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Oliver Pocher hat Boris Becker einen Award verliehen. Bild: screenshot tvnow

Oliver Pocher stellt Boris Becker mit Fake-Award bloß – seine Reaktion ist eindeutig

Anna-lena kramer

Oliver und Amira Pocher erklärten ihre jüngst vergangene Ausgabe von "Pocher – gefährlich ehrlich!" bei RTL zu einem Galaabend. Für diesen Anlass schmissen sich der Comedian und seine Ehefrau selbst in Schale. Doch dieses Ereignis kam nicht von ungefähr. Denn Oli konnte wieder mal einen persönlichen Erfolg für sich verbuchen, auf den er schon lange hingearbeitet hatte: Er hat Boris Becker mit einem Fake-Modepreis ausgezeichnet.

Seit Jahren liefern sich der Ex-Tennisstar und der Entertainer eine öffentlich ausgelebte Fehde. Hauptsächlich fühlt sich Boris von den Aussagen von Oliver angegriffen, die er in Fernsehsendungen bezüglich seiner Insolvenz über ihn tätigt. Dies führte bereits dazu, dass der Olympiasieger eine einstweilige Verfügung gegen den Schauspieler erwirkte.

Nach Gag-Spendenaufruf: Boris Becker nimmt Geld nicht an

Doch Pocher macht sich nicht viel aus diesen Angelegenheiten. Im Gegenteil: Er sorgt sich um Boris. Denn schon vor einiger Zeit startete er in seiner Sendung einen Gag-Spendenaufruf, der unter dem Motto "Make Boris Rich Again" ("Macht Boris wieder reich") stand. Dabei kam tatsächlich eine Summe von 541,11 Euro zusammen. Doch alle Wege, ihm das Geld zu überreichen, schlugen fehl. Selbst von Komiker Daniel Stork, der von Pocher höchstpersönlich nach Großbritannien geschickt wurde, um dem Pleitegeier nach einem Prozesstag die Spende zu übergeben, wollte er das Geld nicht annehmen. "Der Boris ist zu eitel", stellte Oliver fest.

Doch für Pocher gab es kein Aufgeben. "Wie kriegt man eitle Menschen dazu, dass sie vielleicht etwas annehmen, was sie nicht haben wollen", überlegte der Fernsehmoderator und kam letztendlich zu einem Ergebnis: "Man gibt ihnen einen Preis."

Für welche Leistung aber sollte Boris Becker derzeit eine Auszeichnung verdienen? Pocher war sich sicher: "Es muss ihm schmeicheln bei der Eitelkeit." Da die Tennislegende eine eigene Modelinie auf dem Markt hat, von der selbst Pocher einige Kleidungsstücke bereits in einer seiner Sendungen trug, entschied sich das Team dafür, ihn eine Trophäe für seinen Kleidungsstil zu überreichen. Prompt stand auch schon ein seriöser Name fest: der Fashion Brand Award.

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Pocher nahm Boris Becker in seiner Show auf die Schippe. Bild: screenshot tvnow

Pocher-Team gründet Verlag und erfindet Mode-Magazin

Damit der zukünftige Preisträger auch ja keinen Verdacht schöpft, auf die Schippe genommen zu werden, hat das Team keine Kosten und Mühen gescheut, um so glaubhaft wie möglich zu wirken. Die Redaktion kreierte nicht nur einen authentischen Webauftritt, sondern rief auch ein Fake-Magazin ins Leben, für das sogar ein hochprofessionelles Fotoshooting mit Models veranstaltet wurde, um ein optisch ansprechendes Cover zu erstellen. Selbst eine Jury gab es – und zwar in Form von Straßenpassanten, die von der Redaktion noch wichtige Berufsbezeichnungen der Modebranche erhielten. Doch damit noch nicht genug. Es wurde sogar ein österreichischer Verlag, der "GE Verlag" ("Gefährlich Ehrlich Verlag") ins Leben gerufen.

Die Ergebnisse sahen mehr als überzeugend aus. Aus diesem Grund zeigte sich der Initiator des Awards optimistisch: "Wer 60 Millionen durchgebracht hat, der kann nicht misstrauisch sein", witzelte Pocher. Nachdem die E-Mail mit der Bekanntgabe des Fashion-Brand-Awards an das Management von Boris Becker hinausgegangen war, folgte auch schon kurze Zeit später die Antwort: "Herr Becker hat sich sehr gefreut und nimmt den Preis gerne an." Jubel in der Redaktion. Oli kommentierte die erste Hürde mit:

"Auf die Eitelkeit von Boris Becker kann man immer setzen. Gibt es irgendwo einen Preis, holt er sich den ab."

Eine wichtige Sache hat jedoch noch gefehlt: die Trophäe. Ein einfacher Glaspokal, der anschließend noch mit dem Branding der Auszeichnung und dem Namen des Preisträgers versehen wurde, sollte ausreichen. Eine Urkunde sollte den ganzen Aufwand noch abrunden. Das ganze Paket wurde per Kurier an das Management des ehemaligen Tennisspielers geschickt. Denn es hätte ja auffallen können, dass die Sendung keinen österreichischen Poststempel besitzt.

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Boris Becker nimmt seinen Award an. Bild: screenshot tvnow

Verdacht schien Boris Becker auch nach Erhalt des Awards nicht geschöpft zu haben. Zumindest hielt der neue Besitzer seine Auszeichnung stolz bei der Preisverleihung per Videoschalte in die Kamera. Boris bedankte sich für die Anerkennung und offenbarte: "Preise gewinnt man ja immer gerne." Klar, denn wie sagte Pocher es so schön: "Genug sind ja versteigert worden in letzter Zeit."

Mission completed

Die Fake-Award-Aktion war tatsächlich so gut geplant, dass das Team von "Pocher – gefährlich ehrlich!" offenbar nicht aufflog. Stattdessen berichtete sogar die Presse über den Preis, nachdem Boris Becker in den sozialen Netzwerken mit seiner vermeintlichen Auszeichnung hausieren ging.

Allerdings sollte nicht vergessen werden, was der eigentliche Anlass für diesen ganzen Aufwand war: die bisher misslungene Spendenübergabe. "Wir wären nicht die Pocher-Show, wenn wir nicht mit eurem Geld verantwortungsvoll umgehen. Denn dieser Preis ist nicht nur ein Preis", erklärte der Entertainer in seiner Show. Das Spendengeld war nämlich in der Trophäe versteckt. Allerdings nur noch 413,37 Euro – schließlich musste ja auch das Porto bezahlt werden.

Amira Pocher konnte der ganzen Aktion übrigens nicht viel abgewinnen. "Ich find’s wirklich böse. Also Oli, nicht mein Geschmack", ließ sie ihren Mann wissen.

Bisher hat Boris sich noch nicht öffentlich zu der Sache geäußert. Allerdings sind die Beiträge, die er auf seinen sozialen Netzwerken zu dem angeblichen Preis geteilt hat, mittlerweile nicht mehr auffindbar. Möglicherweise sollte das als Antwort ausreichen.

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