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Günther Jauch gab sich beim "Wer wird Millionär"-Sommerspecial ungewohnt harmonisch. Bild: TVNOW (Screenshot) / TVNOW (Screenshot)

"Wer wird Millionär?": Entrüstung bei Zuschauern nach Sommerspecial

Nach einer längeren Durststrecke ohne "Wer wird Millionär?" bekamen die TV-Fans nun endlich ein Wiedersehen mit Moderator Günther Jauch – und zwar im Rahmen eines WWM-Sommerspecials: In der Sendung spielten dieses Mal Dreierteams gemeinsam um die Million und verzichteten für einen Teamjoker, bei dem sie sich als Gruppe beraten durften, auf den Telefonjoker. Zwischen Plastikpflanzen, Liegestühlen und Strandbar im Studio ging es allerdings ziemlich seicht zu – mit einem harmonisch gesinnten Jauch und den harmlosesten Fragen seit langem.

WWM: Jauch gibt Tochter-Mutter-Oma-Trio Hilfestellung

Als erstes versuchte sich ein Drei-Generationen-Trio aus Dresden und Braunschweig im Kampf um die Million: Auf Jauchs Stuhl durften mit Lea Angersbach, Sabrina Angersbach und Petra Walter Tochter, Mutter und Großmutter platznehmen. Walter, die Älteste von ihnen, bekam schon bei der 300-Euro-Frage äußert kulante Hilfestellung von Jauch: Sie sollte beantworten, was "nicht nur sprachlich ganz süß ist":

Der Moderator verhalf ihr durch mehrmaliges Nachfragen und einen Platzwechsel innerhalb des Studios zur richtigen Antwort D). Daraufhin erschlich die TV-Zuschauer bereits eine böse Vorahnung, was sie in diesem Sommerspecial zu erwarten hatten:

Und die Befürchtungen bewahrheiteten sich. Nach der 500-Euro-Hürde übernahm die Enkelin den Platz auf dem Ratestuhl von der Großmutter und bekam unter anderem die 4000-Euro-Frage (!) serviert, mit welchem Buchstaben man einen Emoticon mit herausgestreckter Zunge bildet:

Besonders für Kandidatinnen aus der Generation der Studentin war das Identifizieren der richtigen Lösung B) schlicht ein Witz.

Bei der 32.000-Euro-Frage durfte schließlich die Mutter auf dem Stuhl platznehmen, wo sie treffsicher die Songzeile "La da da dee da da da da" als Intro des 90er-Hits "Be My Lover" von La Bouche identifizierte. Bei der 64.000-Euro-Frage nach Pablo Escobars Haustieren warf sie aber freiwillig das Handtuch. Sie kassierte für die Familie nicht nur 32.000 Euro, sondern auch eine gehörige Portion Spott der Twitter-Gemeinde.

Profi-Tänzer bei WWM bewerteten einst Joachim Llambi

Danach trat das Ehepaar Conny und Thomas Kokott aus Sankt Augustin ebenfalls im Kreis der Familie an: Sie nahmen gemeinsam mit ihrem Sohn Marc Hötting aus Leverkusen teil, der als Personalleiter in einem Pharmaunternehmen tätig ist. Das Besondere an dem Team: Alle drei waren auch als Profi-Tänzer aktiv.

Nach ähnlich seichten Fragen wie bei der ersten Gruppe wurde es allerdings erst etwas interessanter, als die Familie aus dem Nähkästchen zu plaudern begann, weil Jauch das Thema auf "Let's Dance" lenkte: Die Eltern verrieten, dass sie früher bei Wettkämpfen als Juroren tätig waren und sogar Joachim Llambi bewerteten, als dieser selbst noch als Tänzer aktiv war.

Der kleine Plausch verleitete Sohn Hötting aber offenbar zu Übermut: Bei der Frage nach dem Nachnamen von Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbocks Ehemann war es aus für die Tanzfamilie, denn Hötting vermutete beim Baerbock-Gatten den Nachnamen Fahreschnell (richtige Antwort wäre Holefleisch gewesen) und fiel auf 500 Euro zurück. Zum Abschied des Teams kam aber noch das, was die Zuschauer auf Twitter ohnehin schon witterten: Ein gemeinsamer Tanz der Eltern, die in einem flotten Wiener Walzer um Jauch und ihren Sohn herumwirbelten.

Poker-Trio beim Sommerspecial setzte ganz und gar nicht auf Zocken

Als drittes Team begrüßte Jauch das Trio um Thorsten Hef, Rainer Bardtke und Marcus Petzel aus dem Rhein-Neckar-Kreis, das normalerweise als Pokerrunde zusammenwirkt. "Wir nehmen natürlich die Risikovariante, wir sind Zocker", so die Kampfansage der drei Herren. Bei einer Unsicherheit zur 2000-Euro-Frage über Tief- und Flachspüler bewies Heft dann aber eher das Gegenteil: Er war sich nicht sicher, ob es sich um Waschmaschinen, Meeresküsten, Kloschüsseln oder Baumwurzeln handelte. Er vermutete zwar die richtige Antwort (Kloschüsseln) dahinter, befragte aber trotzdem lieber das Publikum.

So ging es dann auch mit Bardtke weiter, der munter Joker verpulverte, obwohl er sich bei den Antworten fast sicher war – von Zocken kaum eine Spur. Zwischendurch bekamen die Zuschauer dann noch zusammenhangslos einen Einspieler zu einer privaten Bobbycar-Meisterschaft gezeigt, bei denen einer der Pokerspieler als Huhn verkleidet teilgenommen hatte.

Die Unzufriedenheit nach diesem WWM-Sommerspecial war auf Twitter also deutlich zu erkennen. Es bleibt abzuwarten, wie die ausgehungerten Fans auf die nächsten Folgen reagieren.

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