Max Giesinger

Mit Tränen in den Augen verfolgte Max Gieisnger den Auftritt von MoTrip bei "Sing meinen Song". Bild: Screenshot TV Now

Rapper bringt Max Giesinger mit Flüchtlings-Vergangenheit zum Weinen

Am Dienstag gab es gleich zwei Show-Highlights im TV: Auf ProSieben traten Joko und Klaas gegen ihren Haus- und Hof-Sender an. Bei Vox hingegen wurde gesungen. Dort startete nämlich die neue Staffel "Sing meinen Song" mit Michael Patrick Kelly als Gastgeber. Der erste Abend der Musik-Show stand ganz im Zeichen von Max Giesinger – seines Zeichens ein ProSieben/Sat.1-Gewächs. Immerhin war er einst Kandidat bei "The Voice", ehe er Jahre später den Durchbruch schaffte. Nicht ganz unschuldig daran: sein Hit "80 Millionen". Und genau dieser sorgte nun auch bei "Sing meinen Song" für Gesprächsstoff.

Denn nicht nur, dass der Song bei Max Giesinger zum Liebes-Aus mit seiner damaligen Freundin geführt hat, nein, jetzt sorgte der auch noch für einen echten Gefühlsausbruch bei dem Sänger. Nicht aber, weil alte Gefühle hochkamen, sondern weil die Neuinterpretation von Rapper MoTrip alles andere als erwartbar war.

MoTrip singt über seine Flucht nach Deutschland

Statt den Hit einfach nur als Rap-Song zu präsentieren, wie es der Zuschauer vielleicht erwartet hätte, krempelte er den Text komplett um. MoTrip erklärte dazu, dass er nicht über die Suche nach der großen Liebe, wie es in dem Song eigentlich der Fall ist, singen wollte, sondern über seine Geschichte:

"Es wäre mir zu simpel, deine Lyrics nachzusingen. Ich habe da meine eigene Geschichte daraus gemacht. Es geht bei mir nicht darum die Person zu finden, sondern den Ort, an dem man sich zu Hause fühlt."

Denn MoTrip alias Mohamed El Moussaoui ist nicht in Deutschland geboren. Er kam als Kind mit seinen Eltern und seinen zwei Brüdern aus dem Libanon ins Land – als Flüchtling! Allein diese Ankündigung ließ bereits erahnen: Es könnte emotional werden. Und so war es dann auch.

MoTrip, Max Giesinger (r.)

Die Verwendung des sendungsbezogenen Materials ist nur mit dem Hinweis und Verlinkung auf TVNOW gestattet.

Max Giesinger war von MoTrips Version begeistert. Bild: tvnow / markus hertrich

Tränen bei Max Giesinger

Als er loslegte, sorgte er innerhalb weniger Sekunden für Gänsehautstimmung. Max Giesinger war so berührt, dass ihm die Tränen kamen. Auch Tauschkandidat Nico Santos musste ein paar Tränchen verdrücken. Mit feuchten Augen verfolgten alle das Spektakel auf der kleinen Bühne in Südafrika. Dass bei den umgewandelten Textzeilen Emotionen aufkamen, verwundert nicht. So sang und rappte MoTrip unter anderem:

So weit gekommen und so viel gesehen,
so viel passiert, das wir nicht verstehen,
Berge erklommen, um hier heut’ zu stehen.
Meere durchschwommen, um Krieg zu entgehen,
Grenzen passiert, marschiert unter Tränen,
doch ich fand hier meine Identität.
Alles verloren in der Nacht als wir flohen,
und mich dann hier gefunden,
als einer von 80 Millionen.

Michael Patrick Kelly, Max Giesinger (r.)

Die Verwendung des sendungsbezogenen Materials ist nur mit dem Hinweis und Verlinkung auf TVNOW gestattet.

Auch Gastgeber Michael Patrick Kelly war von MoTrips Version gerührt. Bild: TVNOW / Markus Hertrich

"Ich bin emotional komplett durch den Wind, nach nicht einmal 30 Minuten", sagte Max Giesinger nach dem Auftritt. Auch die Tauschsänger Nico Santos, LEA, Jan Plewka, Ilse DeLange sowie Gastgeber Michael Patrick Kelly waren von der Interpretation begeistert. Kein Wunder also, dass am Ende MoTrips Interpretation zum Song des Abends gekürt wurde. "MoTrip hat es geschafft, mich emotional so zu berühren, wie es lange kein Mensch mehr geschafft hat", gestand der ehemalige "The Voice"-Kandidat Giesinger. Nach diesem Auftakt sollte eins klar sein: Auch wenn einige Tauschsänger dieses Mal nicht so bekannt sind, dürfte die Staffel einiges zu bieten haben.

(jei)

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