Sat.1-Logo auf einem Aufsteller in der UCI Kinowelt in Bochum. Der Sender hat die Show Pl
Wie seine Partnersender ProSieben und Kabeleins krempelt Sat.1 seinen News-Auftritt um. Bild: imago images/Future Image
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Sat.1 setzt Kult-Show ab – doch Fans können aufatmen

05.01.2023, 10:25

Für Zuschauer:innen von ProSieben, Sat.1 und Kabel eins stehen im neuen Jahr einige Änderungen an: Die Sendergruppe ProSiebenSat.1, zu dem die drei Kanäle gehören, will ihre Nachrichtensendungen in Zukunft selbst produzieren. Jahrelang hatte das der TV-Sender Welt gemacht, die Zusammenarbeit wird jedoch nicht verlängert.

Die eigenproduzierten Nachrichtenshows werden auch einen neuen Fokus bekommen. Sie sollen "lokaler werden, näher an den Menschen", erklärte Chefredakteur Sven Pietsch Ende Dezember. Außerdem wollen die Sender ihren Digitalauftritt ausbauen.

20.10.2022, Berlin: Friedrich Merz (M), CDU-Bundesvorsitzender, nimmt mit Angela van Brakel (l-r), Stephanie Puls, Claudia v. Brauchitsch, Jule Gölsdorf, und Karolin Kandler, alle Moderatorinnen, an e ...
Nachrichtenmoderatorinnen von ProSieben nehmen Oppositionsführer Friedrich Merz (CDU) "in die Zange". Bild: dpa / Christoph Soeder

Angesichts dieser Umbruchstimmung an der News-Front mutet eine jetzt bekannt gewordene Entscheidung seltsam an.

Sat.1 will seinem Investigativformat "akte." den wöchentlichen Sendeplatz streichen. Die Sendung hatte zuletzt mit schockierenden Enthüllungen aus dem Fleisch-Imperium von Clemens Tönnies für Aufsehen gesorgt und auch in der Vergangenheit diverse Missstände aufgedeckt. Unter anderen überführte die Redaktion der Show Besitzer von Kinderpornografie und berichtete über Kokain im Reichstag.

Doch weil die Quote zuletzt gehörig schwächelte – die 42 Ausstrahlungen 2022 lockten im Schnitt nur rund 600.000 Zuschauer:innen vor den Fernseher – hat man sich bei Sat.1 dafür entschieden, "akte." nicht mehr wöchentlich zu bringen. 4,9 Prozent Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe war den Programmchef:innen einfach zu wenig.

"akte." soll in neuem Format weiterbestehen

Doch Fans der Show können aufatmen: Sat.1 hält weiter die Namensrechte an "akte." und plant, die Sendung, die seit 1995 im Programm des Senders ist, neu aufzurollen. Statt einer wöchentlichen Ausstrahlung soll es künftig diverse Einzelausgaben geben – mit unter dem Strich aber mehr Sendezeit.

Sendersprecher Christoph Körfer sagte gegenüber dem Medienportal "dwdl.de": "'Akte' wird 2023 regelmäßig in der Primetime laufen, mit investigativen Reportagen wie 2022 um das Schlachtimperium Tönnies. Zudem gibt es immer wieder Spezial-Ausgaben in der Prime und wie bislang in der Late Prime – allerdings nicht mehr Woche für Woche."

Wechsel auf dem Moderatorenplatz

Zudem wird sich auch das Gesicht der Show verändern. Den Platz von Claudia von Brauchitsch, die die Sendung seit 2019 moderierte und künftig Sprecherin der "Sat.1 Nachrichten" ist, wird Matthias Killing einnehmen, bestätigte Sat.1-Chefredakteurin Juliane Eßling laut "dwdl.de". Killing dürfte vielen Zuschauer:innen in erster Linie als Moderator des "Frühstückfernsehens" und von "ran" bekannt sein.

Matthias Killing (rechts) wird künftig "akte." moderieren.
Matthias Killing (rechts) wird künftig "akte." moderieren. Bild: IMAGO/Pakusch
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Das wohl größte Dschungelcamp-Drama ereignete sich 2022 abseits der eigentlichen Show: Peter Klein, der als Begleitung von Lucas Cordalis mit nach Australien gereist war, soll seine Frau Iris im Hotel mit Yvonne Woelke betrogen haben. Später kursierte sogar ein mutmaßliches Kuss-Foto von Woelke und Peter Klein im Netz, doch Woelke bestritt bei RTL, dass es am Flughafen zu einem Kuss gekommen sei: "Im Fahrstuhl war gar nichts. Ich hab ihm nur in die Augen geguckt, weil er geweint hat."

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