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Für sein neues Experiment bei ProSieben will Jenke sein Gesicht verjüngen lassen – die rechte Hälfte mit chirurgischen Maßnahmen, die linke mit kosmetischen.

Jenke macht Schönheits-OP-Experiment: "Ich frage mich, ob ich den Verstand verloren habe"

"Je mehr ich lache, umso scheißiger sieht's aus": Jenke von Wilmsdorff lacht ungewollt schief in die Kamera. Seine eine Gesichtshälfte sieht etwas praller aus als die andere, frischer, glatter – jünger einfach. Die andere zeigt nahezu den alten Jenke, Falten zieren das Gesicht des 54-Jährigen, der für seine waghalsigen TV-Experimente bekannt geworden ist.

Mittlerweile ist der Journalist von RTL zu ProSieben gewechselt, den Auftakt bei seinem neuen Sender macht er mit der Show: "Jenke. Das Schönheits-Experiment". Dabei geht Jenke erneut an seine Grenzen: indem er sich seinem eigenen Antlitz stellt. Hundert Tage gibt er sich Zeit, um sich 20 Jahre aus seinem Gesicht wegzuspritzen, zu schaben, zu lasern, zu fädeln. Der besondere Clou: Die eine Gesichtshälfte wird nur kosmetisch behandelt, die andere chirurgisch. So will Jenke herausfinden, welche Methoden am besten wirken. Am Ende des Experiments will er wieder aussehen wie Mitte 30, nicht wie Mitte 50.

Was Jenke allerdings bald merken muss: Der Preis für die extreme Schönheit ist hoch. Wer jünger aussehen will und bereit ist, zu teils drastischen Maßnahmen zu greifen, muss neben viel Geld natürlich auch Zeit, Disziplin und Geduld beweisen – und den ein oder anderen Schmerz wegstecken.

Jenkes eine Gesichtshälfte wird von einer Kosmetikerin behandelt, die andere von einer Chirurgin

Die Maßnahmen der Kosmetikerin, die nur auf Jenkes linke Gesichtshälfte kommen, gleichen eher einem Wellness-Programm: Einmal wöchentlich bekommt er eine halbseitige Gesichtsmassage, durchblutungsfördernde Masken, chemische Peelings. Zu Hause muss Jenke einem strikten Beauty-Regime folgen, mit vielen Cremes, Seren und einem UV-Stab, mit dem er seine Haut behandeln muss.

Die rechte Gesichtshälfte wird stattdessen von der Chirurgin behandelt: zunächst nur mit nicht-invasiven Methoden, also Prozeduren, die das Gesicht nicht für immer verändern, sondern nur eine zeitweise Wirkung haben. So lässt sich Jenke Botox injizieren, die Wangen mit Hyaluronsäure aufpolstern, die Kinnpartie definieren, die Lippen aufspritzen. Gekrönt wird das ganze von Milchsäure-Unterspritzungen gegen Falten und einem Vampire-Lifting, bei dem die Haut mit Nadeln aufgestochen und mit aus Eigenblut gewonnen Plasma behandelt wird. Klingt wild, sieht auch so aus: Jenkes Gesicht ist glühend rot und geschwollen nach der Behandlung.

All die Schmerzen, die Nadeln, die Gifte, die unter die Haut gejagt werden: Ist das genug? Ist es das wert, all diese Maßnahmen zu ergreifen, nur, um jünger auszusehen? Zwischenzeitlich hadert Jenke mit sich selbst. Wie weit ist er bereit, zu gehen, welche Schritte sind noch vertretbar, wo fängt vielleicht sogar eine Sucht nach kosmetischen Eingriffen an – nur, um das Ziel zu erreichen, 20 Jahre jünger auszusehen? Und gefällt sich Jenke so überhaupt noch? Vor dem Spiegel stehend rätselt er:

"Ich stelle mir gerade die Frage, ob ich den Verstand verloren habe, ob ich das Maß verloren habe."

Bis sich der Schönheits-Effekt einstellt, dauert es natürlich: "Ich sehe tagelang wie verprügelt aus – aber jünger?", stellt Jenke nach den zahlreichen Eingriffen fest. Auch das Körpergefühl ist nach den über 20.000 Einstichen, die der Journalist innerhalb weniger Wochen vornehmen ließ, nicht unbedingt angenehm: "Ich seh nicht nur aus wie ein Mettigel, ich fühl mich auch so."

Zudem sieht Jenke zunehmend "krumm" aus: Auch wenn er nur leichte chirurgische Eingriffe in seiner rechten Gesichtshälfte vornehmen lässt, der Unterschied zur linken Hälfte wird immer deutlicher. Spätestens dann, wenn er sich die rechte Hälfte seiner Lippen aufspritzen lässt, die dann etwas traurig herunterhängt.

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Schwellungen, rote Haut, Schmerzen: Jenke einige Tage nach seiner Schönheits-OP. Bild: Prosieben

Nach langem Hin und Herr entscheidet sich Jenke schließlich doch dazu, den letzten Schritt zu gehen, um am Ende des Experiments 20 Jahre jünger auszusehen. Er legt sich unters Messer, unter Vollnarkose. Eine Chirurgin nimmt nun Eingriffe vor, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können: Die Haut der rechten Gesichtshälfte wird mit Eigenfett unterspritzt, mit einem CO2-Fraxel-Laser verbrannt, um Falten zu killen, die Haut am Hals wird mit einem Laser gestrafft, etwas Haut vom Augenlid entfernt.

Das Ergebnis sieht zunächst ernüchternd aus, mehr schmerzhaft als schön. Bis alles verheilt ist, wird es mehrere Wochen dauern.

20 Jahre jünger sieht Jenke nun nicht aus – nach Extrem-Experiment muss er nochmal operiert werden

Am Ende erreicht der Journalist nicht das Ergebnis, das er sich erhofft hat: Bei einem Dermatologen lässt er den Zustand seiner Haut messen, zum Beispiel, wie straff sie nun ist im Vergleich zu vor den Eingriffen oder wie es um seine Augenringe und Tränensäcke steht. Um 20 Jahre konnte Jenke die Uhr in seinem Gesicht nicht zurückdrehen: Aber seine linke Gesichtshälfte, die von der Kosmetikerin behandelt wurde, sieht immerhin acht Jahre jünger aus. Die rechte Gesichtshälfte sogar elf Jahre.

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Jenke muss sich noch an sein neues, junges Aussehen gewöhnen. Bild: Prosieben

An sein neues Äußeres muss Jenke sich erst einmal gewöhnen. Das ganze Programm würde er ungern noch einmal durchlaufen, das ist es nicht wert. Und trotzdem muss er noch einmal in den OP: Allein, um seine linke Gesichtshälfte chirurgisch an seine rechte anzugleichen.

(ak)

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