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Michael Wendler trat hier 2019 in Löhne auf. Bild: imago images/ Noah Wedel

"Nie wieder nach Deutschland": Was Michael Wendler jetzt in seiner Heimat droht

Michael Wendler schockte vor wenigen Tagen mit einem wirren Video, das er auf Instagram teilte. Dort verkündete er seinen Ausstieg als Juror bei "DSDS". Die Begründung für diese Entscheidung hatte es in sich. Der Schlagerbarde sprach von einer "angeblichen" Corona-Pandemie. Zudem warf er der Bundesregierung aufgrund der Maßnahmen grobe und schwere Verstöße gegen die Verfassung vor. Nahezu alle Fernsehsender, inklusive RTL, würden sich dabei mitschuldig machen, weil sie gleichgeschaltet und politisch gesteuert seien.

Manager Markus Krampe zeigte sich noch am selben Tag sichtlich mitgenommen von den überschlagenen Ereignissen und sagte in der Late-Night-Show von Oliver Pocher, dass Michael bei den Dreharbeiten zu "DSDS" auf dem Schiff bereits gesagt hätte, dass es wohl das letzte Mal sein werde, dass er hier sei. "In einer Nacht- und Nebelaktion ist er abgehauen", erklärte Krampe schließlich.

Nachdem der 48-Jährige eigentlich wieder aus den USA zurückfliegen sollte, habe der Musiker gesagt: "Ich werde nie wieder nach Deutschland kommen. Es wird nächstes Jahr Deutschland nicht mehr geben." Und weiter: "Wir werden alle sterben. Ich will als Held sterben. Sieh zu, dass du nach Amerika kommst, vielleicht hast du dann noch eine Chance." Es könnte allerdings auch sein, dass hinter seiner Rückreise nach Cape Coral noch ein ganz anderer Grund steckt.

Was dem Wendler in Deutschland droht

Michael Wendlers plötzlicher Rückzug und die Verkündung seiner kruden Aussagen werfen viele Fragen auf. Seit drei Wochen will Krampe bemerkt haben, dass mit dem Sänger etwas nicht stimme. Der Musiker sprach davon, dass Corona eine Lüge sei. "Das wurde immer abstruser. Im Moment ist es so, dass ich sagen muss, dass er krank ist", so der Manager. Nun berichtet die "Bild" allerdings, dass Michael Wendler am Dienstag vor dem Amtsgericht Dinslaken erscheinen sollte. Ihm werde Beihilfe zur Insolvenzverschleppung vorgeworfen.

Michael soll als Grund für den geplatzten Termin angegeben haben, dass er in Tirol als "DSDS"-Juror vor der Kamera stehe. Ein weiterer Termin am 24. September soll wegen "Verhinderung des Angeklagten" abgesagt worden sein. Wendlers Ex-Manager Heiko Schulte-Siering, der als Zeuge aussagen sollte, sagte der Zeitung dazu:

"Ich glaube nicht daran, dass Michael seine Karriere aufgibt und deshalb in Amerika bleibt. Ich denke, dass das mit seinem Prozess zu tun hat."

Noch in diesem Jahr sei ein weiterer Verhandlungstermin vereinbart. Derzeitig ist es allerdings ungewiss, ob Michael Wendler erscheint. Sein Strafmaß könnte sechs Monate auf Bewährung lauten. Zur Erinnerung: Claudia Norberg ging 2016 mit ihrer Plattenfirme "CNI Records" pleite, die sie im Jahr 1999 gegründet hatte. Kurz danach wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Auch der "Egal"-Interpret war bei ihr unter Vertrag.

(iger)

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