Jan Hofer startet schon bald mit seiner neuen Nachrichtensendung.
Jan Hofer startet schon bald mit seiner neuen Nachrichtensendung.
Bild: TVNOW/ Paul Schirnhofer

Seitenhieb gegen die "Tagesschau"? So betitelt Jan Hofer seine neue RTL-Sendung

28.07.2021, 11:25

Im März wurde bereits angekündigt, dass der Moderator bei RTL seine eigene Nachrichtensendung bekommt. Damals hieß es vom Sender: "Jan Hofer, langjähriger Chefsprecher der 'Tagesschau', wird Anchorman einer neuen wochentäglichen Nachrichtensendung im Hauptabendprogramm von RTL." Ziel sei es demnach, rund um das Flaggschiff "RTL Aktuell" das Newsangebot weiter auszubauen.

Anfang Juli gab es nun weitere konkrete Infos, denn "RTL Direkt" soll ab dem 16. August montags bis donnerstags um 22.15 Uhr ausgestrahlt und abwechselnd von Hofer und Neuzugang Pinar Atalay moderiert werden. Damit läuft die Sendung in direkter Konkurrenz zu Atalays altem Arbeitgeber, den "Tagesthemen". In dem Podcast "Nice am Stil" von der "GQ" sprach der 71-Jährige nun mit Janin Ullmann über sein neues Projekt und erklärte, was er nun anders machen möchte.

Jan Hofer will mitgestalten und mitbestimmen

Hofer sagte zunächst: "Man kann Dinge nicht neu erfinden, das weiß ich auch. Nachrichtensendungen, News-Shows haben eine gewisse Gesetzmäßigkeit, das ist ja klar. Aber wie man es macht, wie man die Leute anspricht und wen man anspricht, da gibt es eine große Bandbreite." Zudem stellte er klar, dass er nicht als Sprecher oder Moderator eingekauft sei, sondern schon die Redaktionspolitik mitbestimmen werde.

"Wir sind die einzige politische Live-Sendung, die aus Berlin gesendet wird, es gibt keine andere – mit einer Ausnahme, einmal in der Woche 'Bericht aus Berlin'", betonte Hofer. Anlässlich des neuen Formats werde in der Hauptstadt auch eine komplett neue Redaktion aufgebaut.

Jan Hofer und Pinar Atalay sind die Gesichter des neuen News-Formats.
Jan Hofer und Pinar Atalay sind die Gesichter des neuen News-Formats.
Bild: TVNOW / Gregorowius/MacMatzen

Als Moderatorin Janin Ullmann wissen wollte, was denn nun der Unterschied zwischen "Tagesschau" und RTL sei, erklärte er überraschend, dass die neue Sendung "anders, kleiner, hoffentlich effektiver und ohne Schere im Kopf" sein werde. Was die Gehälter bei den Öffentlich-Rechtlichen im Vergleich zu den Privaten angeht, verriet Hofer übrigens:

"Im Verhältnis zu dem, was man in anderen Bereichen der Medien verdienen konnte, war das nicht viel."

Der Moderator kritisierte jedoch auch seinen neuen Arbeitgeber, nachdem er zunächst lobende Worte für Peter Kloeppel fand und ihn als "Glücksfall" für den Sender betitelte. Er meinte nämlich: "Peter hat es geschafft, dem eine solche Seriosität und eine solche Nachhaltigkeit zu verschaffen, die sie nicht immer verdient haben, um das mal vorsichtig zu sagen. Das ändern wir gerade. Aber das System der Auslandskorrespondenten, des wirklich umfassenden politischen Hintergrundes, der ist schon bei der ARD beheimatet. Aber wie gesagt, das kann sich ja ändern."

Zum Schluss kam übrigens noch Linda Zervakis dazu, die künftig nicht mehr im Studio der "Tagesschau", sondern in dem von ProSieben stehen wird. Die 46-Jährige meinte über ihren Wechsel: "Sie haben Linda eingekauft und natürlich auch ein Stück weit den Hauch der 'Tagesschau'. Also ich glaube, ich weiß, wie ich mich in bestimmten Situationen zu benehmen habe, wie ich Interviews führe oder was mein journalistischer Ansatz ist, den ich bislang gelernt habe. Und da gibt es für mich keinen Grund, davon abzurücken, also ich werde jetzt keinen unseriösen Journalismus betreiben."

(iger)

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