Beim Wettbieten um den Jacht-Ausstatter "enteron" gerieten Carsten Maschmeyer und der Katamaran-Besitzer Nico Rosberg miteinander auf Crash-Kurs.
Beim Wettbieten um den Jacht-Ausstatter "enteron" gerieten Carsten Maschmeyer und der Katamaran-Besitzer Nico Rosberg miteinander auf Crash-Kurs.Bild: RTL / Bernd-Michael Maurer
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Rosberg plötzlich angriffslustig bei "Die Höhle der Löwen": "Sorry, Carsten"

11.10.2022, 06:30
Rupert Sommer

Es wirkte, als hätte man Nico Rosberg, der zuletzt in der "Höhle der Löwen" einen vornehm zurückhaltenden Eindruck machte, heimlich den Tiger in den Tank gepackt. Nach langem Trainingsanlauf gab er in der vorletzten Show der neuen Vox-Gründershowstaffel endlich Vollgas und setzte zu rasanten, durchaus aggressiven Überholmanövern an.

"Wenn ihr heute den Deal mit dem Carsten macht, wäre das ein ganz, ganz großer Fehler", fauchte Nico Rosberg plötzlich. Es ging in die heiße Phase im Wettbieten um ein Unternehmen, von dem im "echten Leben" vermutlich nur ganz wenige Fans der TV-Gründershow jemals wieder etwas hören werden.

Denn mal ehrlich: Wer besitzt denn schon eine Jacht, ein Hausboot oder auch nur ein kleines Segelboot? Für Nico Rosberg, der sich eben erst einen Öko-Katamaran gekauft hatte, ist "enteron" allerdings eine Herzensangelegenheit. Und für die riskierte er diesmal auch Zoff mit Carsten Maschmeyer.

Wohin mit Toiletten-Schmutzwasser auf Jachten?

Bei seiner überraschenden Kampfansage ging es zudem um ein eher unappetitliches Thema – um sogenanntes "Schwarzwasser". Also um Schmutzwasser, das in Schiffstoiletten anfällt und das üblicherweise in mit Chemikalien versetzten Tanks landet. Die werden leider viel zu häufig nicht ordnungsgemäß an Land geleert, das stinkende Gemisch landet mehr oder weniger heimlich in Meeren oder sogar in Badegewässern.

Die segelbegeisterte Familie Logisch aus Kleinmachnow, in der Show vertreten durch Erfindervater Thomas und seine Kinder Josephine, Leonard und Jonas, will das ändern: mit dem von ihr vorgestellten Wasserreinigungssystem "enteron". Es handelt sich um eine Art Bio-Klärwerk im Kleinformat – inspiriert von den Reinigungsvorgängen im menschlichen Darm. Mit tollem Ergebnis: Heraus kommt sauberes Wasser, das in die Umwelt abgeleitet werden darf.

Rasch kam es zum Zweikampf um die Pole Position bei "enteron". Carsten Maschmeyer ("Ich bin total fasziniert") ließ den Motor dröhnen und erwähnte seine weltumspannenden Kontakte bis nach Kalifornien, wo die größten Jachten der USA liegen. Nico Rosberg trat aufs Gas. Der Einwohner des Seefahrerstaats Monaco möchte die nachhaltige Abwasser-Lösung weltweit skalieren – dank entsprechender Kontakte. "Das wäre richtig klasse", sagte er über einen Deal. Doch da mussten – logisch – erst die Logischs zustimmen.

Nico Rosberg warnt vor einem "ganz, ganz großen Fehler"

Am Geld lag's nicht. Ihre Vorstellungen blieben vergleichsweise bescheiden: 25 Prozent der Firmenanteile für 150.000 Euro wollten sie haben. Carsten Maschmeyer und Nico Rosberg nickten das rasch ab, erwarteten aber beide eine Sperr-Minorität in Höhe von 25,01 Prozent. Zunächst sah es gut aus für Welt-Investor Maschmeyer.

Doch dann fädelte Rosberg nach links aus. "Bitte noch keine Entscheidung treffen", bat er die "enteron"-Entwickler und warnte sie vor dem "ganz, ganz großen Fehler". Begründung: "Ich bin zu 100 Prozent der perfekte Investor für euch!"

Die Familie hätte am liebsten beide Löwen eingefangen. Doch auch dagegen sträubte sich Rosberg, der wirklich zum Kämpfen bereit schien. "Sorry, Carsten", sagte er. Und murmelte etwas von "Respekt". In der Sache blieb der Jacht-Kapitän hart: Er oder keiner. Die Logischs machten mit ihm den Deal! Rosberg feiert den – und sich selbst – mit einem forschen Sieg-Sprung auf der Studio-Bühne. Fast wie früher zu Formel-1-Zeiten...

"Wo warst du vor fünf Jahren?"

Später meldete sich Nico Rosberg noch einmal zurück. Dann nämlich, als er sich vom Tüftler und Verkleidungsfan Marc Opletal einen Fantasy-Helm aufsetzen ließ, der mittels zugekaufter "Ople Props"-Ventilatoren von innen belüftet werden kann. Ein Erlebnis, das nostalgische Erinnerungen beim Weltmeister auslöste: "Wo warst du vor fünf Jahren?", wollte er vom Gründer wissen. Rosberg hatte sich bei Formel-1-Rennen immer mehr Luft unter seinem verschwitzten Helm gewünscht. "Genau das habe ich gesucht." Allerdings: damals! Im Hier und Jetzt gab's kein Geld mehr. Rosberg spart wieder.

In der Gesamtbilanz blieb Opletal nicht der einzige Komplett-Enttäuschte der Show. Auch die Halb-Spanierin Sabrina Döbler fand keine Unterstützung für ihre "Brunch Bag"-Erfindung – eine Kombination aus Kühl- und Damenhandtasche. Dagegen ergatterten Martina Kühn und ihr Sohn Alexander Jens, Gründer der veganen Salate-Reihe "Taste Like", Dagmar Wöhrl als Investorin. Und bei "TRIGGid", einer Erfindung von physiotherapeutischen Behandlungen mit selbst anbringbaren Kontakten an sogenannten Trigger-Punkten, machten Maschmeyer, Ralf Dümmel und der nicht anwesende Georg Kofler den Deal.

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