Joko Winterscheidt verging das Lachen erst am Schluss. "Ich übergebe mich gleich", stöhnte er im Schlusskampf gegen Mark Forster.
Joko Winterscheidt verging das Lachen erst am Schluss. "Ich übergebe mich gleich", stöhnte er im Schlusskampf gegen Mark Forster.Bild: ProSieben/ Florida TV / Anna Thut

"Das ist krass dämlich": Mark Forster verhöhnt Joko Winterscheidt

Ein Abend für die TV-Geschichtsbücher – und eine Peinlichkeit der Extraklasse für ProSieben-(Möchtegern)-Moderator Joko: Die dritte Staffel der originellsten Quizshow im deutschen Fernsehen startete mit einer Sensation. Der clevere "Voice of Germany"-Juror Mark Forster triumphierte vom Start weg.
07.01.2022, 11:45
Rupert Sommer

Es war bereits in der dunklen Stunde vor Mitternacht, als dem Mann im Spießer-Zweireiher endgültig klar wurde, dass der Spaß für ihn jäh vorbei sein würde. Und dass der kleine Mann mit der Kappe und der ganz großen Klappe Fernsehgeschichte schreiben würde. "Oh Gott, was ist denn los?", stöhnte Joko Winterscheidt immer verzweifelter. Er verlor so sehr die Fassung, dass ihm fast sein Mikrofon aus den Händen fiel.

Was eben noch Scherz war, wurde zum bitteren Ernst. Für Joko, der das Unfassbare möglich machte. In der mittlerweile bereits dritten Staffel der wirklich noch immer großartigen ProSieben-Quizshow-Reihe "Wer stiehlt mir die Show?" unterlief ihm ein unverzeihlicher Fehler. Joko hatte tatsächlich noch lange gehofft, dass ihn sein Senderkollege aus der "The Voice of Germany"-Jury nicht wirklich öffentlich demütigen würde. Eine grobe Fehleinschätzung: Er hatte Mark Forster schlicht unterschätzt.

Mark Forster darf die Quizshow umkrempeln

Der sympathische Chartstürmer lächelte am Dienstagabend am längsten: Mark Forster ist der erste Sieger der neuen "WSMDS"-Staffel. Und es sieht ganz danach aus, dass er sich den ungewohnten Moderationsjob bei ProSieben so schnell nicht mehr nehmen lässt. Immerhin hatte Forster schon vor Beginn der Show ein ziemlich unmissverständliches Ziel ausgegeben. Sechs Siege erhofft sich der Sänger in den insgesamt sechs neuen Quiz-Folgen.

Die Zusammenstellung der Spieler überzeugt auch im dritten Anlauf. Mark Forster (links) brillierte vom Start weg, doch auch von Riccardo Simonetti und von Anke Engelke darf man noch viel erwarten. Nicht besonders weit kam dagegen die "Wildcard"-Kandidatin Dunja (rechts).
Die Zusammenstellung der Spieler überzeugt auch im dritten Anlauf. Mark Forster (links) brillierte vom Start weg, doch auch von Riccardo Simonetti und von Anke Engelke darf man noch viel erwarten. Nicht besonders weit kam dagegen die "Wildcard"-Kandidatin Dunja (rechts).Bild: ProSieben/ Florida TV / Anna Thut

Zum Auftakt lief für ihn alles nach Plan. "Herzlichen Glückwunsch, Mark Forster": Joko Winterscheidt hatte zumindest die Größe, das nach dem Nervenkrimi-Finale zuzugeben. Joko ist entthront – und Mark hat seine eigene Show. Man darf gespannt sein, wie er die bereits in der Folgewoche umkrempeln wird – Forster-Style.

Anke Engelke hält wacker mit – bis in die Endrunde der Kandidaten

Schon früh hatte sich abgezeichnet, dass der Erfolgsmusiker durchmarschieren würde. Alle drei Gewinnstufen entschied Mark für sich, teilweise mit ziemlich deutlichem Vorsprung vor den Mit-Kandidaten: einer sympathischen, schlagfertigen, aber streckenweise extrem angespannt wirkenden Anke Engelke und eines sympathischen, nahezu tiefenentspannten Star-Influencers Riccardo Simonetti.

Die 31-jährige "Normalo"-Mitstreiterin Dunja, die in der Studio-Situation vor den vielen Kameras und – auch das eine kleine Sensation – erstmalig "echtem" Vor-Ort-Publikum recht aufgeregt wirkte, schaffte es nicht über die erste Spielstufe hinaus. So erging es schon vielen Wildcard-Kandidatinnen und - Kandidaten vor ihr. Dunja schied als Erste aus und wurde in der TV-Symbolsprache etwas sehr rüde vom ProSieben-Mülllaster "entsorgt".

Geschlagen mit Michael Jacksons "Beat It"

Mark Forster dagegen bewahrte die Übersicht. Der Kappen-Träger hielt sich bis zum Schluss, schlug in der Kandidaten-Endrunde Kollegin Engelke und spielte vor allem bei Fragen, in denen einschlägiges Pop-Knowhow gefragt war, sein Expertentum aus. So hörte er beim originellen Ratespiel "Musikantenradl", bei dem die grandiose Studio-Band The Mighty Winterscheidts tatsächlich auf Bikes durchs Studio gurkte und nebenbei musizierte, gleich vier Songs in Folge richtig heraus. "Du solltest was mit Musik machen", witzelte Joko Winterscheidt da noch frech. Das Lachen verging ihm spätestens im Finale.

Joko musste sich geschlagen geben.
Joko musste sich geschlagen geben.Bild: ProSieben/ Florida TV / Anna Thut

Da nämlich setzte ihn Mark Forster ausgerechnet erneut mit Musik-Wissen schachmatt. Es ging um die Frage, auf welchem Michael-Jackson-Album der Hit "Beat It" zuerst zu hören war. Der Kappen-Mann loggte richtig den Album-Titel "Thriller" ein und zwang seinen Widersacher Joko zum Offenbarungseid. Winterscheidt konnte nicht einmal mehr bluffen, er verlor einfach so. Wie man lesen konnte, hatte er etwas Falsches notiert.

"Ich bin so dämlich", hatte er zuvor schon einen üblen Fehler beklagt – als es um die "Todesliste" aus dem Tarantino-Kultfilm "Kill Bill" ging. Nun musste er den Forster-Spott ertragen. "Das ist krass dämlich", ätzte Mark. "Das ist so hohl." Winterscheidt war mit den Nerven am Ende. "Ich übergebe mich gleich", stöhnte er. Und dann verlor er seine Show, gleich zum Staffelauftakt. Das kann – und wird – sehr lustig werden in den fünf weiteren Folgen!

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