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Lag voll daneben - und schämte sich gründlich: Thomas Hermanns. TVNOW / Frank W. Hempel

"Ich bin dann mal weg!" – Peinlicher Fauxpas bei "I Can See Your Voice"

Carmen Schnitzer

Sieben angebliche Top-Sänger mit plakativen Rollennamen, darunter eine unbestimmte Anzahl an Schwindlern, die ein Star und sein Superfan aussortieren müssen - das ist das Konzept der Musik-Comedy-Show "I Can See Your Voice" auf RTL.

Ein prominent besetztes Rateteam versucht, beim Entlarven zu helfen, ist aber in erster Linie da, um Sprüche zu klopfen. Kein Wunder also, dass TV-Koch Tim Mälzer (50) in Folge 4 dieser Staffel bereits zum dritten Mal dabei sein und dabei ungehemmt seiner Lust an der derben Wortschöpfung frönen durfte. Ein Ergebnis: "Klischee-Onanie". Damit beschrieb er die Schlagersänger-Gestik der "Hobby-Astronautin" in der Runde "Lip Sync": "Das war die aufgehende Taschensonne, das war das Sterne-vom-Himmel-Runterholen ..." Schwindelte sie etwa?

Thomas Hermanns: "Das wirkt ausgedacht!"

Schwindel hatte Katja (42), Superfan des Pur-Sängers Hartmut Engler (59), leider in Runde 1 ("Der erste Eindruck") der "Parfümeriefachverkäuferin" Jessica unterstellt, die aber tatsächlich eine solche war, nebenbei Songs für den asiatischen Markt produzierte - und selbst mit einer begnadeten Singstimme gesegnet war, wie sich auf der "Bühne der Wahrheit" zeigte.

Hartmut Engler mit seinem Superfan Katja.
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Pur-Sänger Hartmut Engler und Superfan Katja hoffen auf den Gewinn von 10.000 Euro. TVNOW / Frank W. Hempel

Wer sollte als Nächstes ausscheiden, der "Comedian", der "Make-up-Artist" oder die "Hobby-Astronautin"? Neben Tim Mälzer bildeten diesmal Moderator Oliver Geissen (51), Comedian Michael Kessler (53) sowie die Wiederholungstäter Sophia Thomalla (31) und Thomas Hermanns (58) das Rateteam. Letzterer plädierte von Beginn an dafür, den "Comedian" rauszuwählen, allein schon wegen seines Outfits: Stand-up-Künstler sähen demnach cooler aus, die trügen "nich' so'n Glitzeranzug", war sich Herrmanns, selbst Disco-Fan und schon mehrfach in auffällig glänzenden Outfits abgebildet, ziemlich sicher. Das wirke einfach "ausgedacht".

Ein großzügiges Angebot ... oder?

Superfan Katja entschied sich tatsächlich für den jungen Mann - und Thomas Hermanns schwante plötzlich Böses: "Wenn ich mich jetzt bei dem Comedian verhaue, dann krieg' ich natürlich wirklich die Schande der Industrie ab." Sollte der Kandidat singen können und wirklich Comedian sein, dann dürfe er im Quatsch Comedy Club auf die Bühne, versprach der Leiter und Gründer desselben vermeintlich großzügig.

Der _Comedian_ performt auf der _Bühne der Wahrheit_.
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Kann nicht singen, aber bereits diverse Auftritte im Quatsch Comedy Club vorweisen: Comedian Berhane Berhane. TVNOW / Frank W. Hempel

Glück für Katja: Singen konnte Berhane Berhane tatsächlich nicht, Comedian ist er allerdings wirklich. Und: "Ich war schon tausendmal im Quatsch Comedy Club!" Auch gesprochen habe er dort bereits mit Hermanns, nur habe der seine "Show noch nie gesehen, weil ich immer nach der Pause war ..." - "Nein!", zeigte sich Thomas Hermanns mehr als peinlich berührt und wollte am liebsten vor Scham versinken: "Ich bin dann mal weg ..."

Kessler stichelt gegen Hermanns

Klar, dass auf diesem Patzer noch lange herumgeritten wurde. Als Hermanns in der nächsten drei "Lip Sync"-Runde glaubte, die (im Falle einer echten Sängerin echten) Bandstimme der "Wedding Plannerin" passe nicht zu ihrem Typ, grätschte Michael Kessler rein: "Genauso wie das Witzigsein zu Nummer 1?" Bis auf Mälzer stimmten letztlich alle für die "Empfangssekretärin".

"Wenn die uns jetzt allerdings hinters Licht geführt hat, dann können wir langsam das Studio verlassen", sorgte sich Thomas Hermanns, woraufhin Michael Kessler noch einen draufsetzte: "Nicht, dass die auch schon im Quatsch Comedy Club war!" War sie nicht: Tara arbeitet tatsächlich am Empfang sowie als Tattoo-Model, züchtet ansonsten Bulldoggen und konnte am Mikro nur Quietschtöne von sich geben.

Die (un-)geschminkte Wahrheit

Nach der ersten "Fakt oder Fake"-Runde mit Videos, in denen die Kandidaten mit verfremdeter Stimme aus ihrem Leben erzählten, verabschiedete sich Katja vom "Make-up-Artist", der jedoch tatsächlich einer war und davon träumte, Deutschland mal beim "Eurovision Song Contest" zu vertreten.

An der Stimme sollte das nicht scheitern: Kevin kann was! Und die "Wedding Plannerin", die in der zweiten "Fakt oder Fake"-Runde rausflog? An der war fast gar nichts echt: Susanne war Außendienstmitarbeiterin in einem medizinischen Labor, sprach fünf Sprachen, konnte Saxofon spielen - singen allerdings nicht. Überraschung zum Finale.

Überraschung zum Finale

Blieben am Ende die "Hobby-Astronautin" und der "Kunstschmied". Beim "Kreuzverhör" überzeugte die Blondine mehr, und als der ausgeschiedene Kandidat Alexander nur krächzte, schien es so, als sei Superfan Katja dem Preisgeld ganz nah. Würde die "Hobby-Astronautin" im Duett mit Hartmut Engler brillieren? Nö! Fröhlich quietschte Simone sich durch Robbie Williams (47) "Feel" und freute sich statt Katja über den 10.000-Euro-Gewinn.

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