Unterhaltung
Bild

US-Fernsehen berichtet über Michael Wendler – Inhalt dürfte ihm gar nicht gefallen

In deutschen Medien ist Michael Wendler mittlerweile ein Dauerthema. Seit der Schlagersänger unter die Verschwörungsschwurbler gegangen ist, leistet er sich regelmäßig neue Verfehlungen, die es in die deutsche Presse schaffen. Mittlerweile ist der Schlagersänger bei "DSDS" rausgeflogen und hat sich in die USA abgesetzt. In seiner Wahlheimat Florida wohnt er mit Ehefrau Laura Müller auf seinem Anwesen in Cape Coral im Bundesstaat Florida – bislang unbemerkt von den US-Medien.

Doch das könnte sich nun ändern. Erstmals seit seiner Offenbarung als Verschwörungsideologe ist Wendler jetzt auch im US-Fernsehen zu sehen. Und zwar beim Zweitkanal von "NBC News", einem der größten US-Sender. Der "German Superstar", wie er von den Moderatoren genannt wird, hat offenbar nun auch die Aufmerksamkeit der einheimischen Medienlandschaft erweckt.

Inhalt dürfte dem Wendler gar nicht gefallen: Es geht um Steuerschulden

Der Inhalt des Berichts dürfte dem Wendler gar nicht gefallen. Es geht nämlich nicht um seine Musik – sondern hauptsächlich um seine Steuerflucht aus Deutschland.

So berichtet "NBC News" über den "German Superstar":

abspielen

Video: YouTube/NBC2 News

Der "Sänger und TV-Star Maikel Wändler", wie der Moderator den Namen ausspricht, werde von der deutschen Regierung gesucht, weil er Steuern in Millionenhöhe nicht gezahlt habe. Mit diesem Satz wird der Wendler-Beitrag angekündigt.

"NBC News": Deutschland verlangte von USA, Wendler zurückzuschicken

In dem Bericht selbst macht sich NBC-Reporter Dave Elias auf Wendlers Spuren. Er spricht mit Ulli Winckler, einem ehemaligen langjährigen Freund Wendlers. Der erzählt, Wendler habe ihm gesagt, er habe Cape Coral ausgesucht, weil er Motorboote und das Wasser liebe. Der Wendler, heißt es in dem Bericht weiter, habe Deutschland endgültig verlassen, nachdem er wegen Beihilfe zur Insolvenzverschleppung angeklagt worden war.

Dass Wendler Corona-Maßnahmen der deutschen Regierung mit Konzentrationslagern verglichen habe, sei ein "No Go", sagt Winckler dann. "Er versteckt sich hier, um nicht bestraft zu werden", sagt der ehemalige Freund schließlich über Wendler.

Im Beitrag wird der Wendler als "Pop-Star" beschrieben, der sich in Cape Coral "vor der deutschen Regierung und seinen Gläubigern versteckt". Wendler lebe in den USA mit einer regulären Green Card, also einer Aufenthaltserlaubnis für Nicht-US-Bürger. Außerdem gibt "NBC News" an, dass "die deutsche Regierung die amerikanische Regierung gebeten hat", Michael Wendler nach Deutschland "zurückzuschicken".

Tatsächlich wurde eine Verhandlung gegen den Schlagersänger wegen Beihilfe zum Vereiteln einer Zwangsvollstreckung schon zum dritten Mal verschoben. Ursprünglich war der Prozess für den 8. Dezember 2020 angesetzt. Nun soll er im Juli dieses Jahres stattfinden.

Das deutsche Bundesamt der Justiz bat in der Angelegenheit das US-Justizministerium um Hilfe. Sie sollen dem Sänger die Prozess-Ladung amtlich an seinen Wohnort in Florida zustellen, damit Michael Wendler der Ladung nicht mehr aus dem Weg gehen kann.

Denn um sicherzustellen, dass Wendler zum Prozess erscheint, muss ihm eine ordnungsgemäße Ladung zugestellt werden. Ob es in dem Bericht von "NBC News" um diesen Prozess geht, ist allerdings nicht klar.

(lau)

Exklusiv

Sahra Wagenknecht: "Klimaschutz darf kein Elitenthema bleiben. Fridays for Future fand an Gymnasien und Hochschulen statt, aber kaum an Real- und Berufsschulen"

Die Linken-Politikerin spricht im watson-Interview über das Erbe der Ära Merkel, ihren Blick auf Fridays for Future – und darüber, warum diskriminierte Minderheiten aus ihrer Sicht wenig von Diversity und Frauenquoten haben.

Im November 2019 lag Sahra Wagenknecht vor Angela Merkel. Ein paar Wochen, bevor die Welt zum ersten Mal von einem neuartigen Coronavirus hörte, war sie zumindest laut einer Umfrage des Instituts Insa Deutschlands beliebteste Politikerin, vor der Bundeskanzlerin. Wagenknecht ist seit fast drei Jahrzehnten auf der politischen Bühne: erst als Vertreterin der "Kommunistischen Plattform" in der PDS, einer Vorgängerpartei der Linken, später als Vizechefin der Linkspartei und als Fraktionschefin …

Artikel lesen
Link zum Artikel