Oliver Pocher äußerte sich nun ausführlich zur Becker-Klage.
Oliver Pocher äußerte sich nun ausführlich zur Becker-Klage.Bild: imago images/Horst Galuschka

Oliver Pocher wütet gegen Becker-Klage: "Wegen so einem Scheiß vor Gericht"

04.07.2022, 18:28

Tennisstar Boris Becker wurde in London wegen Insolvenzverschleppung zu zweieinhalb Jahren Gefängnis ohne Bewährung verurteilt. Seine Haftstrafe trat er danach zunächst im Wandsworth Prison an, mittlerweile wurde er allerdings in ein anderes verlegt. Doch still wird es um ihn nicht. Wie zunächst die Deutsche Presse-Agentur berichtete, klagt Becker nämlich selbst gegen Comedian Oliver Pocher. Die Verhandlung soll schon Ende Juli stattfinden. Demnach wird am Landgericht Offenburg die Zivilklage verhandelt. Ein persönliches Erscheinen sei allerdings nicht notwendig. Zumindest bei dem Sportler könnte sich das natürlich als durchaus schwierig gestalten.

Der Grund für die kommende gerichtliche Auseinandersetzung sei unter anderem, dass Pocher einen Fernsehbeitrag aus der RTL-Show "Pocher – gefährlich ehrlich" nicht mehr zeigen darf. Bei diesem ging es darum, dass Becker hinters Licht geführt wurde. Unter dem Slogan "Make Boris rich again" wurde ein Spendenaufruf gestartet.

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Laut Gerichtsangaben war zu sehen, dass der 54-Jährige das Geld auch bekam, jedoch nichts von der Aktion gewusst habe. In einem vermeintlichen Modepreis, der Becker in der Sendung verliehen wurde, sei dieses nämlich eingearbeitet gewesen. In der neusten Podcastfolge meldete sich nun Oliver Pocher dazu zu Wort.

Oliver Pocher spricht über die Klage

Der Komiker stellte zunächst fest, dass er wegen des erfundenen "Fashion Brand Awards" vor Gericht müsse, "weil Boris Becker sich da verunglimpft fühlte", so Pocher. In Anbetracht dessen, dass Becker "wegen 50 Millionen Hinterziehung im Knast sitzt", zeigte sich der Vater von fünf Kindern darüber erstaunt, dass ihn so ein Award so verletzt habe. Dieser sei schließlich noch ein Geldpreis gewesen.

Im Anschluss daran wetterte Pocher gegen Beckers Anwalt: "Dass es da auch wieder so einen Anwalt, so einen Vollbratpfannen-Anwalt gibt, der dann wirklich denkt, dass er damit jetzt eine Nummer machen kann. Also es reicht natürlich wieder einmal für eine Schlagzeile." Weiter stichelte er: "Ich bin auch für Anwesenheitspflicht auf beiden Seiten, sonst kann ich diesen Prozess auch nicht ernst nehmen." In jedem Fall zeigte sich Amira gespannt von dem Ausgang. "Ich denke mal, deine Chancen stehen da ganz gut, weil am Ende ist es einfach eine Show und es war Comedy", so die Moderatorin.

Pocher betonte zudem, dass der Einspieler gar nicht aufgerufen werden könne. "Die Sendung lief vor anderthalb Jahren, den Einspieler gibt es online nicht. Das Ding ist gelaufen", legte er nahe. Mit Blick auf Beckers Anwalt stellte Pocher zudem fest: "Das ist einfach auch wieder so ein Wichtigmacher-Anwalt. Höchstwahrscheinlich wird er da auch zum Selbstkostenpreis arbeiten bzw. wir möchten auch gerne sehen, dass Boris Becker eine Kostennote für ihn hat, dass er das auch bezahlt."

Darüber hinaus meinte er in Richtung des Tennisstars: "Wenn du dann wegen so einem Scheiß noch vor Gericht gehst, dann hast du es auch wirklich nicht gerafft." Er selbst hätte es nicht so weit kommen lassen. In jedem Fall sei Pocher ebenfalls wie seine Frau gespannt darauf, was dann beim Gerichtstermin passiere. Dass der Prozess in Offenburg stattfindet, kommentierte der Komiker zum Schluss so: "Dann ist das wohl so ein Gericht, was sich freut, dass da vielleicht auch mal was los ist. Es ist kurios, weswegen teilweise Leute vor Gericht gehen und was sie so alles auf den Weg bringen wollen." Amira überraschte das übrigens in diesem Fall nicht.

(iger)

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