Amazon-Prime-Kunden müssen für Abos bald tiefer in die Tasche greifen.
Amazon-Prime-Kunden müssen für Abos bald tiefer in die Tasche greifen.Bild: dpa / Rolf Vennenbernd

Amazon Prime verärgert Kunden mit Ankündigung: "Reichlich unverschämt"

27.07.2022, 08:33

Amazon Prime erhöht in Deutschland die Preise für seine Abo-Modelle – und zwar drastisch. Über die Details wurden die Kunden am 26. Juli per Mail benachrichtigt. Vor allem das Jahres-Abo wird deutlich teurer. Die Erhöhung tritt am bzw. nach dem 15. September 2022 in Kraft, je nach Fälligkeit der nächsten Zahlung.

Wer ein monatliches Abo abgeschlossen hat, zahlt künftig 8,99 Euro statt bislang 7,99 Euro. Den Preis für das Jahresabo hebt das Unternehmen von 69 Euro auf 89,90 Euro an – das entspricht einer Verteuerung um 30 Prozent.

Amazon Prime wird teuer: Das steckt dahinter

Auch zu den Gründen für den Preisanstieg bezieht Amazon in seiner Mitteilung Stellung. Dazu heißt es konkret: "Wir nehmen diese Änderung in Anbetracht von generellen und wesentlichen Kostenänderungen aufgrund von Inflation vor. Diese führen zu einer Steigerung der Kosten des Prime-Services in deinem Land und beruhen auf von uns nicht beeinflussbaren äußeren Umständen."

Wer die höheren Kosten nicht tragen möchte, hat die Möglichkeit, die Prime-Mitgliedschaft innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt der Mail zu kündigen.

Deutschland ist nicht das einzige Land, in dem Amazon seine Abonnenten künftig stärker zur Kasse bittet. In Spanien, Italien und Frankreich zahlen Prime-Mitglieder bald sogar zwischen 39 und 43 Prozent mehr pro Jahr und sind damit noch schlechter dran als deutsche Kunden. In den USA erhöhte der Konzern bereits im vergangenen Februar die Kosten für das Jahresabo um 20 Dollar.

Unklar ist, warum der Preis in Deutschland für das Jahresabo auf den Monat herunter gerechnet deutlich stärker angehoben wird als der Preis für das monatliche Abo. Auf Anfrage erklärte Amazon gegenüber watson lediglich:

"Wir überprüfen die Prime-Mitgliedschaft und die Kosten dieser Angebote regelmäßig [...]. Während einige Kundinnen und Kunden die Flexibilität der monatlichen Zahlung bevorzugen, präferieren andere die Ersparnisse bei der jährlichen Zahlung. Kundinnen und Kunden können die Zahlungsoption wählen, die am besten zu ihren Bedürfnissen passt."

Amazon-Prime-Kunden reagieren erbost

Wenig überraschend kommt die Mitteilung von Amazon gar nicht gut an, in sozialen Netzwerken machen viele User ihrem Ärger Luft. Bei Twitter trendete am 26. Juli zeitweise sogar der Hashtag "#AmazonPrime". Dieser Nutzer fasst sich kurz und bezeichnet die Erhöhung für das Jahresabo als "reichlich unverschämt".

Offenbar verliert Amazon mit seiner neusten Entscheidung direkt auch den einen oder anderen Kunden. Dieser Abonnent schreibt: "Also ich hab jetzt gekündigt. 69 Euro war schon grenzwertig teuer für mich, bei 90 ist's jetzt vorbei."

Eine weitere Userin wundert sich darüber, dass Amazon ausgerechnet kurz vor dem Release seiner mit Spannung erwarteten "Der Herr der Ringe"-Serie die Preise anhebt – nur ein Zufall?

(ju)

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