Amira Pocher äußerte sich zum Tod von Willi Herren und zur Absetzung der Sat.1-Show.
Amira Pocher äußerte sich zum Tod von Willi Herren und zur Absetzung der Sat.1-Show.
Bild: imago images/Future Image

Amira Pocher über "Promis unter Palmen"-Aus: "Finde das ein sehr krasses Statement"

24.04.2021, 11:31

Nach Willi Herrens plötzlichem Tod am Dienstag entschied sich Sat.1 dazu, die Realityshow "Promis unter Palmen" nach nur zwei ausgestrahlten Folgen abzusetzen. Der Sender erklärte watson dazu: "Eine traurige Nachricht hat uns heute erreicht: Willi Herren ist gestorben. Wir sind fassungslos. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freunden. Aus Pietätsgründen wird Sat.1 die verbleibenden Folgen 'Promis unter Palmen' nicht zeigen. Wir werden versuchen, einen würdigen Abschluss zu finden."

Teilnehmer wie Chris Töpperwien oder Elena Miras befürworteten die Entscheidung. Amira und Oliver Pocher sprachen in ihrer neuesten Podcastfolge ebenfalls über das tragische Schicksal von Willi Herren und erklärten, was sie über die Entscheidung denken, dass die Sendung mit Herren komplett aus dem Programm genommen wurde.

Hier ist Willi Herren auf einer Aufnahme für die Sat.1-Show zu sehen.
Hier ist Willi Herren auf einer Aufnahme für die Sat.1-Show zu sehen.
Bild: sat.1

Amira und Oliver Pocher bewerten die Entscheidung von Sat.1

Amira stellte zunächst fest: "Das war ein krasser Move". Pocher meinte: "Fan ist jetzt vielleicht zu groß, aber ich habe die Sendung immer gerne gesehen. Ich fand die erste Staffel als Realityformat wirklich extrem unterhaltsam und fand auch die zweite gut." Für ihn habe die Sendung einen hohen Unterhaltungswert gehabt, auch wenn es zu einem großen Eklat aufgrund der Äußerungen von Prinz Marcus von Anhalt gekommen sei. Der Grund:

"Ich finde, heutzutage können wir nicht immer alles gleich rausschneiden. Man weiß, wie Prinz Marcus drauf ist. Dann gibt es immer so eine Twitter-Blase, wird medial aufgenommen und Leute regen sich darüber auf. Aber ich fand, es war in der Sendung trotzdem in gewisser Art und Weise eingeordnet. Das ist einfach so, wenn du Prinz Marcus einkaufst, dann weißt du, dass Prinz Marcus kommt. Dass der sich als der Allergeilste inszeniert, anfängt auszukreisen und dann auch noch, wenn er angetrunken ist, richtig Gas gibt, das weiß man einfach."
Prinz Marcus von Anhalt machte aufgrund von homophoben Äußerungen von sich reden.
Prinz Marcus von Anhalt machte aufgrund von homophoben Äußerungen von sich reden.
Bild: Sat.1

Die 28-Jährige sah das Ganze übrigens so: "Es ist immer dasselbe. Die Leute sind alle sensationsgeil, wollen sehen, dass sich die anderen die Augen auskratzen, beschimpfen, sich streiten und sich Sachen an den Kopf werfen. Beim 'Sommerhaus der Stars' wurde auch immer wieder langweilig gesagt, geht es aber zur Sache und die Quoten explodieren, heißt es stoppt Mobbing, stoppt den Hass." Und weiter:

"Aber trotzdem schalten alle ein und bleiben dran. Keiner will sehen, dass alle ums Lagerfeuer sitzen und sich händchenhaltend in den Armen liegen. Es ist einfach ein Fakt. Aber das wollen viele auch nicht einsehen."

Oliver Pocher zeigt sich unentschlossen über Absetzung

Der Comedian würde persönlich die psychologischen Momente in so einer Show am spannendsten finden, "wenn man sieht, wie die Leute anfangen zu reagieren und sich verändern". Das würde laut Pocher nun mal das Unterhaltsame sein, nämlich, wie die Kandidaten mit Konfrontation umgehen. Die Spiele seien demnach nur zweitrangig. Über die Entscheidung, dass jetzt "Promis unter Palmen" abgesetzt wurde, sagte Amira:

"Den Move finde ich ganz gut. Also ich finde, das ist ein sehr krasses Statement und ich glaube, die haben richtig reagiert. Hätten sie nicht so reagiert, hätten sie Folgen ausgespielt, wo Willi vielleicht auch mal Streit hatte mit jemandem, vielleicht auch wieder anders dargestellt worden wäre oder einfach nicht so nette Szenen von ihm gewesen wären. Dann hätte Sat.1 eine Hass-Twitter-Welle ertragen müssen oder keine Ahnung was da alles wieder an den Kopf geworfen werden würde. Deswegen finde ich es schon richtig."

Pocher entgegnete, dass es Stimmen geben würde, die sagen, warum man es nicht trotzdem ausstrahlt. "Es ist wie beim Schauspieler, wenn er stirbt, dann hat man auch noch den Film gezeigt. Das ist in Anführungsstrichen sein Nachlass", so der Komiker. Zudem erklärte der 43-Jährige:

"Ich glaube, das gab es jetzt weltweit noch nicht so oft, dass mitten in einer Realitysendung, bei der zweiten Folge, einer der Hauptprotagonisten stirbt und man einfach sagt, ok, das war's, wir strahlen es gar nicht mehr aus."
Das war der diesjährige "Promis unter Palmen"-Cast.
Das war der diesjährige "Promis unter Palmen"-Cast.
Bild: sat.1

Eine weitere Alternative wäre laut Pocher gewesen, eine Pause einzulegen. "Man kann auch keine 'Goodbye-Willi-Show' machen. Ich bin da hin und hergerissen, ob man vielleicht mit zwei Monaten Abstand sagt, man kann es vielleicht doch noch mal ausstrahlen, wenn es länger her ist. Ich weiß es nicht", zeigte er sich unentschlossen. In jedem Fall würde der Tod von Willi Herren die Leute bewegen, da sie aufgrund der Formate Teil an seinem Leben genommen haben.

Abschließend sagte Pocher zu "Promis unter Palmen" und Willi Herren: "Ich glaube, wenn es einmal verschwindet wird es auch nicht mehr ausgestrahlt werden. So weit ich das weiß, ist er auch relativ weit gekommen. Er wäre auf jeden Fall noch in ein paar Folgen zu sehen gewesen." Irgendwann würde sicher noch bekanntgegeben werden, wie die Show ausgegangen wäre, so der Comedian.

(iger)

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