Unterhaltung
Claudia Obert und Yotta

Bei "Promis unter Palmen" gab es am Dienstag Ärger zwischen Claudia Obert und den anderen Mitstreitern. Bild: Sat.1

Sat.1 erntet Shitstorm nach Mobbing bei "Promis unter Palmen" – und reagiert

Sat.1 hat sich mit "Promis unter Palmen" an ein neues Reality-TV-Format gewagt. Seit dem 25. März läuft die Show mit Promis wie Désirée Nick, Bastian Yotta und Carina Spack wöchentlich. Dass man sich nicht gerade die A- oder B-Riege der deutschen Stars in die Sendung geholt hat, ist Sat.1 wohl klar. Viel mehr setzte der Sender auf Krawallpotential. Denn das ist mit dieser Besetzung – auch das Ex-"Big Brother"-Pärchen Tobias Wegener und Janine Pink sind dabei – definitiv gegeben. Am Mittwoch ist der Sender allerdings zu weit gegangen.

Da verließ Claudia Obert freiwillig die Show, nachdem sie massiv von ihren Mitstreitern gemobbt wurde. Auf Twitter erntet Sat.1 für das Geschehen einen gewaltigen Shitstorm. Denn die Zuschauer können es absolut nicht nachvollziehen, dass der Sender das Mobbing einfach ungefiltert wiedergibt.

Extremes Mobbing bei "Promis unter Palmen"

Zur Einordnung: In der nun ausgestrahlten fünften Folge, in der es um den Einzug ins Finale ging, wurde Claudia Obert nicht nur ausgeschlossen, sondern auch richtig beleidigt und provoziert. So bezeichnete Carina ihre Konkurrentin nach einem kleinen Zoff als "H*re". Auch Bastian Yotta wetterte immer wieder gegen Claudia. Sie sei ein "Hooligan" und nicht erwünscht. Matthias Mangiapane schmiedete sogar richtige Attacken gegen die unbeliebte Mitstreiterin. Er wollte sogar Gegenstände aus ihrer Kulturtasche die Toilette herunterspülen.

Das Fass zum Überlaufen brachte dann folgende Situation: Während sich Claudia zum Schlafen ins Bett zurückgezogen hatte, gesellten sich Carina, Yotta und Matthias demonstrativ und vor allem lärmend zu ihr ins Zimmer. "Weißt du, was wir alle haben, was du nicht hast? Jemanden zu Hause, der sich auf einen freut", stichelte Carina weiter. Und auch Yotta konnte sich einen hämischen Kommentar nicht verkneifen. Er hätte sich im Bad einen Pickel ausgedrückt und der Inhalt habe ihn an sie erinnert, ätzte er.

Diese Sprüche waren selbst für die sonst sehr selbstbewusste 58-Jährige zu viel. Weinend verzog sie sich ins Wohnzimmer und verließ sogar kurz darauf freiwillig die Sendung.

Zuschauer entsetzt – Sat.1 erntet Shitstorm

Die Zuschauer waren von diesen Mobbing-Attacken einfach nur entsetzt, wie die Reaktionen auf Twitter zeigen:

"Alle Grenzen überschritten"

Die Kommentare zeigen deutlich, dass nicht nur die Promis ihr Fett wegbekommen, sondern vor allem der Sender hart kritisiert wird. Sat.1 selbst hat sich auf Anfrage von watson ebenfalls zu Wort gemeldet und die Ausstrahlung gerechtfertigt:

"Einordnung: Während der gesamten Produktion in Thailand waren Betreuer und Psychologen vor Ort, die zu jeder Zeit von den Protagonisten kontaktiert werden konnten. Bei der Reality-Show „Promis unter Palmen“ handelt es sich – wie der Name schon sagt – um eine Show mit Reality-erfahrenen Promis, die ihre Sendezeit daher meist sehr gezielt zu nutzen wissen und sich sehr bewusst sind, dass die Kamera permanent läuft. Wir schreiben den Promis nicht vor, wie sie sich als erwachsene Menschen zu verhalten haben. Wichtig ist: Kein Teilnehmer ist zu Schaden gekommen, die Sicherheit am Set war stets gewährleistet."

Sat.1 gibt Statement ab – und verärgert Zuschauer erneut

Dieses Statement teilte der Sender mittlerweile auch über Twitter – konnte die wütenden User allerdings keineswegs beruhigen. Im Gegenteil. So heißt es in einem Tweet: "Die Fans haben um eine Stellungnahme zu extremen Mobbing und frauenverachtenden Aussagen gewartet – nicht auf eine süffisante Rechtfertigung." Andere fordern sogar zum Boykott der Sendung auf.

Die wichtigste Frage ist angesichts des Mobbings aber: Wie geht es Claudia Obert? Die hatte sich Donnerstagmorgen im "Sat.1-Frühstücksfernsehen" zu den Geschehnissen geäußert – und wirkte dabei sehr gefasst. Sie sieht in dem Ganzen sogar etwas Positives: "Ich habe jetzt den Zuspruch und die Sympathie und ich liebe es – es hätte nicht besser sein können […]", behauptet sie.

Ob sie tatsächlich so stark ist oder vieles davon auch Fassade ist – man weiß es nicht.

(jei)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hansi Daurippel 23.04.2020 14:20
    Highlight Highlight Pro7/Sat 1 gehören zum Axel Springer Verlag, noch Fragen.
    • Christian Nollau 24.04.2020 10:40
      Highlight Highlight Ich weiß ja nicht woher sie ihre Informationen beziehen, aber dies ist eindeutig falsch. Axel Springer wollte die Pro7Sat1 Media AG übernehmen, ist aber daran GESCHEITERT. Und dies schon im Jahr 2015. Also Fakten prüfen bevor man Behauptungen in die Welt setzt.
    • Hansi Daurippel 24.04.2020 15:34
      Highlight Highlight Mag ja sein, das die Übernahme offiziell gescheitert ist, aber trotzdem nimmt der Springer Verlag Einfluß auf den Sender. Oder warum werden dann bei den News von Pro7/Sat 1 die gleichen Beiträge gezeigt wie beim "Welt" Nachrichtensender. Mir kommt das ziemlich seltsam vor und wer sich mal intensiv mit dem Thema Springer beschäftigt wird schnell merken, das die nicht nur ein Verlag sind, sondern in den Augen vieler ein gefährliches politisches Instrument aus der rechtsreaktionären Ecke.

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