Andrea Berg versuchte das ZDF-Publikum am Samstag unter anderem in diesem Outfit zu bezirzen. Das gelang ihr jedoch lange nicht bei allen Zuschauern.
Andrea Berg versuchte das ZDF-Publikum am Samstag unter anderem in diesem Outfit zu bezirzen. Das gelang ihr jedoch lange nicht bei allen Zuschauern.Bild: dpa / Bernd Weißbrod

ZDF-Zuschauer sauer: Wegen Andrea-Berg-Show verschob sich anderes Format – "geht's noch?"

09.08.2022, 07:24

Der vergangene Samstagabend stand für das ZDF ganz im Zeichen von Andrea Berg: Seit nunmehr drei Jahrzehnten steht die Sängerin schon auf der Bühne und das wollte der öffentlich-rechtliche Sender zusammen mit SRF und ORF gebührend feiern: "Giovanni Zarrella präsentiert 30 Jahre Andrea Berg" sollte eine dreistündige Fernsehsendung mit vielen Gästen neben Berg werden.

Doch obwohl die Interpretin von insgesamt elf Nummer-eins-Alben mit diversen Showeinlagen und gewohnt knappen Outfits lockte, fanden das Programm lange nicht alle ZDF-Zuschauer gelungen. Denn gerade erst beginnt die Bundesliga-Saison wieder, unter anderem fanden am Wochenende das Hauptstadt-Derby Union gegen Hertha und Dortmund gegen Leverkusen statt.

Selbstverständlich wollten die Fußball-Fans am Abend lieber die Zusammenfassungen der Spiele sehen – stattdessen mussten sie jedoch sehr lange mit Andrea Berg vorliebnehmen. Auf Twitter machte daraufhin sogar ein FDP-Politiker seinem Ärger Luft.

Andrea Berg räumte mit einem Gerücht im TV auf

In Andrea Bergs Wahlheimat Aspach sollte es für drei Stunden rundgehen: "Heute feiern wir das Leben!", kündigte die Interpretin an. Mehrmals sollten bei ihr im Laufe der langen Bühnenshow die Tränen fließen. Als beispielsweise der "Ein Stern"-Sänger Nik P. ihr einen eigenen Stern schenkte, konnte Berg kaum noch an sich halten.

Unter anderem Nino de Angelo, Maite Kelly, Beatrice Egli, DJ Bobo und die Kölsch-Band Höhner sollten ebenfalls noch neben der "Die Gefühle haben Schweigepflicht"-Sängerin auftreten. Schließlich folgte auch noch ein Auftritt mit Andrea Bergs Schwiegertochter Vanessa Mai.

Vanessa Mai und ihre Schwiegermutter Andrea Berg betraten zusammen die Bühne.
Vanessa Mai und ihre Schwiegermutter Andrea Berg betraten zusammen die Bühne.Bild: www.imago-images.de / imago images

Den Moment nutzten die beiden dann noch, um mit einem hartnäckigen Gerücht aufzuräumen, das seit geraumer Zeit kursiert: Die beiden Frauen sollen sich nicht verstehen und oft im familiären Kontext aneinandergeraten. Berg schien darauf Bezug zu nehmen, als sie von Vanessa auf der Bühne schwärmte:

"Ich finde es ganz, ganz wichtig, zu sich selbst zu stehen und seinen Traum zu leben. Und jetzt steht sie da und ist mein Püppchen, und ich bin so stolz auf sie."

Twitter-User beschweren sich über ewig lange Andrea-Berg-Show

Nach genau drei Stunden sollte die Show enden und das "Heute Journal" beginnen. Dann endlich, um mittlerweile 23.30 Uhr, konnten die Sport-Begeisterten aufatmen und sich dem "Aktuellen Sportstudio" widmen. Laut "Dwdl" schauten immerhin 4,27 Millionen Menschen Andrea Berg und den anderen Schlagerstars beim Feiern zu, das waren allerdings lediglich 0,36 Millionen Zuschauer aus der werberelevanten Zielgruppe und neun Prozent des Gesamtpublikums.

Beim "Sportstudio" waren es in der Nacht schließlich noch 0,48 Millionen Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren und damit noch stärkere 17,9 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. Für diese Uhrzeit sicherlich beachtlich.

Dass das Publikum aber nicht unbedingt gerne so lange wach blieb, um die Zusammenfassungen der sportlichen Begegnungen zu sehen, wurde auf Twitter äußerst deutlich:

Für besonders viel Wirbel sorgte schließlich aber der Tweet von Bundestagsmitglied und FDP-Politiker Alexander Graf Lambsdorff, der offensichtlich auch lieber Fußball im ZDF gesehen hätte. Er richtete deutliche Kritik an den Öffentlich-Rechtlichen:

Etliche höhnische Kommentare folgten daraufhin zwar ("Und sind sie drei Stunden vor dem TV gesessen, haben Andrea Berg geguckt und haben auf den Sport gewartet? Ich merke, die FDP bereitet sich auf die Zeiten nach der Ampel vor"), viele stimmten ihm jedoch auch zu: "Absolut grottig, die Songs. Für so 'nen Scheiß zahle ich Rundfunk-Gebühren? Geht gar nicht", urteilte ein User ebenfalls hart.

Klar ist jedoch, dass die Öffentlich-Rechtlichen trotz harscher Kritik am Schlagerprogramm traditionell festhalten werden. So ist in zwei Wochen bereits das Format "Die Schlager des Sommers" geplant, das immerhin nicht im ZDF, sondern im MDR zu sehen sein wird. So dürften dann immerhin die Sportfans etwas besänftigt werden.

(cfl)

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