influencerin Maren Wolf mit klarer Ansage an die Kritiker

An der Mottoparty nahmen zahlreiche Social-Media-Stars teil. Als Gäste wurden unter anderem Liz Kaeber, Lisa-Marie Schiffner, Maren Wolf, die Schwestern Anna Maria und Katharina Damm, Romina Palm sowie Partner Stefano Zarrella eingeladen. Letzterer gewann übrigens den Spieleabend und spendete seinen Gewinn an eine gemeinnützige Organisation, die er sich aussuchen konnte. Auf Instagram nahmen die Influencer ihre Millionen von Followern mit und zeigten Aufnahmen von dem Event.

Diese Aufnahmen des Events veröffentlichte Maren unter anderem in ihrer Instagram-Story.
Diese Aufnahmen des Events veröffentlichte Maren unter anderem in ihrer Instagram-Story.Bild: Instagram/ Maren Wolf

Wie es scheint, waren allerdings nicht alle Nutzer von der Influencer-Aktion zu "Squid Game" angetan. Maren Wolf folgen auf ihrem Account über 1,7 Millionen Menschen. Nachdem sie zahlreiche Videosequenzen von dem Tag veröffentlichte, teilte sie plötzlich ein langes Statement mit ihren Followern. Darin hieß es:

"Bekomme gerade einige erschreckende Nachrichten! Manchmal frage ich mich wirklich, was mit den Menschen nur los ist? Sobald man in der Öffentlichkeit steht, wird man für alles an den Pranger gestellt. Wir haben heute einen Motto-Abend gehabt und haben Kinderspiele gespielt! Ich wiederhole: Kinderspiele! Ich sehe an Seilspringen, Tauziehen und Symbole aus Keksen kratzen wirklich nichts Schlimmes! Keinerlei Gewalt, einfach nur Spaß! Zudem wurde aus dem Spiel auch noch eine Spendenaktion."
Maren Wolf erreichten nach der "Squid Game"-Aktion zahlreiche Nachrichten.
Maren Wolf erreichten nach der "Squid Game"-Aktion zahlreiche Nachrichten.Bild: Instagram/ Maren Wolf

Marens Botschaft lautete demzufolge so: "Ich denke, man sollte lieber mal an die Eltern gehen, die ihren Kindern Zugang zu solchen Serien verschaffen und scheinbar verpasst haben, ihren Kindern etwas Wertvolles mit auf den Weg zu geben." Die Mutter eines Sohnes forderte zum Schluss "Respekt vor anderen und deren Gefühle". Und weiter: "Es wird aber wieder die Schuld bei anderen gesucht, die tatsächlich eigentlich zeigen, dass man diesen 'Trend' auch mit Spaß spielen kann! Ohne Gewalt!"

(iger)

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Mir ging es bei dieser Folge "Das Supertalent" wie Thomas Gottschalk, der kurz vor Beginn der Sendung sagte: "Ich weiß von nichts, aber freu mich auf alles." Bis zu diesem Zeitpunkt war ich aber auch davon ausgegangen, dass Menschen, die in einer Show mit Namen "Supertalent" auftreten, auch irgendwas besonders super können. Diese Erwartung wurde am Samstag wirklich nur in kleinem Maße erfüllt.

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