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Alles so schön bunt hier: Die "Queen of Drags"-Jury Heidi Klum, Bill Kaulitz, Conchita Wurst und Gastjurorin Olivia Jones Bild: ProSieben/Martin Ehleben

3 Szenen aus Heidi Klums "Queen of Drags", über die wir reden müssen

Laut, schrill, schräg, bissig, mutig – am Donnerstagabend verschoss ProSieben tonnenweise Glitzer. Mit "Queen of Drags" wagt der sonst eher brave Sender ein Experiment: Zehn Dragqueens stöckeln, angeleitet von Heidi Klum, Schwager Bill Kaulitz und Conchita Wurst zu Ruhm, Zeitschriftencover und 100.000 Euro.

Was furchtbar überinszeniert hätte werden können, entpuppte sich als unterhaltsames Realityformat mit emotionalen und auch stillen Momenten (was man bei zehn Ladies und Plapper-Heidi kaum glauben mag), politisch wichtigen Statements und einem ungefilterten Blick in eine Welt, die dem Durchschnitts-Zuschauer fremd und vielleicht auch ein wenig befremdlich ist.

Auch, wenn es wirklich viel zu gucken gab: Drei Momente aus dem Staffelauftakt beschäftigen uns auch jetzt noch. Ein Rückblick auf die Highlights der ersten "Queen of Drag"-Folge.

Heidi Klums Zurückhaltung

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Bild: Screenshot ProSieben

Heidis "Meeedchen" bekommen Heidi-Mail, um dann mit Heidis liebstem Fashion-Fotografen zu shooten – l'état c'est Heidi? Diesmal nicht! Anders als bei "Germany's next Topmodel" ließ Klum vorrangig die Kandidatinnen zu Wort kommen, anstatt wild loszublubbern. Heidi hörte zu, gab bei ihrer Jury-Bewertung konstruktive Kritik, anstatt nur den Kopf schief zu legen und das Foto zu verweigern.

Und beim Gespräch mit den Queens über mangelnde Toleranz wurde sie sogar ungewohnt persönlich. Sie offenbarte das Problem, was offenbar viele mit dem Altersunterschied zwischen ihr und Tom haben. Immer wieder wird sie durch ihre neue Ehe damit konfrontiert und auch mit ihrem Alter beleidigt. "Ich muss mir immer so viele verletzende Sachen anhören. Andauernd. Bei mir sagen doch auch alle, dass mein Mann zu jung wäre. Das ist ja auch Shaming".

Das Schicksal von Kandidatin Katy Bähm

Um direkt einen weiteren "GNTM"-Vergleich anzubringen: Mit "Ich gewinne, weil ich Ausstrahlung und Personality habe"-Phrasen geben sich die Queens nicht ab. Jede hat eine gestandene Persönlichkeit, eine teils bewegte Vergangenheit und den Support von Freunden und Familie, die sie zu dem machten, was sie heute sind. Alle – bis auf Kandidatin Katy Bähm. Als Burak in einen muslimischen Haushalt hinein geboren, berichtet sie in der ProSieben-Show von ihrem fragilen Verhältnis zu ihren Eltern: Während die Mutter ihre Drag-Leidenschaft einfach ignoriert, würde der Vater nicht mehr mit ihr reden: "Manchmal sagt er mir nicht mal hallo."

Katys Auftritt wurde im Netz recht kontrovers diskutiert:

Olivia Jones' Jury-Wertung

Deutschlands bekannteste Dragqueen wurde von La Klum als erste Gastjurorin der Staffel verpflichtet – und sie lieferte ab. Kinder unter 16, bitte weg vom Fernseher, Auftritt Miss Jones! Die Performances der Kandidatinnen beäugte Olivia mit strengem Mutti-Blick, lästerte, dass sie sich zeitweise ans "DDR-Fernsehballett erinnert" fühle, frotzelte über mies weggeklemmte Penisse, nur um dann zu poltern: "Du hast ‘nen Kitzler wie ‘ne Bratwurst!" Liebes ProSieben, können wir Olivia bitte, bitte behalten?

Übrigens schlummern auch in Conchita üble Schoten: Beim unangekündigten Besuch in der Drag Villa wies sie ihre Jury-Kollegen an: "Wir nehmen den Hintereingang – vorne kann ja jeder"! Tihihihihi.

Olivia wurde schnell zum liebsten Jury-Mitglied der Zuschauer:

ProSieben zeigt "Queen of Drags" immer donnerstags ab 20.15 Uhr.

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