Die "Squid Game"-Teilnehmer müssen bei den Spielen einiges durchmachen. Die Darsteller während der Dreharbeiten auch.
Die "Squid Game"-Teilnehmer müssen bei den Spielen einiges durchmachen. Die Darsteller während der Dreharbeiten auch. Bild: Netflix

Netflix-Hit "Squid Game": Dieses Spiel machte den Schauspielern Angst

18.10.2021, 19:05

"Squid Game" ist innerhalb von nur wenigen Wochen die erfolgreichste Serie auf dem Streamingdienst Netflix geworden – und stieß damit sogar den Romantik-Hit "Bridgerton" vom Thron. Auch diese Woche führt das südkoreanische Drama in Deutschland immer noch die Top-Ten-Liste an. Darum geht es: In "Squid Game" treten hunderte hochverschuldete Menschen in scheinbar harmlosen Kinderspielen gegeneinander an. Der Haken: Wenn die Kandidaten einen Fehler machen, werden sie disqualifiziert. Und das bedeutet im Squid Game: Sie müssen sterben.

Zu gewinnen gibt es ein Preisgeld in Millionenhöhe, was auch der Grund ist, wieso die Kandidaten freiwillig bei den insgesamt sechs grausamen Spielrunden antreten. Eins der Spiele war jedoch nicht nur für die Seriencharaktere nervenaufreibend, sondern auch für ihre Darsteller. Die Rede ist vom Glasbrückenspiel, das die Kandidaten in der fünften und vorletzten Runde absolvieren müssen.

Wer die Serie noch nicht durchgeschaut hat, sollte jetzt aufhören zu lesen, es folgen Spoiler zu den späteren Episoden.

Nacheinander müssen die 16 verbliebenen Spieler über eine Brücke aus 16 Glasplatten gelangen. Dabei haben sie immer die Wahl aus einer Platte Sicherheitsglas, welches das Gewicht von bis zu zwei Menschen tragen kann, und normalem Fensterglas. Springen die Spieler auf das normale Glas, zerbricht es und sie stürzen in den sicheren Tod. So spannend das Spiel für die Zuschauer anzusehen war, so aufregend war es auch für die Schauspieler, die Szenen zu drehen.

Das Glasbrückenspiel ist die vorletzte Herausforderung für die verbliebenen "Squid Game"-Kandidaten.
Das Glasbrückenspiel ist die vorletzte Herausforderung für die verbliebenen "Squid Game"-Kandidaten. Bild: www.imago-images.de / Netflix

Die Darsteller hatten Angst

Jung Ho-yeon, die in "Squid Game" die aus Nordkorea geflüchtete Kang Sae-byeok spielt, erzählte in einem Behind-the-Scenes-Video, wie die Dreharbeiten für sie waren: "Die Glasbrückenszene zu spielen, war tatsächlich angsteinflößend." Das Set sei in circa eineinhalb Metern Höhe aufgebaut worden. Jung Ho-yeon verrät weiter, dass echtes Sicherheitsglas benutzt wurde, auf das die Schauspieler springen sollten.

Der Regisseur der Serie, Hwang Dong-hyuk, erzählt außerdem, dass das Set absichtlich so aufgebaut wurde, dass man sich darauf unsicher fühlt: "Schon 1,5 Meter können einem Angst machen." Das Glas habe die Schauspieler nervös gemacht. Und weiter: "Ich glaube, wir konnten die unbewusste Angespanntheit und die körperliche Angst gut zum Ausdruck bringen."

Das Set habe in den Schauspielern "echte Angst" ausgelöst, so der Regisseur: "Es fühlte sich an, als würde man von einer hohen Brücke hinunterspringen. Das Spiel war real und die Darsteller fühlten auch reale Angst." Diese habe man ihnen auch ansehen können, so Hwang Dong-hyuk.

Der Erfolg der Serie gibt den realistischen Methoden der "Squid Game"-Macher recht: Über 111 Millionen Accounts sahen sich die Serie mittlerweile an – und fieberten bei den makaberen Spielen mit.

(si)

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