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Einer der größten Moderatoren der deutschen TV-Geschichte und Markus Lanz (l.). Bild: screenshot zdf

Gottschalk bei "Markus Lanz": "Darf die Kanzlerin sich verschleiern?"

"Ich bin heute ängstlicher geworden, mich zu verlaufen", sagt Thomas Gottschalk. Die Moderatoren-Legende meint damit aber nicht, dass er ohne Handy keinen Gummibärchen-Shop mehr findet.

Gottschalk spricht am Dienstagabend in der ZDF-Talkshow von Markus Lanz über eine Welt, die komplizierter für ihn geworden ist. Und er erklärt das auf ziemlich unterhaltsame Weise. Vier lustige Momente bei "Markus Lanz":

Gottschalk und das Verlaufen

Früher habe es nur die ARD und das ZDF gegeben. Und in der Politik nur die Union und die SPD. "Dieses Weltbild ist im Eimer", sagt Gottschalk.

"Ich hatte auch immer noch den Eindruck im Radio, egal ob ich mich um Kopf und Kragen geredet habe, die Leute haben gesagt: Den Gottschalk kannst du eh nicht ernst nehmen."

Heute sage dagegen niemand mehr: Ist ja nur der Gottschalk.

Sondern: "Um Gottes Willen, das Ende des Abendlandes."

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Bild: screenshot zdf

Die verschleierte Kanzlerin bei "Markus Lanz"

Neben Gottschalk sitzt an diesem Abend der Fraktionschef der Union im Bundestag, Ralph Brinkhaus. In der Politik sei die Vorsicht vor einer spitzen Aussage noch größer, sagt Gottschalk.

"Dass man diese Schere irgendwo im Kopf hat, das ist nicht zu bestreiten", gibt Brinkhaus zu. "Aber wir sollten da auch als Politikerinnen und Politiker mutiger sein." Zugleich wünscht sich der CDU-Politiker eine höhere "Fehlertoleranz" von den Medien.

Moderator Lanz spricht das "Aufreger-Interview" von Brinkhaus an, in dem dieser gesagt hatte: Auch ein Muslim könne Kanzlerkandidat der CDU werden. Er habe ein ausgewogenes Interview gegeben, das dann zugespitzt wurde, sagt Brinkhaus "Da hatte ich dann großen Spaß", bemerkt er sarkastisch.

Und Gottschalk schiebt gleich den nächsten Witz hinterher: "Man muss das auch zu Ende denken: Darf eine Kanzlerin sich verschleiern?"

Gelächter bei "Markus Lanz"

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Bild: screenshot zdf

Gottschalk hat verstanden, wie er zuspitzen muss. Ob mit seiner Bemerkung aber die aktuelle Kanzlerin oder womöglich die nächste gemeint sei, das wollte Gottschalk nicht kommentieren.

Gottschalk fährt Lanz in die Parade

Gottschalk weiß auch, wann er eingreifen muss: Lanz will von seinem Gast Brinkhaus wissen, ob dieser den umstrittenen Ex-Verfassungsschutz Hans-Georg Maaßen aus der CDU ausschließen möchte. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte die Debatte in einem Interview aufgemacht, sagte aber hinterher, es sei ihr nicht um einen Parteiausschluss Maaßens gegangen.

Brinkhaus lässt sich nicht auf die Frage ein. Würde er sie beantworten, schrieben die Journalisten morgen von einem Streit zwischen ihm und AKK, sagt er. Lanz hakt nochmal nach – und Gottschalk schaltet sich ein. Er streckt beide Arme aus, einen zu Brinkhaus und einen zu Lanz.

"Moment", sagt Gottschalk und wendet sich an Brinkhaus, "er hat gerade gesagt, in unserem Haus sind viele Zimmer. Jeder weiß, dass in einem Haus, in dem viele Zimmer sind, immer einer sitzt, der dummes Zeug redet." Trotzdem sei es ein Haus, führt der Moderator seinen Vergleich aus.

Brinkhaus ist begeistert. "Wenn ich ihn bezahlen könnte, würde ich ihn sofort in unseren Beraterstab nehmen", scherzt er.

Gottschalk: "Deswegen hab ich plötzlich wärmste Gefühle zu Helene Fischer"

Am Ende der Sendung geht Gottschalk dann noch einmal auf die Medien ein. Wenn ihn ein Taxifahrer um Tipps für die Ehe bitte, erzähle er ihm alles. Wenn die Presse anfrage, antworte er dagegen: "Du dumme Nuss, du willst deine Zeitung verkaufen, es ist dir völlig egal, was in meinem Leben passiert, es passt dir gerade in den Kram, weil Prinz Harry schwächelt."

Da ist doch etwas Zorn da, bei Gottschalk. Aber auch Zuneigung. Für Helene Fischer. "Deswegen habe ich wärmste Gefühle zur Helene Fischer", sagt Gottschalk. "Weil dieser arme Luftturner, der sie liebt aus vollem Herzen, und nicht versteht, warum er durch die Mangel genommen wird..."

Gottschalk meint Thomas Seitel, den neuen Freund der Schlagersängerin. Der hatte kürzlich mit dem "Zeit"-Magazin über seine Beziehung gesprochen – und die hartnäckigen bis nervigen Nachforschungen der Medien dazu. "Dass das, was er der 'Zeit' auch bei denen (die Klatschpresse, Anm.) ankommt, soweit denkt er nicht", ruft Gottschalk.

"Und dann: Oh Gott!"

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Bild: screenshot zdf

(ll)

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