Linda Zervakis und Matthias Opdenhövel gehen gemeinsam am Montag bei ProSieben an den Start.
Linda Zervakis und Matthias Opdenhövel gehen gemeinsam am Montag bei ProSieben an den Start.
Bild: dpa / Felix Hörhager

"Zervakis & Opdenhövel. Live.": Moderator mit Seitenhieb gegen seinen Ex-Sender ARD

09.09.2021, 16:40

Am 13. September bringt ProSieben sein neues Journal "Zervakis & Opdenhövel. Live." an den Start und befeuert damit seine Nachrichtenoffensive. Einmal pro Woche werden Matthias Opdenhövel und Linda Zervakis zwei Stunden lang verschiedene Themen beleuchten, die die Zuschauer gerade bewegen – dabei hat das Format den Anspruch, politische Brennpunkte abzudecken, die Unterhaltung soll jedoch nicht zu kurz kommen.

Bei einer digitalen Pressekonferenz am Mittwoch gaben Senderchef Daniel Rosemann sowie die Moderatoren persönlich einen genaueren Ausblick auf die Sendung. Der "The Masked Singer"-Showmaster tätigte dabei auch eine Aussage, die als klarer Seitenhieb gegen den ehemaligen Arbeitgeber seiner Kollegin gedeutet werden kann – Zervakis war zuvor "Tagesschau"-Sprecherin und stieß in diesem Jahr neu zu ProSieben.

Linda Zervakis zieht erstes ProSieben-Fazit

Während des Gesprächs äußerte sich Zervakis positiv darüber, vom Team bereits "sehr gut aufgenommen" worden zu sein. Die Lust und das Engagement bei ihrem neuen Sender auf bzw. für "Zervakis & Opdenhövel. Live." sei allgemein enorm. "Am Ende ist es natürlich ein neues Genre, in dem die Zuschauer mich sehen – in dem ich mich aber sehr wohl fühle", gab sie überdies zu verstehen und hob damit die Herausforderung für sich hervor.

Tatsächlich werden in dem Journal zahlreiche Talente der Gastgeber gefragt sein, denn es gibt (prominente) Studiogäste aus verschiedenen Bereichen, die Rede und Antwort stehen. Hinzukommt: Über eine App können sogar auch die Zuschauer live eingebunden werden. Im Studio ist ebenfalls ein Publikum anwesend, soweit es die Corona-Maßnahmen zulassen. "Das macht so schön dieses große Ganze aus", fasste Zervakis das Konzept zusammen.

Opdenhövel teilt gegen ARD aus

Opdenhövel, der selbst zehn Jahre die "Sportschau" in der ARD moderiert hat, kam auch darauf zu sprechen, dass Zervakis und er sich bereits vor der gemeinsamen Show persönlich kannten und brachte an der Stelle seine besondere Wertschätzung für die 46-Jährige zum Ausdruck – inklusive einem frechen Seitenhieb in Richtung "Tagesschau":

"Linda ist so klasse. Sie ist viel zu schade, um nur Nachrichten vorzulesen. Eine Viertelstunde reicht nicht."

Der mutmaßliche pikante Hintergrund dazu: Im Frühjahr enthüllte ein Insider bei der "Bild", dass Zervakis dem NDR-Programmchef Frank Beckmann angeblich ein Konzept für eine eigene Sendung vorschlug, darauf jedoch nie eine Antwort erhielt. Dies soll den Ausschlag für ihren Abschied von der ARD geben haben. Nun kann sie bei ProSieben ihr ganzes Können ausspielen.

Sie selbst gab sich im Rahmen der Pressekonferenz übrigens eher diplomatisch, als es um den Vergleich zwischen ProSieben und der ARD ging. "Ich muss üben zu sagen: 'Gleich nach der Werbung'", benannte sie den aus ihrer Sicht großen Unterschied bei ihrem neuen Job.

Christoph Körfer, stellvertretender ProSieben-Senderchef, merkte schließlich an, dass zwischen 15 Minuten (wie eben bei der "Tagesschau") und zwei Stunden ja durchaus auch ein Unterschied bestehe, woraufhin Zervakis antwortete: "Stimmt! Ja, ich werde diese 15 Minuten ein wenig verlängern" – eine Spitze gegen die ARD folgte ihrerseits allerdings nicht.

Das Moderatoren-Gespann verriet auch schon die Themen, die die erste Ausgabe am Montag bestimmen sollen: Es geht um Afghanistan, die Bundestagswahl sowie die Hochwasserkatastrophe. Für die nötige Star-Power sorgt Sänger James Blunt, der als Live-Gast in der Sendung über seine zurückliegende Corona-Infektion sprechen wird.

ProSieben-Chef gibt sich selbstbewusst

Gegen Ende bezog Daniel Rosemann noch einmal Stellung, was die bevorstehende Konkurrenzsituation betrifft: Parallel zu "Zervakis & Opdenhövel. Live." läuft montags "hart aber fair" in der ARD, zudem könnte "Bild Live" ProSieben Zuschauer streitig machen.

Der Senderchef gab sich jedoch selbstbewusst und frohlockte: "Ich will mich mal aus dem Fenster lehnen und sagen, dass weder Bild TV noch 'hart aber fair' derart gute Einspielreportagen und Filme hat wie wir, insofern gibt es da schon mal einen großen Unterschied." Schon im nächsten Satz betonte er aber ergänzend: "Wir gehen wie immer voller Respekt in diesen Wettbewerb."

(ju)

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