Maria Schimanski schaffte es nur einmal, Heidi Klum von ihren Model-Qualitäten bei "GNTM" zu überzeugen.
Maria Schimanski schaffte es nur einmal, Heidi Klum von ihren Model-Qualitäten bei "GNTM" zu überzeugen.
Bild: Screenshot / Instagram / anna_maria.gntm2021.official

Nicht im TV gezeigte Szenen: Darum glaubte Heidi Klum womöglich von Anfang an nicht an gehörlose "GNTM"-Kandidatin

15.02.2021, 16:4316.02.2021, 17:29

Eigentlich wollte Heidi Klum in der diesjährigen "Germany's next Topmodel"-Staffel auf ProSieben das Thema Diversität besonders in den Fokus stellen. Hautfarbe, Konfektionsgröße und Alter sollen also keine Ausschlusskriterien für ein Topmodel sein. Eine wichtige Vertreterin für Vielfältigkeit schmiss Heidi jedoch gleich in der zweiten Episode der 16. Staffel raus.

Die Kandidatin Maria Schimanski teilte nun ihrerseits einen Moment, der es zuvor nicht in die Castingshow geschafft hatte – und scheint damit zu beweisen, dass ihr von Anfang an nicht viele Chancen im Model-Wettbewerb eingeräumt wurden.

In Folge eins erntete gehörlose Kandidatin Maria noch viel Zuspruch

In Folge eins von "GNTM" bekam die 21-Jährige noch viel Sendezeit. War es doch etwas ganz Besonderes, dass erstmals eine gehörlose Kandidatin tatsächlich in die Top 31 von Heidi, und damit in die Show, eingezogen ist. Die Flensburgerin wurde zu Hause besucht und ihre ebenfalls gehörlose Familie interviewt. Später in der Sendung bekamen die Zuschauer sogar Heidis Tochter Leni kurz zu sehen, die der amerikanischen Gebärdensprache mächtig ist und mit der Kandidatin kommunizieren sollte.

Beim ersten Walkversuch von Maria gab es ebenfalls noch viel Lob von Heidi und dem Gastjuror Manfred Thierry Mugler, offenbar spielend schaffte es die gelernte Buchbinderin in die nächste Runde. In Folge zwei schlugen Heidi und die Mode-Designern Marina Hoermanseder dann aber völlig andere Töne an. Auf einmal glaubte die "GNTM"-Chefin nicht mehr an das Model-Potenzial der Flensburgerin.

Instagram-Post offenbart, welche Szenen mit Maria zu unwichtig waren

Dass Maria von Anfang an eventuell nur aus dem Diversity-Gedanken heraus bei "GNTM" weiterkam, legt nun ein Post von ihr auf ihrem offiziellen Instagram-Account, den sie eigens von ProSieben bekommen hat, nahe. Auf dem dazugehörigen Foto ist sie mit der Vorjahressiegerin Jacqueline Wruck zu sehen. Dazu schreibt Maria:

"Ich wollte etwas mit euch teilen, was ihr so leider gar nicht in der Sendung sehen konntet. Wie ihr auf dem Foto seht, war Jacky bei mir zu Besuch. Warum? Sie war mein Überraschungsbesuch und hat mir die Botschaft, dass ich bei 'GNTM' dabei bin, in Gebärdensprache übermittelt. Das war so ein schöner Moment. Ich war total geschockt und begeistert zugleich."

Dass also die Gewinnerin der vergangenen Staffel extra nach Flensburg gefahren ist, um Maria von der Arbeit abzuholen, fand im Fernsehen keinerlei Erwähnung. Stattdessen war jedoch zu sehen, dass Jacky eine andere Kandidatin zu Hause überraschen durfte: Romy, die insbesondere vom Fotografen Rankin in der aktuellen "GNTM"-Ausgabe immenses Lob einstreichen konnte, wurde ebenfalls von ihr abgeholt – und die Szenen schafften es auch ins TV.

Ob das ein Indiz dafür sein könnte, dass Romy im Schnitt der Sendung sehr viel größere Chancen auf den Titel oder zumindest die Top 10 eingestanden werden, bleibt unklar. Es könnte allerdings durchaus ein Eingeständnis dafür sein, dass Maria den Anforderungen in der Sendung letztlich nicht gerecht werden konnte und damit die Überraschungsszenen mit Jacky als überflüssig für die Show angesehen wurden.

Schlichte Nachfrage führte vermeintlich zum "GNTM"-Rauswurf

Verwunderlich an Marias Ausscheiden scheinen auch die Gründe: Die Gehörlose hatte die Star-Designerin zaghaft gefragt, ob man in dem Kleid von Hoermanseder ihre Brüste sehen könne: "Ich wollte fragen, ob das so sein muss?" Nach dem Entscheidungswalk griff die Designerin die Frage von Maria noch einmal auf, bestand darauf, dass sie schon anziehen müsse, was man ihr gebe. Als es danach kein Foto für die Kandidatin gab, wurde Hoermanseder mit Hasskommentaren überschüttet, denn es sah so aus, als sei die bloße Nachfrage der Knackpunkt gewesen. Mitnichten jedoch, wie Marina im Interview mit "spot on news" klarstellte:

"Wir waren uns einig, dass sowohl das Shooting, als auch der Walk nicht stark genug waren. Die diesjährige Staffel von 'GNTM' hat einfach so viel Qualität, dass es dieses Mal für Maria nicht gereicht hat."

Außerdem erklärte die Modedesignerin weiter: "Was man in der Ausstrahlung nicht sah, war, dass dies der dritte Look war, der Maria nicht gefiel. Models müssen in einer harten und schnelllebigen Branche ein extrem selbstbewusstes Auftreten haben, um Unsicherheiten zu überspielen, das ist Maria leider nicht gut genug gelungen." Demnach sei Maria sogar in der Sendung noch gut weggekommen, indem die besagten Szenen nicht gezeigt wurden.

Letztlich hat die empfindliche Reaktion von Marias Fangemeinde auf ihren Rauswurf gezeigt, wie viel Support eine gehörlose Kandidatin von den Zuschauern bekommt. Da könnte ein derart verfrüht angeordneter Exit Heidi vielleicht auch etwas zu streng gewesen sein. Immerhin hatte sie auch in einer ProSieben-Pressekonferenz bestätigt, dass diverse Mädchen wie das Curvy-Model Dasha bei realen Kunden durchaus eine Chance haben.

Der "GNTM"-Schnitt scheint in dieser Staffel des Öfteren Verwirrung zu sorgen. So wurde auch Kandidatin Ricarda Häschke, die freiwillig die Sendung in Folge zwei verlassen hat, gänzlich aus der Show geschnitten. Da bleibt abzuwarten, wie viel Inhaltliches die kommenden Folgen der 16. Staffel über die Modelsuche preisgeben werden.

(cfl)

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