Unterhaltung
15 Minuten Live-Sendezeit? F

Joko und Klaas sind im TV kongeniale Partner. Bild: dpa / [b'ProSieben', b'Sina \xd6stlund']

Privat keine Freunde – wieso Joko nun dennoch Klaas eine Liebeserklärung macht

In Zeiten von Corona müssen die Fernsehsender erfinderisch werden. ProSieben hatte dabei eine besonders praktische Idee: Der Sender holte einfach Podcasts ins TV. Den Anfang machte vergangene Woche Klaas Heufer-Umlaufs "Baywatch Berlin". Am Dienstag waren dann Joko Winterscheidt und Paul Ripke mit "Alle Wege führen nach Ruhm" an der Reihe.

Und während bei "Baywatch Berlin" Klaas und seine zwei Kumpels in einem Studio zusammenkamen und gemeinsam an einem runden Tisch plauderten, quatschten Joko und Paul nur aus der Entfernung. Denn der Fotograf lebt in New Port Beach (Kalifornien), Joko in München. Statt steriler Studioperspektive gab es privatere Einblicke. Joko sendete beispielsweise von seiner Terrasse. Auch inhaltlich ging es bei den beiden deutlich in die Tiefe – fernab von Corona.

Joko über seinen Karrierestart und seine Abi-Note

So erfuhr der Zuschauer oder eben der Zuhörer von Jokos 3,7er Abi, seiner "Karriere" in einem Callcenter, wo er Lottoscheine verkaufte und sogar drei Finanzklagen einkassierte, seinem Versuch, Pilot zu werden – er scheiterte übrigens, weil er am Abend vor der psychologischen Untersuchung zu hart gesoffen hatte – und seinem Start in der TV-Branche.

Titel: Fernseh-Premiere für ,,Alle Wege führen nach Ruhm

Joko ist nun mit Paul Ripke im TV zu sehen. Bild: dpa / ProSieben

Das wahre Highlight war aber eine Story, die Joko auf Wunsch seines Podcast-Kollegen Paul Ripke zum Besten gab – und in der auch Klaas eine entscheidende Rolle zukam. Paul wollte unbedingt die offenbar legendäre "Koffer-Geschichte" hören. Und die spielte sich folgendermaßen ab:

Klaas ist "wie eine Mutti"

Nach der ersten Staffel "Duell um die Welt" war Joko abends in Köln mit einigen Kollegen noch ausgiebig feiern, der Alkohol floss in Strömen. Klaas hingegen war offenbar vernünftiger und wusste, dass es morgens um 6 Uhr zum Flughafen gehen sollte. Für ihn stand nämlich der erste Tag einer Filmproduktion an, während es für Joko weiter in den Urlaub gehen sollte. Also stand Klaas morgens um 6 Uhr an der Rezeption und wollte auschecken. Nur von Joko fehlte jede Spur. Der war erst 15 Minuten zuvor ins Hotel gekommen – und voll bis obenhin.

Irgendwie schafften die beiden es aber trotzdem rechtzeitig zum Flughafen, wo Joko auf seinen Koffern immer wieder einschlief. Nur dem Einsatz von Klaas war es zu verdanken, dass davon keine ungewollten Fan-Fotos existieren, denn der wehrte alle Fotoversuche tapfer ab. Das honorierte Joko nun mit liebevollen Worten, mit denen man so wohl nicht gerechnet hätte:

"Das muss man Klaas wirklich lassen. Wenn es mir körperlich zu schlecht geht aufgrund von abendlichen Exzessen, ist Klaas wirklich der beste Freund, den man sich wünschen kann. Der kümmert sich wie eine Mutti."

Warum die Jokos Worte so überraschend sind

Warum diese Art Liebeserklärung so überraschend ist? Noch vor einer Woche hatte Joko in seinem Podcast über seine Beziehung zu Klaas gesprochen und gesagt: "Privat kein Kontakt". Zuvor hatte vor allem Klaas immer wieder ganz offen gesagt, dass es keine private Freundschaft zwischen den beiden gebe. Joko räumte daraufhin auch ein, dass sie zwischenmenschlich einfach nicht zueinander passen würden. In der Folge vom Dienstag wurde dennoch deutlich: So richtig ohneeinander können die beiden trotzdem nicht.

Aber weiter in Jokos Schilderung: Als die beiden TV-Buddys dann in Berlin gelandet waren, brachte Joko den armen Klaas auch noch dazu, sein Auto nach Hause zu fahren, da er sich selbst nicht dazu in der Lage sah. Und während Klaas sich also auf den Weg zu Jokos Wagen machte, wurde es für Joko richtig unangenehm.

"Klaas – ich muss zu Klaas!"

Um aufs Klo gehen zu können, bat er einen Passanten, kurz auf sein Gepäck aufzupassen. Doch als er wiederkam, war der verschwunden. Und was war Jokos erster Gedanke? "Klaas – ich muss zu Klaas!"

Er rannte in die Tiefgarage, erwischte ihn sogar noch – nur hilfreich war das nicht. Also lief er zurück zum Terminal und machte sich wie ein aufgescheuchtes Huhn auf die Suche nach seinen Koffern. Irgendwann hörte er ein Schnaufen hinter sich. Der Mann stand völlig außer Atem mit dem Gepäck hinter ihm. "Sagen Sie mal, was haben Sie gemacht? Ich sah Sie nur aus der Toilette kommen, Sie schauen nach links, schauen nach rechts und wie von der Tarantel gestochen rennen Sie los in die Tiefgarage. (...) Ich muss zu meinem Flug!", zitiert Joko den aufgebrachten Mann, der immer noch sein Gepäck aufbewahrte. Wie unangenehm!

Wer etwas gute Laune braucht, sollte sich Jokos "Koffer-Geschichte" dringend ab Minute 54 im Podcast selbst anhören. Der TV-Auftakt für "Alle Wege führen nach Ruhm" ist definitiv geglückt. Ob es eine Fortsetzung gibt, wird sich zeigen. Für "Baywatch Berlin" wurden bereits neue TV-Folgen angekündigt.

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(jei)

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