"Ginny & Georgia" musste in der ersten Staffel ordentlich Kritik einstecken. Bild: Netflix

"Ginny & Georgia" bei Netflix um Staffel 2 verlängert – was die Serie jetzt besser machen muss

"Ginny & Georgia" zählt sicherlich zu den stärker polarisierenden Netflix-Serien der jüngeren Vergangenheit. Vor allem die Kontroverse um eine Dialog-Zeile über Taylor Swift sorgte für Aufsehen und wurde auch von der Sängerin persönlich kritisiert. Dennoch ist die Dramedy ein voller Erfolg. Die erste Staffel scheint wohl aus der Top-10 des Streaming-Diensts nicht mehr wegzudenken, weshalb die neueste Netflix-Ankündigung auch gar nicht überraschend kommt: "Ginny & Georgia" erhält eine zweite Staffel!

"Ginny & Georgia": Stars freuen sich auf Staffel 2

Über die Social-Media-Kanäle teilte Netflix ein Video, in dem die Stars aus der Show persönlich die gute Nachricht überbringen. Sie alle haben offensichtlich richtig Lust, für die Fortsetzung wieder vor die Kamera zu treten. "Das bedeutet mehr Überraschungen", frohlockt zum Beispiel Georgia-Darstellerin Brianne Howey.

Wann mit neuen Folgen zu rechnen ist, gibt der Clip noch nicht bekannt. Sollte die Produktion aber ohne Probleme verlaufen, könnte Staffel zwei rund ein Jahr nach der ersten an den Start gehen – Anfang bis Mitte 2022 scheint als Zeitrahmen für den Release realistisch.

Trotz Erfolg: Fans kritisieren "Ginny & Georgia"

Offensichtlich hat "Ginny & Georgia" viele Abonnenten erreicht, was aber natürlich nicht bedeutet, dass sie am Ende auch jedem gefiel. Bei "Reddit" zum Beispiel haderten viele Fans mit der Hauptfigur Ginny, die in ihren Augen zu launisch und generell zu unsympathisch rüberkommt, aber dennoch den größten Platz in der Show einnimmt.

Speziell kritisiert wurde ein Streit zwischen Ginny und ihrem ersten Freund Hunter, bei dem es um das Thema ethnische Identität geht. Unter anderem wettert Ginny: "Du bist näher dran, weiß zu sein, als ich es je sein werde." Daraufhin kontert Hunter: "Sorry, dass ich dir nicht chinesisch genug bin!" Schließlich schlägt er zynisch vor, die beiden könnten ja eine "Unterdrückungsolympiade" veranstalten.

Zahlreiche Zuschauer kritisierten, dieser Dialog habe nichts mit der Lebenswirklichkeit von Personen mit gemischtem ethnischen Hintergrund zu tun. So lautet ein vernichtendes Fazit auf Twitter: "Das ist einfach peinlich."

Und auch bei "Reddit" herrscht Skepsis. Der Nutzer "dannie2da_core" schreibt dort: "Es ist eine super schlampig produzierte Serie, die ethnische und politische Fragen aufwirft, ohne eine echte Botschaft zu transportieren. Sie haben versucht, besonders aufgeklärt zu wirken, hatten aber keinen wirklich diversen oder intellektuellen Ansatz zu den Themen."

Nun bleibt also abzuwarten, ob Netflix sich derartige Anmerkungen zu Herzen nimmt. Zumindest Ginnys impulsiver Charakter wird mit Blick auf ihr jugendliches Alter teils allerdings auch verteidigt. "Ginny ist zwar schon übel, aber mal ehrlich: Sie trifft nicht merklich schlimmere Entscheidungen als Figuren aus anderen Teenie-Dramen", bemerkt ein weiterer "Reddit"-Schreiberling.

(ju)

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