Unterhaltung
TV

RTL: Serie über FC Bayern floppt – warum das nicht überrascht

RTL zeigt "Gute Freunde" nur teilweise im linearen TV-Programm.
RTL zeigt "Gute Freunde" nur teilweise im linearen TV-Programm.bild: RTL / JÜRGEN OLZCYK
TV

Serie über FC Bayern floppt bei RTL – warum das nicht überrascht

23.11.2023, 14:45
Mehr «Unterhaltung»

Der FC Bayern hat die Meisterschaft auch in dieser Saison fest im Visier, gleichwohl sich der Verein derzeit mit dem zweiten Platz hinter Bayer Leverkusen zufriedengeben muss. RTL hat dem Klub nun eine ganze Serie gewidmet: "Gute Freunde" lief am Abend des 22. November im linearen Programm, allerdings zeigt der Sender nur drei von sechs Folgen. Der Rest ist auf der Streaming-Plattform RTL+ zu finden.

"Gute Freunde" beleuchtet die Historie des FC Bayern, die echten Protagonisten treten allerdings nicht auf. Vielmehr werden Fußball-Legenden wie Franz Beckenbauer, Sepp Maier, Gerd Müller oder Paul Breitner von Schauspielern verkörpert. Das Drehbuch basiert auf dem Roman "Gute Freunde: Die wahre Geschichte des FC Bayern München" von Thomas Hüetlin.

Nun steht fest: Zumindest die lineare Ausstrahlung der Serie stieß kaum auf Interesse, der Marktanteil fällt enttäuschend aus. Da kann die Vergangenheit des FC Bayern wohl noch so ruhmreich sein.

Serie über FC Bayern floppt bei RTL

Laut Angaben von "dwdl.de" schalteten am Mittwochabend ab 20.15 Uhr durchschnittlich nur 1,56 Millionen Menschen ein, und davon wiederum zählten lediglich 390.000 zur Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Der Marktanteil liegt bei nicht gerade berauschenden acht Prozent. Die Konkurrenz von Sat.1 und ProSieben schnitt zur Primetime besser ab.

Watson ist jetzt auf Whatsapp
Jetzt auf Whatsapp und Instagram: dein watson-Update! Wir versorgen dich hier auf Whatsapp mit den watson-Highlights des Tages. Nur einmal pro Tag – kein Spam, kein Blabla, nur sieben Links. Versprochen! Du möchtest lieber auf Instagram informiert werden? Hier findest du unseren Broadcast-Channel.

Anscheinend hatte RTL ohnehin keine allzu großen Hoffnungen in "Gute Freunde" gesetzt. So zumindest lässt sich erklären, dass von vornherein nur drei Folgen in die Programmplanung aufgenommen wurden. Der Sender dürfte sich bestärkt sehen.

Gerd Müller (Markus Krojer, r.) und Franz Beckenbauer (Moritz Lehmann) feiern ausgelassen den Sieg.

Die Verwendung des sendungsbezogenen Materials ist nur mit dem Hinweis und Verlinkung auf RTL+ gest ...
"Gute Freunde" kann bei RTL nicht überzeugen.bild: rtl+

"Gute Freunde": So reagieren die RTL-Zuschauer

Bei Social Media fallen die Reaktionen auf "Gute Freunde" durchwachsen aus. Kritik gibt es beispielsweise an den Darstellern. "Peinlich, peinlicher – und danach dann irgendwann 'Gute Freunde'", wettert ein Zuschauer. Weiter lautet das eindeutige Urteil:

"Vielleicht hätte man es mit richtigen Schauspielern versuchen sollen, die den Protagonisten wenigstens im Ansatz ähneln."

Ein anderer User hat mit der Serie ganz andere Probleme, er versteht schlicht den Dialekt nicht. "'Gute Freunde' täte ein Untertitel gut. Verstehe nur die Hälfte", schreibt er auf X (ehemals Twitter).

Zumindest Fans des FC Bayern können aber immerhin etwas mit der Produktion anfangen. "Der Vibe der 'Gute Freunde'-Serie ist bis jetzt mega!", schwärmt eine Zuschauerin.

Eine andere Nutzerin vergleich das Format sogar mit einer "Zeitreise", was sie auch an der Inszenierung festmacht.

Abgesegnet ist "Gute Freunde" nicht zuletzt sogar von FC-Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß. "Die Schauspieler müssen sich sehr mit der Materie, mit unserem Club beschäftigt haben. Auch der Regisseur und derjenige, der das Buch geschrieben hat. Da ist ein Meisterwerk gelungen aus meiner Sicht", erklärt Hoeneß auf der Homepage des Vereins.

Die Einschaltquoten hat sein positives Fazit offensichtlich aber nicht beflügelt. Womöglich tragen auch die jüngsten miserablen Leistungen der deutschen Nationalmannschaft dazu bei, dass sich die Fußball-Euphorie in Deutschland aktuell generell in Grenzen hält.

"Kuschelkurs": "Let's Dance"-Profi Christian Polanc wundert sich über Jury-Urteil

Im Halbfinale von "Let's Dance" wurde Ann-Kathrin Bendixen aus der Show gewählt. Im Gegensatz zu ihrer Leistung in der Vorwoche lobte die Jury ihre Darbietungen. Nach dem Langsamen Walzer meinte Joachim Llambi: "Ich war letzte Woche von dem Slowfox super enttäuscht, sage ich dir ganz ehrlich. Da war so viel nicht gut. Aber es war letzte Woche und wir haben immer gesagt, dass wir jede Show bewerten." Er sei mit ihrer Leistung nun zufrieden.

Zur Story