Bushido polarisiert das RTL-Publikum auch beim "Stern TV"-Jahresrückblick.
Bushido polarisiert das RTL-Publikum auch beim "Stern TV"-Jahresrückblick.Bild: RTL
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"Stern TV": Rapper Bushido löst erneut Diskussionen aus

24.12.2022, 10:53

Kurz vor Weihnachten blickt die RTL-Sendung "Stern TV" auf das vergangene Jahr zurück und zeigt noch einmal die Highlights von 2022. Am Mittwoch stellte Moderator Steffen Hallaschka die besten Promi-Geschichten aus dem Jahr 2022 in den Fokus seiner Sendung und erinnerte an allerlei schräge und auch ergreifende Geschichten.

Darunter auch der Besuch von Bushido in der Sendung. Der mehrfach vorbestrafte Rapper sprach bei "Stern TV" im Jahr 2022 erstmals offen über psychische Probleme. Auf Twitter gab es geteilte Meinungen über seinen Auftritt.

Steffen Hallaschka stellt sich selbst ins Rampenlicht

Unter die zehn Highlights des 2022 bei "Stern TV" mogelte der Moderator auch einen seiner eigenen Fernsehmomente des Jahres: seinen Auftritt bei der RTL-Show "Viva la Diva", bei der Hallaschka sich in eine Dragqueen verwandeln durfte.

Dieser Auftritt, das betonte Hallaschka noch einmal im Jahresrückblick, gehörte nicht nur zu den ungewöhnlichsten Auftritten seines Lebens, sondern sollte auch ein "selbstbewusstes Statement für Vielfalt" gewesen sein.

Ikke Hüftgold und MontanaBlack für Solidarität

Beim Jahresrückblick "Promis hautnah" jedoch stahlen dem "Stern TV"-Moderator andere Gäste die Show. Darunter Ballermann-Star Ikke Hüftgold, der dieses Jahr bewies, dass hinter der Schlagerstar-Fassade nicht nur der bürgerliche Matthias Distel steckt, sondern auch ein mitfühlender, hilfsbereiter Mensch.

Zusammen mit einem Team hat er seit Ausbruch des Ukraine-Krieges 1183 Menschen auf der Flucht vor dem Krieg nach Deutschland und damit in Sicherheit gebracht.

Oder auch Internet-Star, Gamer und Streamer MontanaBlack, der sich bei "Stern TV" öffentlich gegen Mobbing einsetzte.

Bushido berichtet von Panikattacken und polarisiert

Bushido alias Anis Ferchichi ist vorbestraft wegen Steuerhinterziehung, Beleidung und Körperverletzung. Doch seit gut zweieinhalb Jahren steht er als Kläger vor Gericht: gegen seinen Ex-Manager und Clan-Mitglied Arafat Abou Chaker.

Bei "Stern TV" jedoch sprach Bushido dieses Jahr über ein anderes Schicksal: Der Rapper erzählte von seiner traumatischen Kindheit, von Schlägen des Vaters gegen die Mutter und von den ersten Panikattacken als Kind, die sich bis heute fortsetzen. Bushido kommentierte seine Jugend mit den Worten:

"Irgendwann gehört die Angst dazu."

Auf Twitter bekommt Bushido Zuspruch für seine Offenheit, auch gegenüber dem Abou Chaker-Clan. Jedoch nicht nur. Eine Userin problematisiert das Verhalten Bushidos. Dieser habe sich bewusst mit Kriminellen eingelassen und habe kein Mitleid verdient.

Gaby Köster nennt das Handicapp "ein Arschloch"

Und auch Kurt Krömer legte bei "Stern TV" im Jahr 2022 ein Geständnis ab, als er erstmals von seiner Depression erzählte – natürlich nicht ganz ohne die für ihn typische Berliner Schnauze. "Mein Kopf war wie eine Messi-Wohnung", beschrieb der Komiker und TV-Star den unaufgeräumten Zustand seines Inneren im Interview.

Mit Steffen Hallaschka sprach der 48-Jährige über seinen achtwöchigen Klinikaufenthalt und seinen Bammel vor der Psychotherapie. "Ich hatte die Hose gestrichen voll. Ich hatte richtig Angst", erzählte Krömer.

Ähnlich geht die Schauspielerin und Komikerin Gaby Köster mit ihrem Schicksal um. Wenige Jahre, nachdem sie 2008 einen Schlaganfall hatte, feierte sie bei "Stern TV" ihr Fernseh-Comeback und kam schon damals mit einem flotten Spruch auf die Bühne. Mit schriller Stimme und derbem Humor verkündete Gaby Köster zum Jahresrückblick:

"Das Handicapp ist ein Arschloch – das nervt sehr."

Unterkriegen lässt die 61-Jährige sich dennoch nicht. Mit ihrem elektronischen Rollstuhl ist sie nach eigener Aussage "nicht mehr aufzuhalten".

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